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Fußball: Regionalliga West

Kommentar: Kommt Grote, haben die Preußen ein Luxusproblem

Drei Klassespieler für eine Position? Für viele wäre das ein Traum, möglicherweise lebt der SC Preußen Münster diesen. Thomas Kok, Dennis Daube und vielleicht noch Dennis Grote. Trainer Sascha Hildmann hat die Qual der Wahl, wenn jeder in diesem Trio in Topzustand sein sollte.

Von Alexander Heflik

Dennis Grote könnte die Preußen verstärken. Foto: Imago/Markus Endberg

Preußen Münster macht das, was 99 von 100 späteren Meistern und Aufsteigern auch gemacht haben. Der Trend geht zum Routinier. „Jugend forscht“ gewinnt Spektakel und bietet Rock‘n‘Roll. Routine und Cleverness auf Strecke bringen Titel und Triumphe.

Eine mögliche Startelf des SCP am 23. Juli im Saisonauftakt im eigenen Stadion gegen Wattenscheid 09 kratzt beim Durchschnittsalter an der 29-Jahre-Marke. Münster dürfte auf Max Schulze Niehues setzen im Tor – 33 Jahre alt. Eine mögliche Viererkette mit Langlitz, Scherder, Hahn und Lorenz kommt auf zusammen 122 Jahre. Deutschland wird älter, allein 23 000 Menschen waren 2021 älter als 100 Jahre. Ganz so weit ist es nicht beim Preußen-Aufgebot.

Grote das letzte Puzzlestück

Dennis Grote könnte das letzte fehlende Puzzlestück in der Planung von Sportchef Peter Niemeyer sein. Der 36-Jährige wird ein paar Tage oder Wochen benötigen, um wettkampftauglich zu sein. Wenn Grote dann fit ist, Dennis Daube seinen Kreuzbandriss überwunden hätte, und Thomas Kok so weitermacht wie bisher, genau dann stünde Trainer Sascha Hildmann ein Pro­blem, ein Luxusproblem ins Haus.

Drei Klassespieler auf der Sechser-Position für Regionalliga-Verhältnisse kämpfen um einen Platz. Eigentlich ein Traum. Grote ist sicherlich der offensivstärkste, feine Standards, sicherer Abschluss bei Elfmetern und Vorbereiter stehen auch auf seiner Visitenkarte. Daube ist ein stiller Dirigent, alle hören dennoch auf ihn. Kok ist defensiv wohl der Beste, hat das meiste Potenzial, nach vorne fehlt noch was. Nur drei für einen? Ob das gut geht?

Zwei Spielmacher - einer zuviel

Münster hatte schon mal das Mittelfeldduell im eigenen Haus, Ulli Gäher und Harald Kügler, zusammen ging das praktisch nicht Ende der 80er Jahre. Später trafen Martin Przondziono und Fabrizio Hayer aufeinander, zwei Spielmacher in einer Elf war auch nicht das Gelbe von Ei.

Trainer Hildmann wäre nun gefordert, sein Luxusproblem dürfte nur mit viel Fingerspitzengefühl zu lösen sein. Doch wer auch immer spielt, die anderen müssen schweigen und sich fügen. Nur so gelingt ein Aufstieg.

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