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Fußball: Westfalenpokal

Mehr als das volle Dutzend: Preußen Münster siegt in Hünsborn mit 13:0

Hünsborn

Kein Problem, am Ende mutete der 13:0-Erfolg des SC Preußen Münster beim Landesligisten RW Hünsborn fast wie ein Spaziergang an. Aber die Mannschaft von Trainer Sascha Hildmann zog vor allem souverän in die 2. Runde des Westfalenpokals gegen Wattenscheid 09 ein. Fleißkärtchen und Pluspunkte sammelte Dreierpacker Gerrit Wegkamp.

Von Alexander Heflik

Torjubel als Dutzendware: Die Spieler des SC Preußen feierten ihre Treffer mit fortschreitendem Spielstand immer gelassener – ein echter Härtetest war der 13:0-Erfolg beim Landesligisten Hünsborn nicht. Foto: Moritz Schwegmann

Das Kapitel in Hünsborn hat der SC Preußen Münster hinter sich gebracht, die Reise im Westfalenpokal hat mit einem 13:0 (6:0)-Erfolg beim Landesligisten RW Hünsborn erfolgreich begonnen. Nun wartet demnächst Regionalliga-Mitbewerber Wattenscheid 09 auf den SCP, Münster wird Heimrecht genießen. Und das, was Trainer Sascha Hildmann sehen wollte, das bekam er vor Augen geführt von seinen Schützlingen. Ein klarer Sieg, ein dominanter Auftritt, keinerlei Spielereien oder sonstiges überhebliches Auftreten. Es war kein Klassen-Unterschied, es war eher mehr als nur die Drei-Ligen-Differenz, die vor rund 600 Zuschauern zutage trat. Das war gut, seriös, und lohnenswert für Mitgereiste.

Wegkamp: „Tore sind immer schön“

Trainer Hildmann war nicht unglücklich über die Partie, nachdem seine Mannschaft am letzten Samstag spielfrei war aufgrund der verlegten Partie gegen Alemannia Aachen, so aber die Spannung für das Punktspiel am Samstag im eigenen Stadion gegen Borussia Mönchengladbach II aufbauen konnte. Auch, dass auf einem Kunstrasenplatz gespielt wurde, störte ihn nicht: „Lieber darauf, als auf einem Rübenacker.“ Die über zweistündige Anreise nahm der SCP-Coach gelassen zur Kenntnis. Nach drei Siegen zum Auftakt der Regionalliga-Saison sollte die Partie in Hünsborn alles werden – nur keine Zitterpartie. Wurde sie nicht.

Vor allem Gerrit Wegkamp und Thorben Deters sammelten Pluspunkte wie Rabattmarken im Supermarkt. Wegkamp, aktuell in der Angriffsmitte nur die Nummer zwei hinter Andrew Wooten, traf vor der Pause dreifach und bereitete einen weiteren Treffer vor. „Tore sind immer schön, aber ich will das nicht überbewerten“, sagte er. Und: „Kompliment an die Mannschaft, wie wir das angenommen und runtergespielt haben.“ Deters, mit gesundheitsbedingten Startschwierigkeiten zu Saisonbeginn, traf doppelt und zeichnete sich als Vorlagengeber aus. Münster gab gefühlt den Ball vor der Pause nicht ab, außer wenn Tormann Yannik Freund einen Abschlag ausführen durfte.

Torwart Müller ohne Arbeit

Münsters Keeper Tom Müller war zu völliger Tatenlosigkeit verdammt. Im Gegensatz zu Wegkamp und Deters konnte er nichts zeigen, er bekam einfach keine Bälle aufs Tor. Das war vermutlich der undankbarste Job des Spiels, zwischen den Pfosten des Preußen-Tores ausharren zu müssen. Torwarttrainer Carsten Nulle sagte: „Er hat zumindest die Abläufe eines Spiels erlebt. Er muss geduldig bleiben.“

Preußen-Wechsel funktionieren auch

Nach der Pause blieb der SCP im Vorwärtsgang, schnell wurde aufgestockt auf 7:0 (Wegkamp) und 8:0 (Koulis). Die Preußen blieben dran, auch als fünf Wechsel nach einer guten Stunde getätigt waren. Henok Teklab traf auch, und noch dieser und jener. Das war nun nur noch ein Spaziergang, bei dem die Gäste nichtsdestotrotz nicht nachlässig oder fehlerhaft agierten. Trainer Hildmann sprach nach der Partie von einem seriösen Auftritt, neue Erkenntnisse gab es nicht, außer: „Wir haben das als gute Einheit genutzt.“ Ob der Gegner nun zu schwach oder der SCP zu überlegen war? So oder so darf Mönchengladbach am Samstag kommen, keine Frage.

Münster: Müller - Kloth, Scherder (46. Kok), Koulis, Schacht - Grote (62. Bouchama) - Deters (62. Remberg), Ghindovean – Oubeyapwa (62. Kwadwo), Wegkamp (62. Teklab), Bindemann.

Tore: 0:1 Wegkamp (11., Elfmeter, Foul an Deters), 0:2 Ghindovean (17., Pass Bindemann), 0:3 Wegkamp (19, Pass Bindemann(, 0:4 Wegkamp (21., Ecke Deters), 0:5 Deters (26., Zuspiel Wegkamp), 0:6 Schacht (28., Ecke Deters), 0:7 Bindemann (47., Assist Wegkamp), 0:8 Koulis (49., Ecke Grote), 0:9 Ghindovean (67.), 0:10 Teklab (74., Foulelfmeter), 0:11 Teklab (76.), 0:12 Bouchama (84., Foulelfmeter), 0:13 Kwadwo (86.).

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