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Fußball: Regionalliga West

Nächste knifflige Aufgabe in Köln für Preußen – und nächste Chance auf Rang eins

Münster

Viel komplizierter geht’s nicht. Preußen Münster hat zwar auch dank der fehlenden Spiele der Konkurrenz erneut die Chance auf Platz eins. Doch beim 1. FC Köln II wartet eine überaus schwere Aufgabe auf die Adler. Es könnte aber ein unterhaltsames Spiel werden.

Von Thomas Rellmann

Manuel Farrona Pulido (r.) war in den vergangenen Wochen ein Aktivposten. Trainer Sascha Hildmann wünscht ihm nun auch mal einen gelungenen Abschluss oder eine direkte Torvorlage. Foto: Jürgen Peperhowe

Von der Tabellenspitze, die auch an diesem Wochenende wieder drinsitzt, oder den Hürden der Konkurrenz möchte Sascha Hildmann weiter nichts wissen. Der Trainer von Preußen Münster schaut auf die vielleicht kniffligste Aufgabe seit zwei Monaten.

Am Samstag geht’s zum 1. FC Köln II. Die jungen Geißböcke spielen diesmal auch im Südstadion, dort wo der SCP Anfang Oktober die bis dato letzte Niederlage beim Titelrivalen Fortuna erlitt (2:3).

Tickets werden wohl in Sitzplatzkarten umgewandelt

Kapitän Julian Schauerte ist etwas lockerer und erwähnt von sich aus die Chance auf Platz eins. „Klar wissen wir das, aber es ist eine Nebensache. Wir haben dank unserer Serie mit sechs Siegen viel Selbstvertrauen, kommen aktuell gut in die Pressingabläufe und bleiben aktiv, das ist besser, als abzuwarten.“ Im Erfolgsfall kann Münster so oder so zum Hinrundenfinale erneut einen kleinen Satz machen.

Die Partie von Primus RW Essen am Freitag bei RW Ahlen fiel aus, der Platz war unbespielbar. Attraktiv wäre die SCP-Begegnung im Rheinland für die Zuschauer eigentlich aber auch ohne Aussicht auf den Platz an der Sonne. Bis Freitag wurden jedoch nur gut 200 Tickets an Münsteraner verkauft, bei 300 ist ohnehin Schluss.

Mit Blick auf die neue Corona-Schutzverordnung der Landesregierung, die ein vollständiges Stehplatzverbot bei mehr als 1000 Zuschauern beinhaltet, sind die Preußen vorausschauend in den Dialog mit Köln getreten – mit dem Ergebnis, dass die Tickets vermutlich in Sitzplatzkarten umgewandelt werden. Der Zugang zum Stadion wird unter der 2G-Regel in jedem Fall gewährt. Eine Tageskasse öffnet aber nicht.

Hildmann: "Eigentlich kommt uns das entgegen"

Hildmann, der mit FC-Coach Mark Zimmermann einst in Aachen spielte und mit Proi-Trainer Steffen Baumgart seinen Fußballlehrer machte, erwartet ein „Hin und Her“ gegen den Tabellensechsten. „Es ist das alte Lied mit zweiten Mannschaften, wir wissen nicht, was kommt. Aber Köln spielt sehr offensiv mit Raute im Mittelfeld. Das kann eine muntere Sache, das kann richtig wild werden. Eigentlich kommt es uns sehr entgegen, wenn der Gegner sich nicht verbarrikadiert. Das tut uns gut, weil unser Schwerpunkt ja auch auf dem Weg nach vorn liegt.“

Der 1. FC Köln II

Der Pfälzer sah zuletzt meist Kontrahenten, die tief gestaffelt waren. „Umso mehr freue ich mich drauf.“ An seiner Aufstellung wird er wenig verändern. Joshua Holtby fehlt erkältet, für Jannik Borgmann und Deniz Bindemann kommt die Partie noch zu früh, Luke Hemmerich setzte nach seiner Booster-Impfung diese Woche drei Tage aus. Sie alle waren aber zuletzt meist zweite Wahl.

Alexander Langlitz oder Manuel Farrona Pulido?

Der Sieben-Tage-Rhythmus tut der aktuellen Stammelf gut. „Alle sind fit und ausgeruht“, so der 49-Jährige, der aber zugibt, auf ein, zwei Positionen zu überlegen. Vor allem Alexander Langlitz drängt von der Bank. Ihm müsste Manuel Farrona Pulido weichen, dessen Fähigkeiten der Coach aber auch schätzt. „Der eine grätscht und tut und macht und bringt viel Energie rein. Der andere ist ein ganz anderer Typ mit toller Technik und Spielwitz.“ Wer wer ist, liegt auf der Hand. Farrona Pulido, der zweite, lässt bisher noch die letzte Effizienz vermissen, hatte aber auch mehrmals Pech im Abschluss. „Er hat überall seine Aktien drin, wie Julian Schauerte auch“, so Hildmann lobend.

Der Teamroutinier und Spielführer, der niemals verletzt ist, steht definitiv außerhalb aller Personaldebatten. Er erwartet auch eine Partie, „in der wir nicht so viel Ballbesitz haben“. Die Gastgeber stuft Schauerte richtig stark ein: „Sie haben eine gute Mischung, sind unbequem und spielstark.“ Der SCP aber auch.

So könnte der SCP spielen: Schulze Niehues – Schauerte, Ziegele, Hoffmeier, Thiel – Klann – Remberg, Deters – Farrona Pulido, Wegkamp, Teklab

Liveticker aus dem Südstadion ab 13.30 Uhr hier.

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