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Fußball: Oberliga

„Fünf Schüsse, vier Buden“: Eiskalte Dortmunder knacken Preußen II

Münster

Den Status „unbesiegt“ ist Preußen Münster II los: Gegen den ASC Dortmund kassierte der Oberligist die erste Saisonpleite. Coach Kieran Schulze-Marmeling wechselt zur Pause viermal – und ärgert sich über die Chancenverwertung.

Von Johan Sühling

Deniz Bindemann (l.) und Kevin Schacht (r.) hatten mit Preußen Münster II das Nachsehen gegen den ASC Dortmund. Foto: Peter Leßmann

Nach dem starken Saisonauftakt der Preußen-Reserve mit sieben Punkten aus drei Spielen setzte es den ersten Rückschlag. Im Duell mit dem ASC Dortmund mussten sich die Münsteraner mit 1:4 (0:3) sogar deutlich geschlagen geben – zu hoch, wie Preußen-Coach Kieran Schulze-Marmeling fand: „Das Ergebnis hätte so nicht sein müssen.“ Fakt ist aber, dass sich die wenig clever agierenden Preußen in der ersten Hälfte komplett den Zahn ziehen ließen.

Dabei fing es so gut an: Nach einem Freistoß von Francesco Di Pierro kam Marvin Kehl frei zum Kopfball – doch Tim Oberwahrenbeck parierte (1.). Mehr kam von den Hausherren im ersten Abschnitt nicht. Zwar hatten sie viel Ballbesitz – doch aus diesem entstand wenig. „Wir waren im Spiel mit dem Ball ganz schwach und haben die Pässe viel zu schnell hinter die Kette gejagt“, fand auch Schulze-Marmeling.

So kamen die Gäste ihrerseits immer wieder zu Chancen. Nach einer Ecke von Lars Warschewski hielt Veith Walde zunächst stark gegen Maximilian Podehl, den Abpraller aber drückte Ibrahim Bulut über die Linie (10.). Ähnlich bitter ging es weiter: Dortmund schaltete schnell um, Jan Stuhldreier flankte in die Mitte, Podehl war vor Walde am Ball – 0:2 (17.).

Schulze-Marmeling: „...das ist bitter“

Und die Preußen? Nur Regionalliga-Leihgabe Deniz Bindemann und Marvin Kehl sorgten für ein wenig Gefahr (22., 39.). Auf der Gegenseite machte es Podehl erneut besser: Eine zu kurze Kopfballabwehr versenkte der Stürmer volley aus gut 25 Metern (45.).

Schulze-Marmeling reagierte und brachte nach der Pause gleich vier neue Spieler. „Wir wollten den kompletten Ansatz verändern“, so der Coach. Und das gelang auch. Vor allem die Standards von Di Pierro sorgten immer wieder für Unruhe im ASC-Strafraum. Den Preußen-Treffer besorgte dann allerdings ein Dortmunder: Ein Flankenwechsel von Ansumana Nyassi landete bei Marius Mause, der Klärungsversuch rutschte Tomislav Simic ins eigene Netz (64.). Preußen war nun im Aufwind: Nyassi jagte den Ball nach Pass von Nick Selutin an den Pfosten (73.).

Doch es sollte an diesem Tag nicht sein: Wieder war es Bulut, der den Deckel mit einem Distanzschuss draufsetzte (84.). „Das ist bitter, der Gegner schießt fünfmal aufs Tor und geht mit vier Buden raus, wir schießen acht- oder neunmal drauf und treffen nur einmal“, meinte Schulze-Marmeling.

Preußen: Walde – Kloth (46. ter Horst), Sikorski (46. Pohl), Cirak – Di Pierro – Mause, Demirarslan, Kehl (78. Overhoff), Schacht (46. Selutin) – Bindemann (46. Nyassi), Steinfeldt

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