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Fußball: Regionalliga West

Kaderplanung bei den Preußen: Kommt Lorenz, bleibt Schauerte?

Münster

Drei Tage nach dem Westfalenpokalfinale und dem Saisonende in der Fußball-Regionalliga hat Sportchef Peter Niemeyer alles Hände voll zu tun. Gerade im Defensivbereich klaffen noch Lücken. Offen ist, ob Marc Lorenz (33) verpflichtet werden kann und Kapitän Julian Schauerte (34) noch ein Saison dranhängt.

Von Alexander Heflik

Verbleib beim SCP offen: Kapitän Julian Schauerte hat ein neues Angebot vorliegen. Foto: Jürgen Peperhowe

Natürlich ist jede Menge Bewegung beim SC Preußen Münster. Es gilt den Kader für die neue Saison zusammen zu stellen. In der Defensive sind eine Reihe von Entscheidungen zu treffen, da drückt der Schuh. Und damit verbunden ist die Frage, ob mit Marc Lorenz ein neuer Anker für das Spiel des Fußball-Regionalligisten verpflichtet werden kann. Lorenz, gebürtiger Münsteraner, 33 Jahre alt, Linksfuß und mit der ungewöhnlichen Standard-Eigenschaft eines weiten Einwurfs beschenkt, verlässt den Zweitligisten Karlsruher SC. Münster hat großes Interesse, es könnte der sogenannte „Königstransfer“ werden, denn Lorenz bringt auch die Erfahrung mit von fünf Aufstiegen seit 2008. Kommt Lorenz, dürften weitere Verpflichtungen im direkten Zusammenhang damit stehen.

Fünf Aufstiege für Lorenz

Hört, hört. Das ging dem SC Preußen in der vergangenen Saison schon ab, aber der Mann mit der „linken Klebe“ im Mittelfeld stieg mit Schalke 04 II (2008) in die Regionalliga, mit Preußen Münster in die 3. Liga (2011), mit Arminia Bielefeld zweimal in die 2. Bundesliga (2013 und 2015) sowie mit dem KSC ins Bundesliga-Unterhaus (2019) auf. Kommt Lorenz, dürfte die Zeit von Luke Hemmerich beim SCP dann auch enden.

Niemeyer hatte in der Vergangenheit schon immer ein Auge auf gestandene Profis im höheren Alter gelegt. Anders wäre ein Transfer für den Regionalligisten aus Münster nicht möglich. So war vor eineinhalb Jahren Ex-Preuße Marvin Bakalorz mal ein Thema, damals 31 Jahre alt. In das vergleichbare Profil passte vor zwei Jahren auch der damals 30-jährige Dennis Daube. Bakalorz kam nicht, Daube schon. Und auch beim missglückten Transfer von Dennis Grote im Winter von RW Essen zum SCP spielte höherklassige Erfahrung, Routine und eine Art von „Fußball-Weisheit“ eine entscheidende Rolle. Kehrt Marc Lorenz elf Jahre nach dem Abschied vom SCP zu SF Lotte nun nach Münster zurück, wären die reifen Qualitätsmerkmale gegeben.

Angebot für Schauerte

Auch Kapitän und Routinier Julian Schauerte, dessen Vertrag ausläuft, hat ein neues Angebot vorgelegt bekommen. Der 34 Jahre alte Rechtsverteidiger hat seit 2019 insgesamt 121 Pflichtspiele bestritten, er ist ein „Dauerbrenner“ und eine feste Größe bei den Preußen. Dennoch dürfte dem Sauerländer ein leistungsbezogener Vertrag vorgelegt worden sein. Klärung bislang noch offen.

Ter Horst und Kloth bleiben

Planen können die Preußen dagegen mit zwei Abwehrtalenten. Jano ter Horst, 19 Jahre und aktuell in einer Ausbildung zum Versicherungskaufmann bei der LVM in Bad Bentheim, wird dem Oberliga-Aufgebot von Trainer Kieran Schulze-Marmeling weiter angehören. „Wir nehmen 100 Prozent Rücksicht auf seine Ausbildung“, sagt SCP-Sportchef Peter Niemeyer. Ter Horst wird also ein weiteres Jahr pendeln und (noch) nicht ganz auf die Karte Profifußball setzen. Zudem wird auch Noah Kloth, Kapitän der U-19-Bundesliga-Auswahl, seine Chancen erhalten. Auch er gehört zum erweiterten Kader der „Ersten“ und wird bei Schulze-Marmeling aufgebaut.

Das Zeichen ist klar: nur keine überhastete Integration in das Regionalliga-Aufgebot auf Kosten der Ausbildung. Auch Offensivkraft Kevin Schacht bleibt dem SCP erhalten, Rechtsaußen Marvin Benjamins verspricht zudem einiges für die Zukunft. Der SCP will, das ist der Plan, seine Talente tiefer im Regionalliga-Training verankern und gezielt aufbauen.

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