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Lehrgang von DFB und DFL

Niemeyer drückt Schulbank – und sagt: „Weg bei Preußen lange nicht vorbei“

Münster

Peter Niemeyer drückt wieder die Schulbank, er nimmt am 3. Management-Lehrgang von DFL und DFB teil. Der 17 000 Euro teure Kurs dauert 18 Monate und endet im März 2024 mit einem Zertifikat.

Preußen Münsters Sport-Geschäftsführer Peter Niemeyer nimmt ab Oktober an einem Management-Programm der DFL und des DFB teil. Foto: Imago/Matthias Koch

Die Teilnehmerliste für den 3. Management-Lehrgang, den die Deutsche Fußball-Liga (DFL) und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) organisieren, ist eindrucksvoll. 17 Namen sind dort zu finden, darunter auch Peter Niemeyer. Der Geschäftsführer und Sportchef des SC Preußen Münster ist mit Boris Notzon, der zuletzt Sportdirektor beim 1. FC Kaiserslautern war, mit einer „Wildcard“ ausgestattet worden. Alle anderen sind bei Clubs aus der Bundesliga, 2. Bundesliga oder 3. Liga aktiv – das ist eines der Zugangskriterien. Zudem gibt es eine finanzielle Hürde zu überspringen: Der 18-monatige Lehrgang, der ab sofort bis Ende März 2024 läuft, kostet 17 000 Euro. Ganz schon teuer.

„Ich bin stolz darauf, dafür zugelassen worden zu sein“, sagt der frühere Bundesliga-Profi Niemeyer. Beim SCP hat er im Sommer 2020 mit der Aufbauarbeit nach dem Drittliga-Abstieg begonnen. Als Profi war der Mittelfeldspieler bei Werder Bremen, Hertha BSC, Darmstadt 98 und Twente Enschede tätig. Nach der aktiven Laufbahn arbeitete der heute 38-Jährige bei Twente Enschede als Co-Trainer und Leiter der Nachwuchsabteilung, ehe er in Münster andockte.

Niemeyer erhielt in Enschede noch Absage

„Mein Werkzeugkasten ist nicht voll“, umreißt Niemeyer seinen Wissenstand. Er wollte in den vielfältigen Modulen, die angepasst an die tägliche Arbeit beim SCP in Blöcken absolviert werden können, seinen Kenntnisstand erweitern. Bereits für den ersten Lehrgang hatte Niemeyer den Finger gehoben, musste damals aber zwei anderen Verbandsvertretern den Vortritt lassen, als er selbst noch in Enschede tätig war. Nun also hat er eine „Wildcard“ erhalten. Es sei für den Verein eine „Riesenauszeichnung“, dass ein Preuße für den Lehrgang nominiert sei, sagt er. Niemeyer sieht es auch als große persönliche Chance, sich weiterzuentwickeln.

Dass er am Ende dieses Management-Lehrgangs auch für andere Clubs in leitender Funktion interessant werden könnte, diesem ist er sich bewusst. Aber er sagt dazu: „Nimmt man einen Spieler wie Marcel Hoffmeier, so war bei seiner Entwicklung der Wechsel auch eine Auszeichnung für die Arbeit in unserem Club.“ Abwehrspieler Hoffmeier wechselte zum Zweitligisten SC Paderborn und ist dort Stammspieler. Was nichts anderes bedeutet, als das gute Arbeit geschätzt wird und immer auch der Antrieb sein sollte. Und außerdem stellte der Sportchef der Preußen eines klar: „Mein Weg bei den Preußen ist noch lange nicht vorbei.“

Hier alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des dritten Jahrgang im Überblick:

  • Gerald Asamoah (FC Schalke 04, Leiter Lizenzspielerabteilung)
  • Lukas Berg (1. FC Köln, Administrativer Leiter Lizenzspielerabteilung)
  • Matthias Borst (Hertha BSC, Leiter Spielkonzeption und Trainerentwicklung)
  • Niko Bungert (1. FSV Mainz 05, Vereinsbotschafter)
  • Daniela Danzeisen (Sport-Club Freiburg, Leitung Infrastruktur & Projekte)
  • Sebastian Freis (Karlsruher SC, Leitung und Organisation Scouting Lizenzabteilung)
  • Nadja Kischkat (Stipendiatin, Hamburger SV, Koordination Administration Sport)
  • Tim Kister (SV Sandhausen, Trainee in der Geschäftsstelle)
  • Kai Krüger (Wildcard, DFB, Leiter Stabstelle Sport)
  • Peter Niemeyer (Wildcard, SC Preußen Münster, Geschäftsführer Sport)
  • Boris Notzon (Wildcard, derzeit ohne Club, langjährige Erfahrung u.a. als Sportdirektor und Kaderplaner)
  • Christina Pohlers-Saß (Stipendiatin, VfL Wolfsburg, Administrative Leiterin Frauen-Fußball)
  • Nils Schmadtke (VfL Wolfsburg, Leiter Scouting)
  • Chris Schmoldt (MSV Duisburg, Chefscout)
  • Tim Steidten (Bayer 04 Leverkusen, Manager Sport & Kaderplaner)
  • Robin Trost (SC Paderborn 07, Leiter Lizenzspielerabteilung)
  • Roman Weidenfeller (Borussia Dortmund, Markenbotschafter)
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