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Fußball: Testspiel

Preußen benötigen bei der Generalprobe in Spelle eine Stunde Anlauf

Spelle

Chance über Chance ließ Preußen Münster im letzten Testspiel vor dem Saison-Auftakt liegen. Dann schlug Andrew Wooten mit einem Elfmeter den Knoten durch. Der Favorit gewann 3:0 (0:0) beim wehrhaften SC Spelle-Venhaus.

Von Thomas Rellmann

Glückwünsche von Shaibou Oubeyapwa für den doppelten Torschützen Andrew Wooten. Foto: Moritz Schwegmann

Kein Grund zur Euphorie, aber erst recht keiner zur Sorge. Preußen Münster hat sich durch das 3:0 (0:0) beim SC Spelle-Venhaus das erwartete Erfolgserlebnis vor dem Meisterschaftsbeginn verschafft. Gutes Zeichen: Der Regionalligist erspielte sich viele Chancen. Schlechtes Zeichen: Erst in der letzten halben Stunde wurden diese Szenen auch mal genutzt.

Rückschlüsse auf die Aufstellung zum Liga-Start in einer Woche gegen Wattenscheid waren durchaus erlaubt. Viele Fragezeichen gab es im Vorfeld nicht. Aber Niko Koulis erhielt den Vorzug vor Simon Scherder halbrechts in der Innenverteidigung, Andrew Wooten vor Gerrit Wegkamp im Sturm oder Shaibou Oubeyapwa vor Manfred Kwadwo auf dem rechten Flügel. Thorben Deters, eigentlich für die Stammelf vorgesehen, musste mit Corona passen. Yassine Bouchama sprang ein.

Von Beginn an ergab sich ein Spiel auf ein Tor. Allerdings mussten die Gäste auch wachsam sein, weil der niedersächsische Oberligist zwar tief verteidigte, aber nach vorn mit seinen schnellen Spitzen durchaus Gefahr verströmte. Und von Münsters Fehlern beinahe profitiert hätte. Max Schulze Niehues im Kasten musste lasche Pässe von Yassine Bouchama und Alexander Hahn gegen den völlig freien Christoph Ahrens (11.) und vor Torben Stegemann (31.) ausbaden.

Die dicksten Szenen hatte aber der SCP. Wooten (30.) und Bouchama (31.) scheiterten am Pfosten. Zuvor hatten Teklab (3.), der neue Kapitän Marc Lorenz (12.) und Bouchama (15.) nur knapp drüber gezielt. Außerdem parierte SCSV-Schlussmann Mattis Niemann einen Hahn-Freistoß (16.) und einen Schuss von Shaibou Oubeyapwa (32.). Die Effektivität ließ zu wünschen übrig, auch wenn gerade über die linke Seite viel Alarm produziert wurde.

Durchgang zwei sah ein ähnliches Spiel mit nicht mehr ganz so zwingenden Situationen. Bouchama (51.) und Oubeyapwa (59.) zielten noch zu ungenau. Doch dann lief der zur Pause gekommene Kwadwo mit Tempo in den Strafraum, Jan-Hubert Elpermann (früher in Münsters U 23) brachte ihn zu Fall. Wooten löste vom Elfmeterpunkt den Knoten und traf cool zum 1:0 (61.).

Damit nicht genug. 90 Sekunden später war er erneut erfolgreich. Diesmal hatte Alexander Langlitz geflankt, der US-Boy durfte unbedrängt einköpfen (63.). Natürlich hätte es auch noch höher ausgehen können. Doch Oubeyapwa (70.) und Kwadwo (72.) blieben ohne Präzision beim Torschuss. Anders Wegkamp, der nach einer Flanke von Kevin Schacht von einem schweren Abwehrfehler profitierte und mit Wucht aus kurzer Distanz abzog (75.). Joel Amadi hatte noch eine Szene (84.) - danach war Feierabend. Der SCP scheint auf Kurs. Die Automatismen klappten schon ganz gut, an der Effektivität wäre noch zu arbeiten.

SCP: Schulze Niehues - Langlitz (71. Amadi), Koulis (71. Scherder), Hahn, Lorenz (71. Schacht) - Kok (71. Grote) - Remberg (71. Kloth), Bouchama - Oubeyapwa (71. Bindemann), Wooten (71. Wegkamp), Teklab (46. Kwadwo)

Tore: 0:1 Wooten (61./FE), 0:2 Wooten (63.), 0:3 Wegkamp (75.)

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