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Fußball: Oberliga

Preußen-Reserve erfüllt die Pflicht und hält den Kontakt zur Spitze

Münster

Die Preußen-Reserve hat sich in der Oberliga zu einer zuverlässigen Spitzenmannschaft entwickelt. In der Truppe steckt ausreichend Potenzial, um Leistungsträger zur Verstärkung in die Regionalliga zu schicken – und dennoch die Partie gegen den TuS Ennepetal souverän zu gewinnen.

Von Thomas Austermann

Unermüdlich und kaum zu stoppen: Preußen-Spieler Marvin Benjamins machte unermüdlich Druck auf der rechten Außenbahn. Ein undankbarer Job für Gegenspieler Foto: Wilfried Hiegemann

Die Favoritenrolle schleppte Preußen Münster II mit auf den Kunstrasen und bestand die Prüfung in dieser noch ungewohnten Oberliga-Konstellation. Mit 2:0 (0:0) und viel zu knapp bezwang die beste Offensive der Liga die schwächste, die dem Letzten TuS Ennepetal zuzuschreiben ist. Der Außenseiter kam kaum für einen Treffer infrage – nur der mangelnden Abschlusskühle der auch neuformiert dominierenden Preußen war zuzuschreiben, dass eine gewisse Spannung spürbar blieb.

28 Punkte aus 13 Spielen

Nach 13 Runden hat sich dieser SCP mit 28 Punkten oben drin festgesetzt. Dass die Elf fortwährend an der weiteren Entwicklung interessiert ist und dafür viel investiert, bliebt ihre beispielhafte Tugend. Die personifizierten jetzt auch Spieler wie Luca Tersteeg im ersten Spiel von Anfang an und Tom Sikorski, der als Außenverteidiger vorrückte.

„Uns freut es sehr, diese Jungs bringen zu können, die es verdient haben“, sagte Trainer Kieran Schulze-Marmeling. Er zählte gar nicht auf, dass ihm Marius Mause, Jano Ter Horst (im Regionalligakader), Marvin Kehl oder Can Pohl fehlten und Franceso Di Pierro als viermal verwarnter Mann geschont wurde. Die Nominierten bestätigten ihn. Sie spielten klug drauflos und setzten ihren Plan, über Außen das viel höhere Tempo durchzubringen und in die Mitte zu ziehen, sofort um. „Das war schon super gemacht“, lobte der Coach und kam nicht umhin, die Defizite zu erwähnen. „Die richtigen Entscheidungen bis zur Szene und den Abschluss.“

Flanken im Minutentakt

Links herum riss das Duo Pascal Koopmann und Nick Selutin wiederholt die massive TuS-Abwehr auseinander. Der schnelle und technisch so versierte Selutin schlug in Halbzeit eins gefühlt zwölf Flanken, aber kaum eine wirkungsvoll. Rechts machte Marvin Benjamins Druck ohne Unterbrechung. Auch sein Tempo ging der Gegner nicht mit. Ennepetal überstand die ersten Szenen und traute sich auch mal, vorne anzupacken. Torszenen aber kreierten die schnell umschaltenden Preußen, aber wie Benjamins nach starkem Zuspiel von Noah Kloth (43.) mangelte es an Sorgfalt in der letzten Aktion.

Entscheidung binnen drei Minuten

Der TuS haderte keineswegs mit dem Spielverlauf, sondern blieb drin im Geschehen. Aber limitiert und nur, bis den Preußen der Doppelschlag (59. und 61.) glückte. Nach Konter über Benjamins und Sikorski traf der eingerückte Selutin per Flachschuss. Gästekeeper Marvin Weusthoff, erprobt in 285 Oberligaspielen, hatte auch keine Chance gegen Luca Steinfeldt, der eine Tersteeg-Vorarbeit nutzte.

Auch wenn Abdulah El Youbari die Preußen noch mal mit einem Abschluss aufschreckte, gefährlich wurde es denen nicht mehr. Aber weil Benjamins nach an ihm verwirkten Foulelfmeter an Weusthoff scheiterte (73.) und in der Schlussphase andere aus dem Spiel heraus auch, blieb das Resultat im Rahmen. „Ein Oberligasieg ist für uns keineswegs selbstverständlich“, sagte Schulze-Marmeling und bleibt sich treu mit dieser Bodenhaftung.

SCP: Schabbing – Sikorski, Kloth, Cirak, Demirarslan – Korte – Benjamins, Tersteeg (73. Heering), Koopmann (68. You) – Steinfeldt, Selutin (73. Nyassi)

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