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Fußball: Oberliga

Preußen schenken Erndtebrück siebenmal ein, Gäste treffen traumhaft

Münster

Start nach Maß wäre für das, was Preußen Münster II zum Auftakt in die Oberliga-Saison gegen den TuS Erndtebrück veranstaltet hat, maßlos untertrieben. Sieben Tore schossen die Adlerträger – die Gäste aber trafen am schönsten.

Ungleiches Duell: Ali Cirak (r.) und Preußen Münster II zerlegten den TuS Erntebrück - hier mit Lars Schardt (l.) - in seine Einzelteile. Foto: Peter Leßmann

Das war schlicht sensationell, was Preußen Münster II zum Oberligastart gegen den TuS Erndtebrück aus dem Wittgensteiner Land, 2:0-Sieger im einzigen Vergleich der Vorsaison, auf seinem Kunstrasen über 90 und mehr Minuten ablieferte. Die dank größter Fitness lauf- und zweikampfstarke sowie spielerisch gewitzte Elf von Coach Kieran Schulze-Marmeling beschäftigte den Gegner eine Halbzeit lang nahezu pausenlos, um ihn dann auseinanderzunehmen bis zum 7:1 (1:0)-Triumph – dem Rekordsieg seit dem Aufstieg 2019.

Es gab ein paar herausragende Preußenspieler an diesem Tag und keinen einzigen schwächeren. Dass der TuS sein Tor von der Mittellinie aus erzielte, war nur eine abzuhakende Randnotiz. „Inhaltlich und athletisch hat die Elf alles umgesetzt“, sagte ihr Trainer, der glücklich war, weil seine Preußen – denen Stürmer Luca Steinfeldt auch noch fehlte – nicht in bekannte Muster verfielen und in Führung liegend nachließen, sondern trotz der Hitze komplett durchzogen und im Elan sowie Bock auf Treffer keine Sekunde nachließen. „Großartig war das“, strahlte Schulze-Marmeling, der Noah Kloth, Kevin Schacht und Deniz Bindemann aus dem Profikader einsetzte.

Di Pierro und Demirarslan ragen heraus

Mit großem Willen, direkt Dominanz auszustrahlen, gingen die Adlerträger ran, bewegten den Gast mit Seitenwechseln, nahmen ihm im Spielaufbau Bälle ab und preschten im gewünschten Überzahlspiel auf der rechten Seite mit Marvin Benjamins und Marius Mause vor. Erstgenannter traf auf die Torlatte (14.) und setzte bestens Nick Selutin links in Szene, der im zweiten Anlauf traf (23.). Erndtebrück, jetzt mit sechs Japanern im Saisonkader, hatte nur einen guten Abschluss und vor allem in der Defensive schwer zu schuften. Den Vergleich der Kollektive hatte die Truppe von Cheftrainer Stefan Trevisi schon verloren.

Mit Elias Demirarslan, der den verletzten Benjamins ersetzte und auf der für ihn ungewohnten Position acht fortan brillierte, fielen die Preußen binnen Minuten regelrecht über die perplexe und unzulänglich verteidigende Gäste-Elf her. Der pausenlos antreibende und jeden Meter machende Francesco di Pierro traf nach Mause-Flanke zentral freistehend (51.) und legte direkt das 3:0 (53.) nach, weil ihn Demirarslan auf engstem Raum bestens bediente. Dann schoss sich Selutin zum Doppeltorschützen gegen die restlos desorientierten Gäste (55.).

Inada trifft vom Anstoßpunkt

„Wir haben den Gegner vor der Pause müde gespielt und waren dann immer hungrig auf Tore“, sagte Schulze-Marmeling. Bindemann, enorm einsatzfreudig und laufstark, scheiterte zweimal, aber Mause machte das 5:0 nach Schachts Hereingabe (75.).

TuS-Techniker Chihiro Inada war anschließend so gefrustet, dass er nach Anstoß vom Mittelkreis aus fulminant auf Veith Waldes SCP-Gehäuse schoss und traf (76.). Das seltene Kunststück blieb die Ausnahme, nicht aber Preußens Dampf und Spielwitz. Der eingewechselte Ex-Kinderhauser Marvin Kehl zeigte zweimal seine technische Qualität am Ball und traf doppelt (77. und 84.), eingesetzt von Bindemann und Demirarslan. Bei den sieben Stück beließen es die Nimmersatten.

SCP: Walde – Pohl, Kloth, Cirak (84. Sikorski), Schacht – Benjamins (46. Demirarslan), Korte (78. Koopmann), Di Pierro (67. Kehl) – Mause, Bindemann, Selutin (75. Overhoff)

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