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Fußball: Regionalliga West

„Ist schon Wahnsinn“  Preußen haben in Stürmer Wooten ihren Torjäger gefunden

Münster

Sechs Scorerpunkte nach drei Partien sind aller Ehren wert. Andrew Wooten hält bislang, was er verspricht. Der neue Mittelstürmer von Preußen Münster weiß genau, woran das liegt. Doch sein Trainer Sascha Hildmann schätzt nicht nur die Torquote des US-Boys.

Der Ball im Tor, der Stürmer auf dem Weg zum gemeinsamen Jubel: Andrew Wooten hat gut eingeschlagen bei Preußen Münster. Foto: Jürgen Peperhowe

Genau das hatten sich die Verantwortlichen von Preußen Münster erhofft, als sie im Juni Andrew Wooten als zentrale Spitze holten. Drei Ligaspiele sind absolviert, dreimal hat der US-Amerikaner getroffen, drei Assists darf er zudem für sich verbuchen. Diese Bilanz kann sich sehen lassen.

Für ihn selbst ist es eine ganz einfache Rechnung. „Ich habe jetzt einen Trainer, der mir Vertrauen schenkt. Das gilt auch für den ganzen Verein. Wenn das in der Vergangenheit so war, habe ich immer meine Tore gemacht.“ Ob Coach Sascha Hildmann das wusste? Ob Sportchef Peter Niemeyer das geahnt hat? Vermutlich. Denn, dass der 32-Jährige die Nummer eins im Sturm ist, stand recht früh in der Vorbereitung fest – obwohl die Konkurrenz mit Gerrit Wegkamp und Deniz Bindemann durchaus namhaft war und ist.

Wichtige Scorerpunkte

Die Scorerpunkte von Wooten waren nicht unwichtig. Sein 1:1 zum Auftakt gegen Wattenscheid (4:1) entsprang einer Halbchance und war die umgehende Antwort auf den Rückstand. Den 1:0-Siegtreffer in Wiedenbrück legte er ideal für Yassine Bouchama auf. Und am Freitag beim 5:0 gegen Bocholt köpfte der Angreifer vor dem vorentscheidenden 2:0 die Kugel in den Lauf von Nicolai Remberg, ehe er noch zweimal traf und dabei den von ihm verwandelten Strafstoß persönlich heraus holte.

Obwohl Henok Teklab den ersten Strafstoß der Saison verwandelt hatte, schnappte sich Wooten die Kugel. „Den wollte ich unbedingt nehmen.“ Dass der Gefoulte laut Fußballfloskel nicht antritt, war ihm egal. „Diese Regel gibt es doch schon lange nicht mehr“, lachte der stets gut gelaunte und höfliche Neuzugang vom VfL Osnabrück. 100-prozentig zufrieden war er aber auch nach diesem glatten Erfolg nicht. „Ich habe mich etwas geärgert, dass ich in der ersten Hälfte ein-, zweimal an einem Tor vorbeigerutscht bin. Dann war da auch noch Pech mit der Latte ... Aber ich habe das Versäumte ja zum Glück nachgeholt.“

Hildmann ist begeistert von Wooten

Von Hildmann erhält der Nordamerikaner sowieso fast immer Bestnoten. „Wie er die Bälle durchsteckt, wie er immer anspielbar ist und permanent fleißig vorne anläuft, das ist schon Wahnsinn“, sagte der Pfälzer.

Vergessen ist jedenfalls die schwere Zeit, die Wooten nicht nur an der Bremer Brücke, sondern davor auch bei Admira/Wacker Mödling und in den USA bei Philadelphia Union erlebte. Der Mittelstürmer hat seinen Flow wiedergefunden und gibt den Preußen genau das, was sie in den vergangenen Jahren schmerzlich vermisst hatten: einen klassischen Knipser.

Dass der bis dato letzte, auf den dieses Attribut zutraf, 2012/13 mit Matthew Taylor auch ein US-Amerikaner war, passt ins Bild. Der Wooten-Vorgänger war damals 15-mal erfolgreich. Eine Quote, die der ehrgeizige Torjäger packen sollte, wenn nichts dazwischen kommt. Die Träume vom Aufstieg, die in der Vorsaison auch wegen der fehlenden Gier nach deutlicheren Resultaten, wenn Spiele schon gewonnen waren, platzten, reifen mit jedem weiteren Treffer. Wooten zeigt, dass er nicht so schnell satt ist.

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