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Fußball: Regionalliga West

„Mit Wut im Bauch“: Preußen wollen gegen Düren endlich jubeln

Münster

Trotz der Negativ-Serie vermeiden sie an der Hammer Straße das Wort Krise. Mit Wut im Bauch geht Preußen Münster nun am Samstag in die Ligapartie gegen den 1. FC Düren – und wollen endlich wieder jubeln.

Von André Fischer

Henok Teklab ist nach der Niederlage in Oberhausen bedient. Am Samstag gegen Düren dürfte er wieder erste Wahl sein. Foto: Jürgen Peperhowe

Wenn die Emotionen hochkochen. Sascha Hildmann hat prominente Vorgänger. Ex-Bundestrainer Joachim Löw wird wie Dieter Hecking als Fußball-Lehrer des VfL Wolfsburg, um nur zwei zu nennen, während eines Spiels auf die Tribüne verbannt, beide bekommen nach wiederholtem Reklamieren die Konsequenzen durch den Spielleiter zu spüren. Keine Chance!

Schon respektvoll, aber doch wild gestikulierend will auch Hildmann beim Kick in Oberhausen den Mann in Schwarz darauf hinweisen, dass er mit der einen oder anderen Entscheidung nicht gänzlich einverstanden ist – und muss die zweiten 45 Minuten aus einem ganz anderen Blickwinkel abseits der Bank verfolgen. Ärgerlich für den 50-Jährigen, dessen Laune nach der 2:3-Niederlage nicht besser wird. „Ich bin abends noch etwas essen gegangen, habe mit meiner Frau und Tochter telefoniert“, verrät er. Am Tag drauf sucht er die Muckibude auf, trainiert um runterzukommen. „Das funktioniert ganz gut.“ Muskeln und Brust gestählt, Hildmann hat den Frust physisch, aber auch auch im Geiste verarbeitet, blickt dem Duell mit dem 1. FC Düren am Samstag um 14 Uhr im Preußen-Stadion hoffnungsfroh entgegen. Nach vier sieglosen Pflichtspielen in Serie geht der SCP mit „Wut im Bauch“ auf die grüne Wiese, wie der Coach bestätigt.

"Wir wollen endlich wiedder feiern"

„Wir sind voll konzentriert, wollen endlich wieder feiern“, sagt Alexander Hahn. Der 29-jährige Abwehrspieler wird bei RWO vom Platz gestellt. Eine Fehlentscheidung durch den Unparteiischen – der Westdeutsche Fußballverband hat den Abwehrspieler unter der Woche freigesprochen, „Alles andere wäre eine Farce gewesen“ – Hildmann sieht sich bestätigt und freut sich, dass Hahn mitmischen darf. In den Kader rücken auch Deniz Bindemann nach seiner Erkältung und möglicherweise Kevin Schacht (Gehirnerschütterung).

Es wird Veränderungen geben, das kündigte der Pfälzer an. Taktisch wie personell. Wie die aussehen? „Ich werde erst mit den Spielern sprechen“, so Hildmann. ­Sicher scheint, das Henok Teklab in die erste Elf rotiert. „Mein Knie hält, ich möchte wieder von Beginn an ran“, brennt der quirlige Flügelspieler auf seinen Einsatz. Auch der bullige Gerrit Wegkamp ist eine Option. Wieder erste Wahl im Tor ist Max Schulze Niehues nach seinem Magen-Darm-Infekt.

Hildmann erinnert an die Vorsaison

Trotz der Negativ-Serie vermeiden sie an der Hammer Straße das Wort Krise. „Von all dem lasse ich mich nicht leiten“, macht Hildmann deutlich. Und erinnert: „Am 16. Oktober 2021 waren wir Fünfter mit vier Zählern Rückstand auf RW Essen, die noch ein Spiel weniger hatten. Auch damals bin ich ruhig geblieben, alles andere macht in dieser frühen Phase keinen Sinn. Ich habe immer gepredigt, dass wir nicht jedes Spiel gewinnen werden.“

4400 Karten sind verkauft, zwölf Karten gehen nach Düren. Ein kleines Grüppchen wagt sich vom Nordrand der Eifel gen Münster.

SC Preußen: Schulze Niehues – Langlitz, Scherder, Hahn, Lorenz – Grote, Remberg, Bouchama – Oubeyapwa, Wegkamp, Teklab

Liveticker am Samstag: www.wn.de/scp

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