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Fußball: Regionalliga West

„Interne Verantwortung“: Aufsichtsratschef Westermann will bei Preußen weitermachen

Münster

Seit 2016 ist Frank Westermann Vorsitzender des Aufsichtsrats von Preußen Münster. Im Januar, wenn die Jahreshauptversammlung des Clubs ansteht, tritt der 64-Jährige erneut zur Wahl an. Auch weitere Personalien werden Anfang des Jahres geklärt.

Frank Westermann ist seit 2016 im Aufsichtsrat der Preußen und wurde wenige Wochen, nachdem er zum Verein gestoßen war, auch dessen Vorsitzender. Nun kandidiert er für eine dritte Amtsperiode. Foto: Jürgen Peperhowe

Zweimal musste Preußen Münster zuletzt mit der Jahreshauptversammlung in den Sommer sowie ins eigene Stadion ausweichen. Nun soll alles wieder in den üblichen Bahnen ablaufen. Am 15. Januar bittet der Regionalligist um 11 Uhr in die Stadthalle Hiltrup. Gewählt wird dann auch der Aufsichtsrat. Dessen Vorsitzender Frank Westermann wirft erneut seinen Hut in den Ring – und mit ihm ein Großteil seiner Gremienkollegen. „Unsere großen Projekte sind noch nicht abgeschlossen“, sagt er und meint damit nicht nur die Rückkehr in die 3. Liga, sondern vor allem auch den Umbau des Stadions. „Ich sehe eine interne Verantwortung, aber zugleich eine gegenüber der Politik“, so der Jurist.

Wichtig sei vor allem die Kontinuität bei den handelnden Personen aufseiten des Vereins. Grundsätzlich gilt die Zusammenarbeit mit den Parteien und auch der Verwaltung als sehr vertrauenswürdig, auch wenn es zuletzt Irritationen bei der Modulreihenfolge um den Stadionumbau gab. „Wir als Verein, aber auch die Fans, die in ihrer Arbeitsgruppe eine außerordentliche Arbeit leisten, haben einen gewissen Dissens bei der Anordnung der Ausbaustufen erkannt. Aber das ist ein normaler Prozess“, sagt Frank Westermann.

Ratsbeschluss gilt als wegweisend

„Wir haben auch unsere Fachleute, die uns sagen, wie und wann wir welche Dinge am besten umsetzen.“ Der Ratsbeschluss zu diesem Thema am 14. Dezember gilt als wegweisendes Datum. Neben Westermann sitzen noch acht weitere Vertreter im Aufsichtsrat. Gewählt wurden vor drei Jahren auch sein Stellvertreter Jürgen Becker, Thomas Pfeifer, Wilfried Roth, Bernward Maasjost und Clemens Große Frie.

Umgehend kooptiert wurde Jochen Terhaar, 2021 folgte Christoph Mangelmans und vor wenigen Wochen dann Thomas Röttgermann. Die allermeisten haben bereits ihre Bereitschaft signalisiert, sich erneut aufstellen zu lassen. „Ich möchte niemandem persönlich vorgreifen, aber aus diesem inneren Kreis werden wir mindestens zu sechst auf der Liste stehen“, so Westermann. Ihm wäre es am liebsten, wenn noch ein siebter oder achter Kandidat hinzukäme. Aus einem einfach Grund: Sollte ein Mitglied des Gremiums – aus welchem Grund auch immer – ausscheiden, müsste bei nur sechs gewählten Köpfen sofort eine Neuwahl erfolgen. Andernfalls hingegen könnte ein Anwärter mit den siebt- oder achtmeisten Stimmen nachrücken.

Westermann hebt die „vielen unterschiedlichen Kompetenzgebiete“ hervor, schließt aber auch nicht aus, dass „ein, zwei Ergänzungen oder neue Gesichter nachrücken“. Der 64-Jährige weist zugleich darauf hin, dass es allen Interessierten außerhalb des eigenen Zirkels offen stehe, zu kandidieren. „Natürlich obliegt den Mitgliedern das finale Votum.“

Vorstand wird im Anschluss berufen

Im Anschluss an die Versammlung wird dann satzungsgemäß relativ zeitnah der künftige Vorstand berufen, der maximal aus fünf Personen bestehen darf. Momentan sind das Präsident Christoph Strässer, Siggi Höing, Bernd Homann, Hans-Jürgen Eidecker und Burkhard Brüx. Ob der Clubchef noch eine dritte Amtsperiode anstrebt, ist bisher noch nicht bekannt geworden. Diese Frage hatte er Mitte des Jahres bewusst offen gelassen. „Ich kann noch keine Antwort geben. Ich bin 73. Aber es ist jetzt auch die Phase, in der es mir in den sechs Jahren am meisten Spaß macht“, hatte Strässer im Juni gesagt.

Ein Name, der immer wieder auftaucht, wenn es um die Zukunftsplanung geht, ist Christian Pander. Seit Juli ist er auch ohne offizielles Amt in beratender Funktion für den Club aktiv. Ob er ein Thema für die Preußen-Gremien werden könnte? „Ein klares Ja. Das könnte ich mir vorstellen“, so Westermann. Er schränkt zugleich ein, dass noch keine konkreten Verabredungen bestehen.

So oder so wird es im Januar, wenn der Ligabetrieb ruht, einige Weichenstellungen im Verein geben.

Die offiziellen Einladungen zur Versammlung sowie die Tagesordnung werden laut SCP satzungsgemäß und fristgerecht im Laufe der nächsten Wochen auf dem Postweg Clubs zugestellt.

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