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Fußball: Regionalliga West

Preußen-Pluspunkte für die Joker: Wegkamp und Kok nutzen ihre Chance

Köln

Ganz offensichtlich ist Gerrit Wegkamp einer der Akteure, mit denen Preußen Münster in den vergangenen Wochen die Trendwende schaffte. Auch Thomas Kok hat als Chef der Dreierkette erkennbar zum Umschwung beigetragen. Doch sie sind nicht die einzigen, die aktuelle Lob kassieren.

Gerrit Wegkamp (l.), der sein Tor mit Vorbereiter Dennis Grote bejubelte Foto: Jürgen Peperhowe

In Aachen und Oberhausen hatte Preußen Münster noch Schiffbruch erlitten, im dritten Anlauf klappte es aber mit dem Sieg bei einem Mitfavoriten. Das 3:1 bei Fortuna Köln hinterließ überglückliche Gesichter im Lager von Preußen Münster. „Das war ein ganz hartes Stück Arbeit, denn der Gegner hatte richtig Qualität und spielt einen guten Ball“, sagte Torschütze und Vorlagengeber Gerrit Wegkamp. „Aber wir haben genau das geleistet, was nötig war. Trotzdem gibt es viel, was wir besser machen können.“

Der Stürmer erlebt gerade einen Aufschwung, den vor wenigen Wochen nicht viele erwartet hätten. Sein sechstes Saisontor war einmal mehr Beleg für die ansteigende Form. „Ich hatte gehofft, dass Dennis Grote den Ball schnell zu mir weiterleitet, und gedacht, dass der Torwart normalerweise noch nicht wieder im Kasten sein kann“, beschrieb der 29-Jährige sein Tor zum 1:0. „Ein guter Angreifer muss immer wissen, wo das das Tor ist“, fiel ihm Kollege Thomas Kok ins Wort. Doch auch der Niederländer hatte fleißig Pluspunkte gesammelt, obwohl er im Zentrum der Dreierkette gut zu tun hatte. „Der Lars Lokotsch hatte immer eine Hand an mir, damit ich nicht an ihm vorbeikomme. Das war nicht leicht, aber wir haben auch viele wichtige Zweikämpfe gewonnen.“

Langlitz kam im richtigen Moment

Kok und Wegkamp sind zweifellos zwei Gewinner der jüngsten drei Siege. Aber im Südstadion setzten sich auch die Joker in Szene. Alexander Langlitz kam genau im richtigen Moment und dichtete die rechte Seite in der Schlussphase ab. Das 3:1 entsprang dann einem Konter über Simon Scherder, Deniz Bindemann und Thorben Deters – alle drei waren eingewechselt worden.

Das hatte auch Coach Sascha Hildmann registriert, der in vielen Fällen darauf achtet, dass die Akteure, die ihren Stammplatz verloren haben, nicht komplett außen vor sind, sondern weiter Einsätze bekommen. Der Pfälzer fand aber auch den Auftritt der ersten Elf durchaus beeindruckend. „Es war klar, dass wir Köln nicht überrollen. Aber die Jungs haben nie den Kopf verloren, sind stabil geblieben.“ In der Phase nach dem Fortuna-Ausgleich, als der Gastgeber gerade in den Zweikämpfen giftiger schien, habe der SCP „vielleicht kein Risiko“ eingehen wollen und stattdessen lieber sicher gestanden.

Umstellung ausschlaggebend

Ausschlaggebend war laut Hildmann aber auch eine Umstellung, die wohl nicht jeder mitbekommen hatte. Weil der Aufbau des Gegners über Maik Kegel und Adrian Stanilewicz Probleme machte, schob Nicolai Remberg gegen den Ball eine Position vor und deckte effektiv mit. „Das war der Schlüssel“, so der Coach, der aber auch Henok Teklab „gute Umschaltmomente“ attestierte und sich für die Torjäger Wegkamp und Andrew Wooten „total freute“. Die Preußen gehen in einem Hochgefühl am Samstag ins Duell mit dem Wuppertaler SV, dem nächsten großen Namen.

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