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Fußball: Regionalliga West

Preußen-„Brain“ Menzel trifft auf seine alte Liebe Wattenscheid

Münster

Harald Menzel ist beim SC Preußen Münster nicht nur als Teammanager für das Organisatorische zuständig. Nein, der 57 Jahre alte Teamleiter von der AOK ist gemeinsam mit Spieler Simon Scherder praktisch der Dienstälteste beim SCP. Viele kamen, viele gingen, aber „Harry“ ist immer noch da - seit 2006.

Von Alexander Heflik

SCP-Trio: Trainer Sascha Hildmann, Sportchef Peter Niemeyer und Teammanager Harald Menzel.

Vermutlich gewinnt Harald Menzel selbst gegen Urgestein Simon Scherder auf dieser Zeitachse. Zumindest herrscht Gleichstand. Im Jahr 2006 stieß der jungenhafte Scherder als Nachwuchsspieler zum Verein, Menzel kam als Co-Trainer an der Seite von Georg Kreß zum Oberliga-Absteiger Preußen Münster. Beide sind geblieben. Scherder weiterhin als Spieler, Menzel in diversen Funktionen. Aktuelle Jobbeschreibung: Teammanager.

Menzel, Jahrgang 1965, kümmert sich um alles Organisatorische rund um die Regionalliga-Mannschaft. Er ist das „Brain“, der Wissensspeicher im Hintergrund der Mannschaft. Wenn sich irgendwo in der Regionalliga sich etwas tut, dann hat Menzel das auf dem Radar. Er besitzt ein großes Netzwerk, hört sich um, und er sagt: „Ich lese extrem viel.“

Weniger wohl Literatur als vielmehr die einschlägige Fachpresse, dazu ausgewählte Foren. Letzte Info von „Harry“: „Könnte sein, dass Wuppertal noch Daniel Keita-Ruel holt.“ Der 32-Jährige ist Stürmer, kommt auf 100 Zweitliga-Spiele (32 Tore) und ist nach Engagements in Fürth und Sandhausen aktuell ohne Club.

Wattenscheid 09 ist längst Geschichte

Am Samstag sieht er dem Saisonstart gegen die SG Wattenscheid 09 im eigenen Stadion gelassen wie immer entgegen. „Mittlerweile hat sich das gelegt“, sagt er, und meint die Verbindungen, die er einst nach Wattenscheid hatte. Er stieg mit der SG auf, war in den 90er Jahren zur Bundesliga-Zeit in mehreren Funktionen für den Verein aktiv – auch als Pressesprecher. „Ja, seit über 30 Jahren bin ich im Fußball tätig.“

Bei der AOK leitet der 57-Jährige zehn Kundencenter, die restliche Zeit verbringt er wohl beim SCP. Und wenn noch ein paar Stündchen übrig bleiben? „Da ist ja noch der große Garten.“ Ehefrau Heike macht das alles mit, sie hat ihr privates Steckenpferd im Tierschutz gefunden.

Zurückhaltung beim Meistertipp

Samstag also Saisonstart in Münster, 16 Jahre ist er schon im Club. Na klar, er möchte seinen Teil beitragen zu einem möglichen Aufstieg, auch das überbaute und dann neue Stadion erleben.

Über die Mission 3. Liga will er nicht so gerne reden, außer: „Wuppertal und Rödinghausen werden oben mitmischen. Kölns Zweite darf nicht unterschätzt werden. Das sind die, die mit uns oben mitspielen werden.“ Aber, so Menzels Erfahrung, alles kann am Ende auch ganz anders laufen.

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