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Fußball: Regionalliga West

„Musste erst reinkommen“: Teklab nimmt neue Rolle an – und hofft auf Schalke

Münster

Henok Teklab streitet nicht ab, dass er sich mit seiner neuen Rolle bei Preußen Münster erst engagieren muss und musste. Doch die Partie bei RW Ahlen war ein großer Schritt nach vorn. Auch von einer kleinen Verletzung lässt sich der gerade 24-Jährige voraussichtlich nicht stoppen.

Von Thomas Rellmann

Nicht selten gab es solche Momente in Ahlen: Henok Teklab bleibt am Ball, Davud Tuma (l.) hadert. Foto: Jürgen Peperhowe

Schon am Sonntag kam die Entwarnung. Nichts gebrochen, nichts gerissen. Henok Teklab, der beim 3:0 von Preußen Münster in Ahlen am Samstag nach gut einer Stunde ausgewechselt werden musste, hatte Glück im Unglück. Schon in der vergangenen Woche waren leichte Knöchelprobleme aufgetreten, nach einem Tritt von Gegenspieler Davud Tuma ging nichts mehr. Eine Vorsichtsmaßnahme. Der Münsteraner war nach dem Abpfiff beim Feiern mit den Fans wieder mittendrin und gab sich hoffnungsvoll.

Mittwoch, wenn die Partie beim FC Schalke 04 II nachgeholt wird (Anstoß 18 Uhr), möchte der Dribbler dabei sein. Denn auf seiner neuen Position als quasi alleiniger Flügelspieler im 3-5-2 machte er bei RWA einen großen Schritt nach vorn. Er war bis zum Aus sogar so auffällig, dass ihn Andreas Zimmermann, Coach der Gastgeber, explizit hervorhob, als er die Probleme seiner Mannschaft auf außen schilderte.

„Diesmal lief es schon viel besser“

Das Debüt im neuen System, in dem Universalqualitäten gefragt sind, klappte vor drei Wochen in Düsseldorf hervorragend. „Ja, das war ganz gut“, sagt Teklab. „Aber danach habe ich mich zwei Spiele lang schwer getan. Da durfte man auch defensiv mehr von mir erwarten.“ In Köln, beim 3:1-Sieg setzte der 24-Jährige zwar immer mal wieder Akzente, hatte gegen den Ball allerdings auch einige Male das Nachsehen. Eine Woche später gegen Wuppertal bereitete ihm der flinke Kevin Hagemann auf seiner Seite immer wieder Kopfzerbrechen. „Ich gebe zu, es ist schon etwas ganz anderes, wenn direkt hinter einem jemand absichert. Da lässt sich offensiv auch viel mehr machen. Ich musste da erst mal reinkommen, auch wenn ich in meiner Karriere schon ab und an in dieser Rolle gespielt habe“, sagte Teklab, der seit seinem Wechsel nach Münster 2021 immer links oder rechts im Dreiersturm unterwegs war, in Ahlen. „Aber diesmal lief es schon viel, viel besser.“

Ein Grund lag für ihn auch in der Ausrichtung des Münsterland-Rivalen. „Die Gegner zuvor haben uns gespiegelt, das hat es für mich schwerer gemacht. Ahlen hat jetzt mit einer Viererkette gespielt, was mir mehr Räume brachte.“ Gerade Tuma lief dem Preußen-Flügelflitzer immer wieder hinterher. Kein Zufall, dass er auch das 1:0 durch Andrew Wooten vorbereitete. Wobei das Anspiel eigentlich als Torschuss gedacht war und nicht als Vorlage. „Wir sind wirklich oft durchgekommen und haben unsere Stärken ausgespielt. Allerdings hätten wir ein paar Tore mehr machen müssen.“

Teklab hatte auch schon Tiefs

Teklab, der in dieser Saison schon fünf Tore und sechs Assists gesammelt hat und in der vergangenen bester Vorbereiter war, hatte allerdings auch schon mit Tiefs zu kämpfen. Eine Muskelverletzung, ein Ausflug nach Paderborn, schwächere Auftritte, Spekulationen um höherklassige Angebote – trotzdem bleibt er für Coach Sascha Hildmann unverzichtbar. Klagen über die veränderte Statik kamen ihm bisher nicht über die Lippen. Und den Trend, den er in Ahlen einleitete, würde er nur zu gern schon am Mittwoch in Gelsenkirchen fortsetzen. In einer Partie, in der die Preußen ganz viel gewinnen können, wie der Blick auf die Tabelle (bis zu sieben Punkte Vorsprung möglich) belegt.

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