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Fußball: Regionalliga West

Nur zwei Verbote: So nutzen die Preußen-Profis ihre Instagram-Accounts

Münster

Ein guter Auftritt in sozialen Medien gehört für viele Sportler zum Pflichtprogramm. Das ist bei Preußen Münster nicht anders. Welcher Spieler die meisten Follower hat, wer besonders aktiv ist und wer seinen Account deaktiviert hat, lesen Sie hier.

Wie viele andere Sportler sind auch etliche Preußen-Kicker bei Instagram aktiv. Foto: Lisa Stetzkamp

Twitter? Zu politisch, zu wenig Farbe. Facebook? Seit Jahren auf dem absteigenden Ast, dazu viel Hatespeech … Das soziale Medium für Fußballer heißt längst Instagram. Hier wirkt die Welt, zumindest meistens, noch in Ordnung und die Sprache der Bilder gefragt. Im Kader von Preußen Münster ist ein Account kein Muss, aber die allermeisten Spieler sind vertreten. Die einen halten sich mehr im Hintergrund wie die Routiniers Dennis Grote oder Alexander Langlitz, andere geben richtig Gas. Shaibou Oubeyapwa zum Beispiel, der freut sich über jede Erwähnung, über jede Story, in der sein Name auftaucht.

Auch Nicolai Remberg hat die Bedeutung seines Kanals längst erkannt. Spielankündigungen vom Verein oder Sporttotal.TV mit seinem Konterfei teilt er regelmäßig, coole Zweikampfszenen oder Emotionsbilder des Clubfotografen ebenfalls. Ganz ähnlich halten es Henok Teklab oder Yassine Bouchama. Aktiv, aber etwas dosierter unterwegs sind die Routiniers Max Schulze Niehues und Simon Scherder.

Lorenz und Ghindovean sind vorne mit dabei

Das begehrte Häkchen, das eine Verifizierung von Instagram bedeutet, gibt es nicht für jeden und zumeist ab einer bestimmten Followerzahl. Keeper Tom Müller hat eins, er besitzt auch noch viele Anhänger in der alten Heimat beim Halleschen FC oder Carl Zeiss Jena. Das gilt so ähnlich für Manfred Kwadwo, der auch schon einige Vereine gesehen hat. Die Top drei unter den Preußen-Kickern verpassen beide trotz dieses blauen digitalen Gütesiegels.

Dort stehen an dritter Stelle Kapitän Marc Lorenz (5451), der ja bis vor wenigen Monaten noch Zweitliga-Profi war und seinen Account behutsam und gezielt pflegt. Zweiter ist Darius Ghindovean, dem nicht nur viele Anhänger des MSV Duisburg noch folgen, sondern auch zahllose User aus der Heimat oder der rumänischen Community hierzulande. Der 21-Jährige bearbeitet seine Seite aber auch durchaus professionell. Mehr als 11 000 Follower sind schon eine echte Marke.

Ein Neuzugang ist Preußens Instagram-König

Getoppt, und zwar um mehr als das Zehnfache, wird sie allerdings von einem Mann. Andrew Wooten, Neuzugang des Sommers und ausgemachter Torjäger, kommt auf weit über 133 000 Fans bei Instagram. Das lässt sich leicht erklären, denn in den USA, wo der 32-Jährige ja auch mal ein Jahr für Philadelphia Union spielte, ist das Medium noch mal um Längen populärer als in Deutschland, wo sich der Stürmer als Goalgetter in der vergangenen Dekade aber auch reichlich Anhänger verschafft hat.

So viele Instagram-Follower haben die Preußen-Spieler. Foto: Lisa Stetzkamp

„Ich mache gar nicht so viel, eigentlich ist Instagram gar nicht so meins“, sagt der Angreifer aber bescheiden. Der frühere Frankfurter Bundesliga-Profi Marco Fabian, mit dem er in der MLS zusammenspielte, hat über eine Million „Gefolgsleute“. Von denen sind nach gemeinsamen Bildern Wooten einige zugeflogen. Eine alte Fußballbinse lautet: „Niemand ist größer als der Verein.“ In diesem Fall trifft das nicht so ganz zu. Denn der SCP kommt nur auf einen Bruchteil des Wooten-Zuspruchs (34 701). Was für einen Viertligisten dennoch ein überragender Wert ist.

Auch der Trainer ist aktiv

Den darf auch Sascha Hildmann für sich verbuchen. Der Trainer zeigt gern Jubelfotos oder sich beim Coaching. Und im Urlaub immer mal wieder Angelerfolge auf hoher See. „Anfangs hat meine Tochter Luisa das für mich gemacht. Jetzt habe ich es selbst in die Hand genommen. Ich poste kein Essen, nur Dinge, die mir Spaß machen, zum Beispiel Videos unserer Fans“, sagt der Pfälzer. Er kommt auf fast 5000 Follower (viele davon Anglerkollegen und -Experten) samt Haken, Tendenz steigend. „Ich kriege so auch viel mit, was nebenan passiert.“

Deters hat seinen Account gelöscht

Sportchef Peter Niemeyer hält sich dagegen etwas bedeckter, teilt vor allem für den guten Zweck mal Fotos alter Weggefährten und begnügt sich trotz seiner langen Vergangenheit als Erstliga-Akteur mit einer vierstelligen Anzahl. Gäbe es ein Ranking der Preußen, würde sich einer überraschend weit oben einreihen: Zeugwart und Betreuer Helge Dahms, der schon für die DFB-Junioren arbeitete und auch ansonsten bundesweit bestens vernetzt ist, landet mit 2000 Freunden mittendrin.

Verein lässt den Spielern weitestgehend freie Hand

Der Verein lässt seinen Spielern im Umgang mit ihrem Profil weitestgehend freie Hand, sensibilisiert aber vor der Saison für den Umgang etwa mit Bilderrechten. Verboten sind nur Fotos aus der Kabine und Wasserstandsmeldungen bei Verletzungen. In aller Regel gehen alle damit verantwortungsvoll um, Teklabs Post aus Paderborn während der Partie seiner Kollegen in Wiedenbrück ist intern abgehakt. Nicht zu unterschätzen: Der Faktor Preußen kann auch pushen. Neuzugang Dildar Atmaca weiß das, er hat seit seiner Verpflichtung mehrere 100 neue Fans registrierte.

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