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Fußball: Regionalliga West

Früher Preußen, jetzt RW Ahlen – Borgmann genießt den Dauer-Einsatz

Münster

Wiedersehen macht Freude, zumindest vor dem Spiel – und im Optimalfall auch danach wieder. Während der 90 Minuten will Ex-Preuße Jannik Borgmann den alten Kameraden mit seinem neuen Club RW Ahlen am Samstag einen ekligen Nachmittag bereiten.

Von Thomas Rellmann

Ungewohnt: Jannik Borgmann (l.) nicht im Preußen-Trikot, sondern im rot-weißen Ahlener Dress. Foto: imago/Krschak

Glück gehabt. Weil Jannik Borgmann nach seiner Roten Karte vor zwei Wochen gegen den 1. FC Düren mit einem Spiel Sperre davonkam, ist das Wiedersehen mit Preußen Münster nicht gefährdet. Nach sechs Jahren verließ der Innenverteidiger den Club im Sommer, auch mit dem Ziel, mehr Praxis zu generieren. Hat geklappt. Bis zur Notbremse im Kellerduell verpasste er keine Minute für RW Ahlen.

„Das war das, was ich wollte. Endlich jede Woche auf dem Rasen stehen“, sagt der seit Samstag 25-Jährige. Beim SCP war seine Verlässlichkeit geschätzt, aber zumeist langte es nur zum vielseitigen Backup fürs Zen­trum oder die linke Site. „Ich wollte Verantwortung tragen. So, wie es gerade ist, ist es perfekt für mich.“ Weiterhin lebt Borgmann in Münster und studiert Erziehungswissenschaften an der Uni. Weil sein neuer Club erst ab 17 Uhr trainiert, verpasst der Abwehrspieler keine Vorlesung mehr. Tagsüber bleibt auch mal Zeit, um alte Mitspieler zu treffen wie etwa die (Ex-)Rheinenser Simon Scherder und Nicolai Remberg sowie Thorben Deters und Thomas Kok.

Augenmerk gilt dem Abstiegskampf

„Natürlich drücke ich Preußen die Daumen für den Aufstieg“, sagt er. Doch das Hauptaugenmerk gehört dem Abstiegskampf mit RWA. „Wir sind leider zu inkonstant, es gab bisher ein Auf und Ab. An guten Tagen können wir jeden schlagen. Aber so ist die Liga in diesem Jahr generell. Wir haben höhere Ansprüche, unsere Situation ist relativ gefährlich, auch wenn’s nach oben auch nur knappe Abstände sind.“

Derzeit sind die Ahlener Zwölfter, aber eben nur einen Punkt vor der Abstiegszone. Die Preußen stehen zwar auf Rang eins. Allerdings sagt Borgmann: „Ich habe ein bisschen das Gefühl, dass das Ganze derzeit nicht ganz so stabil läuft. Wir analysieren die Münsteraner immer, weil sie zuletzt meist zuvor gegen unsere Gegner spielten. Die Qualität ist allemal da.“ Für Samstag hat der Abwehrspieler durchaus Hoffnung. „Alle sind top-motiviert, die Kulisse wird alles geben, und für unsere Gäste ist es immer eklig im Wersestadion. Wir können es selbst gestalten und eine Dynamik entfachen, wenn wir alles raushauen.“

Leistungssport und Studium perfekt vereint

Borgmann fühlt sich aktuell sehr wohl. Die Verbindung zwischen Leistungssport und Studium klappt gut, sein Vertrag läuft bis 2024. Abgeschlossen hat der 1,96-Meter-Schlaks mit dem professionellen Fußball aber noch nicht, immerhin hat er 20 Drittliga-Partien auf dem Buckel. „Generell strebe ich immer nach Höherem. Letztlich liegt es an mir. Für mich persönlich läuft die Saison ordentlich, es tut einfach mal gut, dauerhaft Vertrauen zu bekommen.“ Nach kurzer Pause auch am Samstag wieder. Denn in seiner Abwesenheit verloren die Rot-Weißen 0:5 in Düsseldorf.

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