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Fußball: Jahreshauptversammlung

"Unfassbares geleistet": Preußen-Urgestein Niewöhner nun Ehrenmitglied

Münster

Die Ehrenmitgliedschaft bekam der zum Ende des Monats scheidende Geschäftsführer Bernhard Niewöhner bei der Jahreshauptversammlung von Preußen Münster am Sonntag verliehen. Zudem verabschiedeten die Mitglieder eine Satzungsergänzung. Und das Thema Drittliga-Aufstieg blieb auch nicht unerwähnt.

Von Thomas Rellmann

Bernhard Niewöhner (l.) wurde von Christoph Strässer zum Ehrenmitglied ernannt. Foto: Sebastian Sanders

In eine Hauptrolle war Bernhard Niewöhner in den vergangenen Jahren vermehrt geschlüpft. Als Geschäftsführer steuerte er seit 2016 nach vielen Jahrzehnten für den Nachwuchsbereich das operative Geschehen und erläuterte zuletzt auch auf den Jahreshauptversammlungen von Preußen Münster routiniert die Zahlen. Diesmal jedoch gehörte dem erfahrenen Funktionär nahezu allein das Rampenlicht. Denn seit Sonntag ist der 71-Jährige einziges Ehrenmitglied des Adlerclubs (Manfred Henning trägt zudem die Vereinsnadel am Revers).

Anlass dieser Auszeichnung war der bevorstehende Ruhestand zum 1. Juli. „Er hat Unfassbares geleistet. Es gab keine unterschiedlichen Meinungen beim Blick in die Vita“, sagte Präsident Christoph Strässer. Das Plenum (233 der mittlerweile schon 2523 Mitglieder, 191 davon stimmberechtigt) honorierte all die Verdienste mit mehrmaligem langem Beifall, im Grunde jeder der vielen Redner aus Gremien und anderen Abteilungen sprach dem Tausendsassa Dank aus.

Stadionumbau bis 2027 "sehr ehrgeizig"

Es war der emotionalste Moment einer reibungslosen Veranstaltung, die coronabedingt schon zum zweiten Mal aus dem Januar in den Juni sowie ins Stadion verschoben werden musste. Wie geeint der SCP aktuell auftritt, war auch hier spürbar. Nach 2:41 Stunden und vielen für die Mitglieder erfreulichen Nachrichten – sowohl in der Rückblende als auch mit Blick nach vorn – waren alle Punkte abgehakt.

Strässer deutete zunächst auf die Arbeitsgeräte in West- und Nordkurve. „Erste Anzeichen, dass der Stadionumbau begonnen hat.“ Jetzt gebe es kein Zurück mehr, auch wenn 2027 als Enddatum „sehr ehrgeizig“ sei.

Vorstandskollege Bernd Homann verwies auf die höchste digitale Reichweite aller Regionalligisten bundesweit und sagte: „Der SC Preußen ist deutlich erkennbarer, sichtbarer und präsenter geworden.“ Er versprach, die immer wieder betonte glänzende Jugendarbeit noch mehr in den Fokus zu rücken. Dass immer wieder Talente zu den Profis aufrücken und sogar Jugend-Nationalspieler produziert wurden, belegt die These. Burkhard Brüx, im Präsidium für Fanbelange zuständig, rühmte die „immer konstruktive Zusammenarbeit“.

Niemeyer: "Das ist Wahsinn..."

Nicht zu ersparen war den Anwesenden die Erinnerung an das doppelte haarscharfe Scheitern in Meisterschaft und Pokal. „87 Punkte in 38 Spielen – trotzdem nicht aufgestiegen. Wahnsinn“, meinte Sportchef Peter Niemeyer. „Aber das spornt mich nur an“, sagte er und kündigte weitere Transfers Anfang der Woche an.

Gruppenbild
der Jubilare

Seitens der Führung gab es trotz verpasster Ziele nur Anerkennung. „Ich bleibe dabei, dass es eine großartige Saison war“, so Strässer. „Sie hat viel dazu beigetragen, dass die Anerkennung für den Verein in der Stadt und der Region gestiegen ist. Das merkt man jeden Tag.“ Fast alle Entscheider bekannten sich recht klar dazu, dass der Aufstieg 2023 nachgeholt werden soll. Understatement ist nicht mehr gefragt, zu laut klangen die Forderungen nach Platz eins aber auch nicht. Die Mischung passte.

Preußen-Keeper erläutet Satzungsergänzung

Der letzte Punkt des Tages behandelte eine Satzungsergänzung, deren Hintergrund Max Schulze Niehues am Mikrofon erläuterte. Der Torwart-Dauerbrenner ist auch einer von vier Präventionsbeauftragten im Club.

Weinfurtner berichtet von Projekten

„In den Schulungen hat sich mein Blickwinkel verändert. Es ist wichtig, ein Zeichen zu setzen“, sagte er. Der Paragraf wendet sich gegen „Gewalt, Diskriminierung, Benachteiligung und Manipulation“ und stellt den Schutz von Kindern und Jugendlichen heraus. Er wurde einstimmig abgesegnet. Auch das war keine Überraschung.

Keine Überraschung gab’s bei der einzigen Wahl der Versammlung, der des Revisionsausschusses. Detlef Harms, Helmut Steinkamp und Maik Berning erhielten allesamt ohne Gegenstimme das Vertrauen des Plenums und setzen ihre Arbeit fort.

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