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Fußball: Preußen Münster

Rekordgewinn und neuer KfW-Kredit: So lief das Geschäftsjahr beim SCP

Münster

Die KGaA von Preußen Münster das Geschäftsjahr 2021/22 abgeschlossen. Herausgekommen dabei ist das beste Resultat seit der Ausgliederung 2018 und erst das zweite mit einem Plus. Auffällig war ein Kredit von 1,5 Millionen Euro.

Von Thomas Rellmann

Preußen Münsters Finanz-Geschäftsführer Albrecht Dörries stellte erstmals das Zahlenwerk vor. Foto: Sebastian Sanders

Mit einem Gewinn von 223 000 Euro hat die KGaA von Preußen Münster das Geschäftsjahr 2021/22 abgeschlossen. Das ist das beste Resultat seit der Ausgliederung 2018 und erst das zweite mit einem Plus. Das des Vorjahres wurde durch einen doppelt verbuchten Corona-Zuschuss nachträglich geschmälert. „Das wollen wir nicht verschweigen“, sagte Finanz-Geschäftsführer Albrecht Dörries, der erstmals das Zahlenwerk vorstellte.

Auffällig war ein KfW-Kredit von 1,5 Millionen Euro, der aber vor allem zur Umlagerung von Schulden dient. Die sonstigen Verbindlichkeiten sanken entsprechend, die Gesamtsumme beläuft sich auf 3 382 530 Euro. Eine Kapitalerhöhung von 55 000 Euro wurde umgesetzt.

Eigenkapital ist angewachsen

Das Eigenkapital ist um rund 500 000 auf 2 946 000 Euro angewachsen (laut Bilanz inklusive Kapitalrücklage sind es 6 918 000 Euro). Gleichwohl wurden 160 000 Euro an Darlehen durch Gremienmitglieder getilgt. Während die Corona-Zuschüsse nach Auslauf der Geisterspiele wegfielen, wurden im Ticketing über 2 Millionen Euro mehr als in der Vorsaison eingenommen. Auch die DFB-Pokal-Spiele fielen ins Gewicht. Über Sponsoren generierte der SCP 765 000 Euro zusätzlich, was noch auf die „Aufholjäger“ von 2019/20 zurückgehe. Zeitgleich stiegen Spieltagskosten und Aufwendungen für Hospitality und VIP-Catering wieder um 880 000 Euro.

Auch im Detail prägt die Stadion-Rückkehr der Zuschauer nach den Beschränkungen die Bilanz. Die Erlöse betrugen 7 344 774 Euro (2020/21 waren’s 5 664 777). Der Personalaufwand stieg von 1 657 788 auf 2 070 041 Euro, was Dörries damit erklärte, dass Teile des Staffs der Profimannschaft diesem Posten hinzugefügt wurden.

Wenig Bewegung im Vermögen

Wenig Bewegung gab es, wie der scheidende Finanzvorstand Hans-Jürgen Eidecker berichtete, im Vermögen des e.V., dessen Gesamtwert bei 1 909 870 Euro liegt und damit um 7000 Euro höher als 2021. Das Jahresergebnis (1180 Euro) war wesentlich besser als im Vorjahr (minus 56 800 Euro), was vor allem an den Erträgen lag. Mitgliedsbeiträge, Spenden und sonstige Erlöse wuchsen spürbar. „Der Fokus liegt weiter auf dem Nachwuchs“, so Eidecker.

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