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Fußball: Regionalliga West

Nullacht, Gievenbeck – jetzt ist Amadi plötzlich Preußen-Profi

Münster

Diese Chance möchte sich Joel Amadi nicht nehmen lassen. Der 18-Jährige ist in diesem Sommer aus der A-Jugend in den Profi-Kader von Preußen Münster aufgerückt. Der Außenverteidiger spielte lange für seinen Heimatclub SC Münster 08. Nach einem Jahr beim 1. FC Gievenbeck klopfte der große Nachbar an.

Von Thomas Rellmann

Das erste Training: Joel Amadi (l.) nimmt es mit Kevin Schacht und Manfred Kwadwo (r.) auf. Foto: Sebastian Sanders

Manchmal geht es im Leben eines Fußballers schneller, als er selbst gucken kann. Dabei gehört Geschwindigkeit zu den besonderen Fähigkeiten von Joel Amadi. Doch dass er sich im Sommer 2022 im Profi-Kader von Preußen Münster wiederfindet, hätte sich der 18-Jährige selbst kaum träumen lassen.

Nicht mal einen Monat ist es her, dass Sportdirektor Peter Niemeyer Kontakt zu ihm aufnahm. Dann ging alles recht fix. Am Tag vor dem Trainingsauftakt verkündete der Regionalligist, dass Amadi neben Noah Kloth und Kevin Schacht ins Aufgebot rückt, bei der ersten Einheit stand er schon im Stadion auf dem Rasen.

„Es war für mich eine Überraschung“, sagt der Außenverteidiger, der zumeist über die rechte Seite kommt, aber auch links oder innen auflaufen kann. Gardemaß hat er mit 1,87 Metern schon mal. Auch das ist ein Plus.

Amadi: "... und dann sehen wir weiter"

Die Chance beim SCP ist für den Abwehrspieler auch deshalb eine hohe Anerkennung, weil er – wie auch Rückkehrer Marc Lorenz – in der Stadt aufgewachsen ist. Beim SC Münster 08 machte er die ersten Schritte.

Erst nach der U 17 schloss Amadi sich dem 1. FC Gievenbeck an, zwölf Monate später klopften schon die Preußen an die Tür. Es folgte eine überzeugende Saison in der A-Junioren-Bundesliga. „Ich habe viele Spiele gemacht und gute Leistungen gezeigt“, sagt er. Erst am Ende stoppte ihn ein Bänderanriss im Knöchel.

Geplant sind natürlich auch immer wieder Einsätze in der U 23. In der Oberliga findet er schließlich auch schon ein extrem hohes Niveau vor. „Ich möchte so oft wie möglich spielen, mich integrieren – und dann sehen wir weiter“, sagt Amadi, für den zweifellos schon ein kleiner Traum in Erfüllung gegangen ist.

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