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Fußball: Regionalliga West

Füllkrug-Kumpel Hahn bedauert WM-Aus – und will mit Preußen den nächsten Sieg

Münster

Ganz abgearbeitet ist das wilde 5:4 in der Lohrheide noch nicht, doch Preußen Münster muss im letzten Heimspiel des Kalenderjahres den SC Wiedenbrück in die Knie zwingen. Allerdings fehlt dabei mindestens ein Stammspieler, womöglich sogar noch ein zweiter.

Alexander Hahn (r.) ist bei den Preußen in der Abwehrkette gesetzt. Seinen Brummschädel, den er sich bei einem Kopfball in Wattenscheid zugezogen hatte, war er am Sonntag wieder los. Foto: Jürgen Peperhowe

Mit seinem langjährigen WG-Partner Niclas Füllkrug hatte Alexander Hahn, Abwehrspieler von Preußen Münster, noch kurz nach dem 1:1 gegen Spanien Whatsapp-Kontakt. Auch weil er den DFB-Stürmer aus der Jugend-Zeit bei Werder Bremen in- und auswendig kennt, schmerzte ihn das Aus der deutschen Elf, das er mit den Teamkollegen Andrew Wooten und Darius Ghindovean verfolgte. „Unglaublich, ich hätte in der Halbzeit nie gedacht, dass es so ausgeht. Viele von uns fiebern richtig mit und waren schon traurig. Deutschland ist schließlich eine Fußball-Nation, eigentlich auch eine Turniermannschaft.“

Das Titelrennen mit seinem aktuellen Club beschäftigt den 29-Jährigen jedoch deutlich mehr. Das 5:4 in Wattenscheid bedurfte schon einer ausführlicheren Aufarbeitung als andere Partien. „Das war definitiv kein Spiel, das du einfach so abhakst und in die Schublade steckst. Ich weiß nicht, ob ich sowas schon mal erlebt habe. Aber wir haben unsere Schlüsse gezogen und wissen, was wir besser machen müssen“, sagt der Innenverteidiger. „Klarer bleiben – das ist das A und O.“

Koulis fällt aus, Bouchama ist fraglich

Nun kommt am Samstag (14 Uhr) zum letzten Heimspiel 2022 der SC Wiedenbrück. In der Deckung bekommt Hahn einen neuen Nebenmann. Niko Koulis fällt mit Rückenschmerzen aus. Siegtor-Held Simon Scherder ersetzt ihn. Fraglich ist noch Yassine Bouchama (Infekt). Coach Sascha Hildmann versichert: „Wir haben Wattenscheid analysiert und uns Gedanken gemacht. Über dieses Spiel werden wir noch in 20 Jahren sprechen. Das war ein tiefer Boden und insgesamt anspruchsvoll.“

Ursächlich für den Einbruch waren für ihn die vielen Umstellungen in der Kette. „Es war aus der Not geboren, aber dadurch wurde es wild. Wir wurden aber auch in der Zweikampfführung nachlässiger.“ Abwehr-Mittelmann Thomas Kok würde der Pfälzer immer wieder zur Pause gelbverwarnt rausnehmen. „Der Schiedsrichter hat signalisiert, dass er bei der nächsten Aktion runtergegangen wäre.“

Nächste heikle Aufgabe wartet

Das Happy End, das sich auch in lauter Musik und bester Stimmung auf der Rückfahrt sowie in vielen glühenden Reaktionen der Fans äußerte, glättete die Wogen zumindest nach außen recht schnell wieder. „Ich finde es aber ebenfalls richtig, wenn sich unsere Spieler kritisch äußern“, sagte der Trainer.

Schon fünf Auswärtssiege

Allerdings wartet mit dem SCW schon die nächste heikle Aufgabe. „Wir brauchen eine gute Strafraumbesetzung und zugleich eine Top-Restverteidigung“, sagt Hildmann. „Die Wiedenbrücker verdichten die Räume, schalten super um. Sie haben zuletzt zweimal stark performt und werden mit dem Abstieg nichts zu tun haben. Aber gegen uns haben sowieso alle Messer zwischen den Zähnen.“ Und vor allem suchen fast alle Kontrahenten ihr Heil im Preußenstadion in der Defensive. Also wieder ein Geduldsspiel? Denkbar.

SCP: Schulze Niehues – Scherder, Kok, Hahn – Teklab, Remberg, Grote, Lorenz – Oubeyapwa – Wegkamp, Wooten

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