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Fußball: Regionalliga West

Nach „Witz“-Rot: Preußen legen Einspruch gegen mögliche Hahn-Sperre ein

Münster

Als würden die Auftritte der Preußen in den vergangenen Wochen nicht schon genug Sorgen bereiten, so muss sich Sportchef Peter Niemeyer nun auch noch mit der roten Karte gegen Alexander Hahn beschäftigen. Eine Krise aber sieht er nicht.

Von Alexander Heflik

Beschwört den Teamgeist beim SC Preußen Münster. Sportchef Peter Niemeyer.Foto: Jürgen Peperhowe Foto: Foto: Jürgen Peperhowe

Da werden sich Preußen Münster und Schiedsrichter Johannes Liedtke wohl vor dem Sportgericht wiedersehen, vielleicht ist die Klärung auch vorher möglich. Münster wird, und das bestätigte Sportchef Peter Niemeyer, gegen die Rote Karte für Alexander Hahn beim Auswärtsspiel am Sonntag in Oberhausen Einspruch einlegen. Im Spielbericht schrieb Liedtke, dass der Münsteraner mit der Nummer 42 den Oberhausener Spieler mit der Nummer 11 am Hemdkragen gehalten und eine offensichtliche Torchance verhindert habe. Also Hahn soll Sven Kreyer gezogen haben – und das elfmeterreif und rotwürdig. Aber, und das steht außer Frage, war der Spieler mit der Nummer 15 aufseiten des SCP der Trikotzupfer, das war Simon Scherder.

Übersetzt bedeutet das vor allem, dass es eine Fehlentscheidung war. Außerdem dürfte Liedtkes Strafmaß, auch wenn es als Tatsachenentscheidung praktisch unantastbar ist, zumindest zu debattieren sein. Oberhausens Trainer Mike Terranova sprach von einer klaren Roten Karte für das Trikothalten und verhindern einer Torchance. Auf der anderen Seite versperrte Hahn als unbeteiligter Spieler schon noch den Raum zum Tor, er war der letzte Mann. „Ein Witz“, sagte Hahn, sei diese Entscheidung gewesen.

Diese Baustelle hat Niemeyer nun auch noch, und noch in dieser Woche muss über den Einspruch entschieden werden vom Westdeutschen Fußball-Verband, denn es geht um Hahns Spielberechtigung für das Heimspiel am Samstag gegen den Aufsteiger 1. FC Düren.

„Dinge passiert, die anders abgesprochen waren“

Der Sportgeschäftsführer hat aber nicht nur hier zu tun, auch die Preußen-Auftritte in den letzten Wochen bereiten mehr Sorgen als erwartet. Dass irgendwann ein Tief kommen könnte, das war klar. Aber nur ein Punkt von neun möglichen aus den Partien gegen Aachen (2:4), Kaan-Marienborn (1:1) und in Oberhausen (2:3), garniert mit acht Gegentoren, legen den Finger in eine Wunde. Münster steht nicht mehr so geschlossen und kompakt wie in der Startphase der Saison. „Wir müssen mit Mann und Maus verteidigen“, so Niemeyer. Der SCP lässt zu viele Chancen zu, Oberhausen hatte eine Vielzahl von Möglichkeiten, Angriffe zu entwickeln, traf mehrmals Aluminium. „Gemeinsamkeit“ ist eine Stichwort, das Niemeyer benutzt. Und, hier bleibt er etwas rätselhaft: „Es sind Dinge auf dem Platz passiert, die anders abgesprochen waren.“

Das K-Wort nimmt Niemeyer beim Tabellenzweiten aus Münster nicht in den Mund: „Ich kann damit nichts anfangen. Ja, es stimmt, drei Spiele und nur ein Punkt – da wollten wir mehr haben.“ Aber von Krise spricht Niemeyer nicht. „Ich bin weit weg davon.“

Prächtiger Saisonstart ist verwässert

Dass sich aber einige Dinge, vielleicht auch nur kleine Dinge, wieder einrenken und verbessern müssen, steht für Münsters Sportchef außer Frage. Schlechtere Abläufe am Sonntag in Oberhausen zum Beispiel, zu wenig Zielstrebigkeit gegen Kaan-Marienborn und so weiter und so fort.

Beim Titelanwärter aus Münster dürften die Zügel angezogen werden. Der prächtige Saisonstart ist durch die fehlenden Erfolge der vergangenen Wochen verwässert. Rang zwei in der Tabelle ist das Synonym dafür, aber auch der Beleg, dass es schnell wieder bergauf gehen kann. Zum Beispiel durch einen Sieg im Nachholspiel bei Schalke 04 II. Oder auch durch einen Erfolg über Düren.

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