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Fußball: Regionalliga West

Preußen-Teamfoto im Kasten – und der Schwung ist geblieben

Münster

Das neue grüne Heimtrikot von Preußen Münster traf pünktlich vor dem Auftakt beim Club ein. Am Mittwoch schließlich streiften die Kicker es sich fürs offizielle Teamfoto über. So oder so: Die Euphorie der Vorsaison scheint anzuhalten.

Von Thomas Rellmann und Alexander Heflik

Preußen Münsters (vorläufiger) Kader für die Saison 2022/23 (oben von links): Yassine Bouchama, Nicolai Remberg, Andrew Wooten, Joel Amadi, Niko Koulis, Gerrit Wegkamp, Simon Scherder, Alexander Hahn, Kevin Schacht, Dennis Daube und Noah Kloth. Mitte von links: Sascha Hildmann, Louis Cordes, Carsten Nulle, Tim Geidies, Dennis Grote, Darius Ghindovean, Marc Lorenz, Matthias Sieme, Kira Loose, Cornelius Müller-Rensmann, Helge Dahms und Harald Menzel. Unten von links: Henok Teklab, Manfred Kwadwo, Thomas Kok, Lukas Frenkert, Tom Müller, Max Schulze Niehues, Roman Schabbing, Alexander Langlitz, Deniz Bindemann, Thorben Deters und Shaibou Oubeyapwa. Foto: Jürgen Peperhowe

Der große Wunsch bei den Verantwortlichen von Preußen Münster nach dem so unglücklichen Saisonfinale im Mai lautete: irgendwie Stimmung, Atmosphäre und Zusammenhalt im Verein und dessen Umfeld in die neue Spielzeit transportieren.

Auch wenn erst ein Spieltag absolviert ist, scheint das gelungen zu sein. Zum Auftakt gegen die SG Wattenscheid 09 kamen schon mal rund 2800 Zuschauer mehr als am ersten Spieltag der Vorsaison gegen Alemannia Aachen. Damals noch unter Corona-Auflagen, diesmal allerdings auch mitten in den Ferien. 6929 ist nun eine Duftmarke.

Wiedenbrück-Tickets sind knapp und gefragt

Die Unterstützung des Publikums hoben mehrere Spieler und wie so oft auch Coach Sascha Hildmann explizit hervor. Doch es gibt noch weitere Kennzahlen, die darauf hinweisen, dass die Anhänger dem Adlerclub die Treue halten. Mittlerweile sind gut 2700 Saison-Abos (inklusive Sponsoren und Ehrenkarten) verkauft – und damit deutlich mehr als zum Ende der vergangenen Spielzeit. Es läuft.

Am Sonntag in Wiedenbrück am 2. Spieltag werden dem SC Preußen 740 (40 Sitzplätze davon) zur Verfügung gestellt, erst am Dienstag kamen die Tickets vom nächsten Gegner in der Geschäftsstelle an. Die Preußen hätten nur zu gerne bereits am Spieltag gegen Wattenscheid Karten verkauft. So aber waren am Dienstag zwar gleich rund 450 Tickets bis zu den Abendstunden verkauft, am frühen Mittwochnachmittag (Stand 17.30 Uhr) waren nur noch rund 80 Karten zu haben. Sicher ist: Das Kontingent wird der SCP ausschöpfen.

Ein Blick hinter die Kulissen: So sahen die Anweisungen im Vorfeld des Mannschaftsfotos aus. Foto: SCP

Die Preußen sind auf diesem Gebiet in der Regionalliga ein gerngesehener Gast. Wiedenbrück hatte vor Corona einen Zuschauerschnitt bei Heimspielen von 669 (2019), in der abgelaufenen Spielzeit sogar nur von 489. Nun ist für den SCW sowas wie ein Zahltag da.

Trikot-Reaktionen machen Preußen glücklich

Noch keine offizielle Statistik gibt der SCP zum neuen Trikot und dessen Verkauf oder Vorbestellungen heraus. Es dauerte seine Zeit, ehe die grünen Hemden an der Hammer Straße eingetrudelt waren. Pünktlich zur Liga-Premiere waren sie aber da und vorab (mit etwas Glück) in den Fanshops oder direkt im Stadion zu erwerben.

„Wir sind mit der Entwicklung insgesamt sehr zufrieden“, sagt Clubsprecher Marcel Weskamp. „Es ist uns wieder gelungen, gemeinsam mit unserem Ausrüster Jako ein Trikot zu entwerfen, das den Geschmack der überwältigenden Mehrheit der Fans getroffen zu haben scheint.“ Die Reaktionen auf die Präsentation im Netz und die Optik seien sehr positiv gewesen. Das Vorgänger-Modell war nicht nur aufgrund des sportlichen Erfolgs allerdings das am meisten gefragte der vergangenen Jahre. Die Messlatte liegt also hoch.

Kittner: „Wir merken die Vorfreude“

Mit etwas Verspätung konnte also am Mittwoch auch die obligatorische Fotosession mit der kompletten Mannschaft und dem dazugehörigen Stab nachgeholt werden. Wie immer ein professionell ausgeführter Termin, bei dem der eine oder andere Spaß aber nicht zu kurz kam.

Ole Kittner, Ex-Profi in der Geschäftsführung der Preußen seit gut drei Wochen, ist zufrieden über die ersten Merchandising-Coups: „Die Entwicklung ist sehr positiv, unser Vorjahres-Trikot ist bereits voll eingeschlagen. Wir merken einfach die Vorfreude auf die Saison.“ Er hofft, dass es wieder chic wird, das Preußen-Trikot zu tragen, er hofft sogar augenzwinkernd auf eine Art Verdrängungskampf: „Wenn die Jungs, die auf der Promenade mit einem Trikot aus dem Ruhrgebiet rumlaufen, ein Preußen-Trikot irgendwann mal anziehen, dann wäre das für den Verein ganz wichtig.“

Und auch die Zusammenarbeit mit den Nachbarn am Berg Fidel, dem USC Münster und den WWU Baskets, soll intensiviert werden. Kittner legt (noch) den Finger auf die Lippen. Heißt: „Pssst, demnächst mehr.“

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