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Fußball: Regionalliga West

Preußen-Abschied? Deters: „Habe keinen Gedanken daran verschwendet“

Münster

Mit elf Toren war Thorben Deters in der vergangenen Saison bester Torschütze der Preußen. Das weckt Begehrlichkeiten, die den 26-Jährigen aber kalt ließen. Er spricht über die Gründe dafür und sein neues Morgenritual.

Von Thomas Rellmann

Thorben Deters (l.) wurde in den bisherigen Testspielen immer im Mittelfeld eingesetzt. Foto: Johannes Oetz

Wenn es in der vergangenen Saison aus Sicht von Thorben Deters ein perfektes Spiel gab, dann war es das 3:1 gegen RW Oberhausen im November. „Da war ich top-fit, frisch im Kopf, alles hat geklappt“, erinnert sich der Offensivallrounder. Überhaupt hatte er während des ersten Jahres bei Preußen Münster seine beste Zeit im Herbst 2021, als er vom Flügel ins Mittelfeld rutschte und dort brillierte.

Auf der Achterposition agierte Deters auch bisher in den Testspielen meist. Dort sieht er sich am ehesten. „Ich bin ja Fan unserer Außen“, sagt er und meint Henok Teklab, Manfred Kwadwo und Shaibou Oubeyapwa. „Die bringen viel Geschwindigkeit und Dribbelstärke mit. In diese Art Spielertyp kann ich mich gar nicht einreihen. Aber wenn ich dort aufgestellt werde, werde ich mich auch nicht dagegen wehren.“ Vielseitigkeit und Ausgeglichenheit sollen erneut die großen Vorteile der Preußen werden.

Drittligisten wurden auf Deters aufmerksam

Mit elf Toren war der 26-Jährige bester Schütze seiner Elf, fünf Assists kamen hinzu. Werte, die Drittliga-Manager hellhörig machen. „Ich habe aber keinen Gedanken daran verschwendet“, sagt Deters. „Ich fühle mich super wohl, mein Ziel war es, auch mal anzukommen.“ Nach Stationen in Meppen, Düsseldorf, Lüneburg und Lübeck war Münster ein bewusster Schritt.

„Es war mal leichter, mal schwerer, ich habe überall wichtige Erfahrungen gemacht. Aber jetzt möchte ich bleiben. Allein, wenn ich ans letzte Spiel denke ...“ Deters wohnt an der Hammer Straße, der Fanmarsch tangierte geradezu seine Haustür. „Totale Gänsehaut“, sagt er. „Das soll’s noch nicht gewesen sein. Ich habe gesehen, was möglich ist.“

Mit Yoga gegen Muskelverletzungen

Auch wenn der Aufstieg verpasst, der Pokal nicht geholt wurde, könnte sich der Emsländer nach hinten lehnen und seine Statistiken sprechen lassen. Doch so einfach macht er es sich nicht. „Auch wenn mir das Jahr unfassbar Spaß gemacht hat, habe ich auch ein kritisches Fazit gezogen. Denn ich war zu oft verletzt, habe einige Spiele verpasst. Da muss ich vielleicht präventiv mehr machen.“

Damit meint er weniger seine Corona-Infektion, die er auch nach zehn Tagen Quarantäne noch etwas mitschleppte, sondern eher die muskulären Blessuren. „Die hatte ich vorher nie.“ Jetzt macht Deters als morgendliches Ritual 15 bis 20 Minuten Yoga. „Ich probiere es mal aus, um resistenter zu werden. Schaden wird es nicht.“

Deters: "Sind nicht schlechter geworden"

Die Vorbereitung läuft bisher gut. „Ich fühle mich fit“, so der Torjäger. „Wir haben viel Qualität im Training, sind nicht schlechter geworden. Natürlich zeigt sich der wahre Charakter erst in der Meisterschaft, aber ich habe ein gutes Gefühl.“

Der Mannschaftsabend, der in der Kabine begann und in der Innenstadt endete, war aus seiner Sicht schon mal ein Erfolg. „Sollte es mal Ausreißer aus der Gruppe geben, was ich nicht glaube, können wir sie als Team schnell einfangen. Wir sind auf einem guten Weg.“ Auf dem Deters – nicht nur mit Treffern – auch wieder sein Stück beitragen will.

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