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Fußball: Regionalliga West

Erfahren, technisch stark, wendig - das ist Preußens neues Trio

Münster

Bisher hatte Preußen Münster erst zwei externe Neuzugänge vermeldet, am Montag folgten drei auf einmal. Zwei Neue kommen aus der Regionalliga West, einer aus der 3. Liga - und der hat zugleich eine Vergangenheit bei RW Essen.

Von Thomas Rellmann

Shaibou Oubeyapwa, Alexander Hahn und Yassine Bouchama (von links) laufen künftig im Preußen-Trikot auf. Foto: Preußen Münster

Viele Fans hatten die Transfer-Aktivitäten von Preußen Münster zuletzt als etwas schleppend empfunden. Am Montag aber kam es nicht mehr tröpfchenweise, sondern auf einen Schlag. Drei Neue präsentierte der Regionalligist.

Sportchef Peter Niemeyer gab sich überaus happy: „Ich bin absolut überzeugt von den dreien und damit auch von unserem aktuellen Kader“, sagte er. Das ablösefreie Trio, das spätestens auf den zweiten Blick sehr vielversprechend klingt, besteht aus Innenverteidiger Alexander Hahn (Viktoria Berlin), Mittelfeldspieler Yassine Bouchama (VfB Homberg) und Flügelflitzer Shaibou Oubeyapwa (RW Oberhausen).

Hahn kommt auf über 200 Regionalliga-Partien

Alexander Hahn: Dass der 29-Jährige bis vor einem Jahr für RW Essen spielte, wird ihm in Münster niemand übel nehmen. Denn er hat schon einige Stationen in seiner Laufbahn gesehen. Zuletzt hatte der Abwehrspieler mit Viktoria Berlin in der 3. Liga Pech und stieg ab, nachdem er große Teile der Hinrunde verletzt verpasst hatte.

In der Regionalliga kommt Hahn auf über 200 Partien, etwa für den SV Meppen, den FC Homburg, den 1. FC Saarbrücken und RWE. Ausgebildet wurde der Nordhorner bei Werder Bremen II. „Ich möchte mit meiner Erfahrung vorangehen und weiß auch, wie es ist, oben mitzumischen. Ein paar Spiele habe ich ja auf dem Buckel, daher möchte ich den Jungen was mitgeben“, sagt Hahn, der in Homburg mal durch Elfmeter und nach Standards auf zwölf Saisontore kam. Niemeyer schätzt seinen linken Fuß, den guten Aufbau und die Physis in der Luft und am Boden.

Fast immer gute Kritiken für Bouchama

Yassine Bouchama: Zwar kommt der Mittelfeldakteur vom abgeschlagenen Absteiger, allerdings brachte er es in seinen 17 Rückrundenpartien noch auf drei Tore und acht Assists. Zuvor war er eine Halbserie bei Nord-Regionalligist Phönix Lübeck und davor schon beim SV Straelen in der Weststaffel einer der Auffälligsten.

Dass der Essener, der beim FC Kray groß wurde, erst jetzt zu einem größeren Club geht, hatte auch mit seinem Studium zu tun, das phasenweise Vorrang hatte. Auf seinen bisherigen Stationen bekam Bouchama fast immer gute Kritiken, auch die Statistik sprach für ihn. „Yassine hat mit seiner Technik und Übersicht die Stärken in der Offensive und wird unser Spiel mit seinen Elementen weiter beleben“, sagt Niemeyer, der den 25-Jährigen auf den Halbpositionen im Mittelfeld einplant, ihn sich aber auch außen vorstellen kann.

Oubeyapwa: "So hat Münster es mir angetan"

Shaibou Oubeyapwa: Mit 28 Vorlagen in den vergangenen beiden Spielzeiten war der Tempodribbler eine große Nummer für RWO. Im selben Zeitraum kamen auch noch 13 Tore dazu. Nun aber wollte er den Tapetenwechsel. „Ich finde hier Top-Bedingungen vor. Münster hat es mir in den Begegnungen in der Vergangenheit angetan. Die Art des Fußballs, aber auch, dass keiner für sich allein spielt, fand ich bemerkenswert“, sagt der 29-Jährige, der zumeist, aber nicht nur über die rechte Seite kommt.

Eine Steigerung seiner persönlichen Top-Werte hält „Junior“, wie er schon als Kind von seinen Eltern und später auch von seinen Kollegen genannt wurde, für möglich: „Es geht immer noch mehr. Ich hoffe, ich kann auch für Preußen viele Tore vorlegen.“

Niemeyer verspricht sich einiges von diesem Zugang, gerade weil seine Spielweise gut zum SCP passen könnte. „Shaibou ist ein sehr wendiger, schneller und trickreicher Spieler, der für jeden Gegner nur schwer zu fassen ist und seine Qualitäten in dieser Liga unter Beweis gestellt hat“, so der Sportdirektor. Vor seiner Zeit in Oberhausen lief Oubeyapwa im Südwesten beim 1. Göppinger SV, den Stuttgarter Kickers II und dem SGV Freiberg eher unter dem Radar. Jetzt erhält er eine noch größere Bühne.

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