1. www.muensterschezeitung.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. Preussen-muenster
  6. >
  7. Rachegelüste bei Preußen? „Das muss raus aus den Köpfen“

  8. >

Fußball: Regionalliga West

Rachegelüste bei Preußen? „Das muss raus aus den Köpfen“

Münster

Preußen-Trainer Sascha Hildmann hat die Wahl beim Auswärtsspiel am Sonntag um 14 Uhr beim SC Wiedenbrück. Die Anzahl der Ausfälle ist überschaubar. Rund 700 Fans werden den Titelaspiranten begleiten. Das 0:0 aus der Vorsaison, als Münsters Titelträume platzten, soll vergessen sein.

Von Alexander Heflik

Hatte zum Saisonstart gegen Wattenscheid alles im Griff: Münsters zentraler Mittelfeldspieler Thomas Kok. Foto: Jürgen Peperhowe

Rachegelüste gehören nicht in dieses Menü. Wenn Preußen Münster am Sonntag um 14 Uhr beim SC Wiedenbrück antritt, dann ist dieses 0:0 aus dem Mai aus den Köpfen raus. Sagt Trainer Sascha Hildmann. Die Nullnummer am vorletzten Spieltag der Vorsaison kostete Münster wohl den Aufstieg.

Nun gibt es ein Wiedersehen, und der Coach sagt fast schon gelassen: „Was in der letzten Spielzeit war, interessiert uns nicht mehr. Die neuen Jungs bei uns wissen davon nichts, und für den Rest ist das kein Begleiter. Das muss aus den Köpfen raus.“ Aus den Köpfen raus, so hofft Hildmann, ist auch das laute Getrommel vom letzten Mal, als sich eine Art Wiedenbrücker Paukentruppe hinter seiner Trainerbank breit und laut gemacht hatte.

Hildmann hat die Qual der Wahl

Bei den Preußen lief in dieser Woche alles nach Plan, am Samstag steht noch das Abschlusstraining an. Mit Roman Schabbing fehlt ein Reservetorwart, der allerdings die U-23-Regel erfüllt. Was wiederum zu Härtefällen im 20-köpfigen Aufgebot führen wird.

Denn Münster muss vier U-23-Akteure auf dem Spielbericht haben, und da Schabbing sowie Dennis Daube und Lukas Frenkert fehlen, dürfte es mindestens einen Arrivierten treffen. „Einerseits ist das schwer für einen Trainer, andererseits ist das besser so als andersrum“, erklärt Hildmann. Er hat die Wahl.

Ghindovean und Kwadwo drängeln

Zumal seine erste Startformation beim 4:1-Heimsieg über Wattenscheid erst durch die Wechsel richtig stark wurde. Vor allem Darius Ghindovean, ein erst 20 Jahre alter filigraner Mittelfeldspieler, und Außenstürmer Manfred Kwadwo, Nachfolger von Marcel Hoffmeier als Kabinen-DJ, spielten sich in den Vordergrund.

Hildmann gerät ins Grübeln. Kwadwo kündigt jedenfalls für den Fall des Sieges an: „Dann werden wir Schlager anmachen müssen. Hoffmeier hat immer Schlager oder Techno gespielt.“ Daran würde er bei drei Punkten nicht vorbeikommen, das Erbe an den Turntables der Musikanlage wiegt schwer. Kwadwo lacht, ja, wenn der SCP gewinnt, sei allerdings fast jeder Song recht.

Hildmann nach Ahlen, Cordes nach Bocholt

Hildmann jedenfalls winkt ab, wenn es um die Musik in der Umkleide geht. Nicht sein Ding. Er wird am Samstag nach dem Abschlusstraining zur Gegner-Beobachtung zu RW Ahlen (gegen Fortuna Köln) fahren, sein Co-Trainer Louis Cordes zum 1. FC Bocholt (gegen Fortuna Düsseldorf II), am Sonntag sollen dann drei Punkte in Wiedenbrück her.

„Wir wissen, was auf uns zukommt. Unsere Anfangsphase muss besser werden, nicht überhastet sein“, fordert er Geduld ein. Dann geht es heim, möglichst mit einem Sieg und vielleicht einer Tabellenführung im Gepäck – um 18 Uhr wollen die Preußen das EM-Finale der Frauen ansehen. Das könnte ein schöner Sonntag werden.

SCP: Schulze Niehues – Langlitz, Scherder, Hahn, Lorenz – Kok – Remberg, Ghindovean – Kwadwo, Wooten, Teklab

Hier geht's zum Liveticker.

Startseite
ANZEIGE