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Fußball: Regionalliga-West

„Gegner, der einen Lauf hat“: Stoppt Preußen Wuppertaler Siegesserie?

Münster

Das wird ein Fußballfest, da sind sich alle Beteiligten sicher. Preußen Münster gegen Wuppertaler SV, die beiden namhaftesten und wohl auch teuersten Kader der Regionalliga West begegnen sich am Samstag. Die Hausherren haben die bessere Ausgangslage.

Brust raus: Nicolai Remberg (r.) und die Preußen gehen nach drei Siegen wieder selbstbewusst ins Spiel. Foto: Jürgen Peperhowe

Richtig lange her ist es noch nicht, dass an der Hammer Straße das Stadion aus allen Nähten platzte. Als Preußen Münster mit RW Essen im Frühjahr um den Aufstieg rang und zum Saisonfinale den 1. FC Köln II empfing, waren über 14.000 Besucher da. So viele werden es an diesem Samstag (14 Uhr) aufgrund der Umbaumaßnahmen nicht, aber der Spitzenwert der laufenden Saison – 8099 gegen den 1. FC Bocholt – wird gegen den Wuppertaler SV zweifellos geknackt. Tendenz 9500.

Es treffen die beiden Clubs aufeinander, die im Sommer am meisten investierten, die in jeder Umfrage zu Top-Favoriten gemacht wurden – und die doch so unterschiedlich starteten. Der SCP erfüllte von Beginn an größtenteils die Erwartungen, der WSV kam erst im Oktober nach einem Trainerwechsel (Hüzeyfe Dogan für Björn Mehnert) ins Rollen. „Der Gegner wird extrem motiviert sein“, sagt Münsters Coach Sascha Hildmann. „Aber wir wollen als Sieger vom Platz gehen.“

Preußen können Herbstmeister werden

Für einen Titelanwärter eine Selbstverständlichkeit, aber angesichts der Tabellenlage (fünf Punkte vor Platz zwei, sieben vor Wuppertal und noch ein Nachholspiel) würde diesmal sogar bei einem Remis niemand die Sinnfrage stellen. Die Preußen können Herbstmeister werden, ihre Ausgangslage ist komfortabel.

Die Adler haben dreimal, die Bergischen sogar viermal in Serie gewonnen. „Wir kriegen zum dritten Mal einen Gegner, der einen Lauf hat“, sagt Hildmann. „Aber vielleicht können wir auch den stoppen.“ In Düsseldorf (6:1) und Köln (3:1) gelang das jedenfalls.

Offensive Wuppertaler erwartet

Der Trainer rätselt für sich noch, wie der WSV auftreten wird. Tief gestaffelt, wie fast alle Gäste bisher? Oder übernimmt der Tabellenfünfte auch mal das Zepter? Dem Pfälzer wäre es recht. „90 Minuten dominant zu sein, ist schwer. Es kann also sein, dass der Gegner auch mal am Drücker ist. Wir können dann über Umschaltmomente nach vorn kommen. Das täte uns gut.“ Die Qualität für schnelle Gegenstöße ist ja durchaus vorhanden. „Für die Wuppertaler ist es ein wichtiges Spiel, weil sie ein Stückchen hintendran sind. Ich rechne also schon mit einer offensiven Mannschaft“, so Hildmann. Beide agierten zuletzt im 3-5-2.

Mit der Systemumstellung hat Simon Scherder seinen Platz verloren, diesmal fällt er auch noch mit einer Einblutung in der Muskulatur aus. Dafür könnte Lukas Frenkert in den Kader rücken, der seit zwei Wochen nach seinem Knöchelbruch wieder im Teamtraining ist. Sicher im Kader ist auch wieder Jano ter Horst (U 23).

Hildmann lobt Oubeyapwa

Er dürfte auf der Bank auch neben Shaibou Oubeyapwa Platz nehmen. Den Sommer-Neuzugang lobt Hildmann beispielhaft für seinen gelassenen Umgang mit der Reservistenrolle. „Wir wollen allen zeigen, dass sie nicht wegen der Leistungen draußen sitzen, sie wertschätzen und das Standing untermauern“, erklärt der Coach, der zuletzt auch viele bisherige Stammkräfte einwechselte. „Es gab eben jetzt Alternativen. Vorher war es andersherum, das ist der Kreislauf.“

Königstransfer Stiepermann wieder drin

Einer, der nie zur Debatte steht, ist Mittelfeldrenner Nicolai Remberg. Seine Losung vor dem Top-Spiel: „Mit der Unterstützung der Zuschauer haben wir mehr Power und können, wenn wir nach vorn gepeitscht werden, auch in der 89. Minuten noch losziehen.“ Der 22-Jährige rechnet mit einem „Kampfspiel“ und erwartet heiße Duelle mit Ex-Kollege Kevin Rodrigues Pires.

SCP: Schulze Niehues – Koulis, Kok, Hahn – Teklab, Remberg, Grote, Lorenz – Bouchama – Wegkamp, Wooten

Liveticker aus dem Preußenstadion: www.wn.de/scp

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