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Fußball: Regionalliga West

Aufregung um Likes von Preußen-Zugang Bouchama

Münster

Preußen Münsters Neuzugang Yassine Bouchama musste sich an seinem ersten Arbeitstag auf ungewohntem Geläuf erklären. Der 25-Jährige hatte in den sozialen Netzwerken fragwürdige Likes gesetzt und sorgte kurzfristig für ein Dislike bei seinem Arbeitgeber.

Von Alexander Heflik

Yassine Bouchama wechselt vom VfB Homberg zu Preußen Münster. Foto: Imago/Michael Ketzer

Yassine Bouchama erlebte einen aufregenden Trainingsstart beim SC Preußen. Der 25 Jahre alte Mittelfeldspieler nahm am Montag erstmals an den Übungseinheiten teil – und wurde dann gleich ins Büro von Sportchef Peter Niemeyer bestellt.

Während die beiden anderen Neuzugänge des Tages, Shaibou Oubeyapwa und Alexander Hahn, den Journalisten und Kiebitzen Rede und Antwort standen, klärte Bouchama „Social-Media-Probleme“ bei Niemeyer. Beim SCP war eine Mail mit Screenshots eingegangen, in denen der 25-Jährige mit „unpassenden Likes“ unter anderem bei Facebook mit AfD und NPD in Verbindung gebracht wurde.

Bouchama war überrascht. Er stellte unmissverständlich klar, dass er marokkanische Wurzeln habe, Muslim und in Deutschland geboren sei, darauf sei er stolz.

„Wir haben umgehend das Gespräch mit Yassine gesucht, und er konnte uns absolut glaubhaft und nachvollziehbar erklären, dass keinerlei politische Überzeugung hinter seinen Likes steckt“, erklärte Niemeyer.

„Toleranz und Weltoffenheit sind fest in der DNA und dem Leitbild des SC Preußen Münster verankert, ein klares antirassistisches Bekenntnis und der Respekt vor jeder Orientierung im Glauben, der Sexualität oder der Herkunft eines Menschen sind Grundlage unseres Zusammenseins“, hieß es von Club-Seite.

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