Fußball: Regionalliga West

Preußen Münster hofft auf Zuschauer gegen RW Oberhausen

Münster

Zuschauer in einem Fußballstadion noch in dieser Saison? Ganz abwegig erscheint der Gedanke nicht mehr. Zumindest hofft Preußen Münster auf den Zuschlag. Wie viele Besucher zugelassen würden, wer die Entscheidung trifft und wie mit Tests verfahren würde, verrät die Hygienebeauftragte Bianca Segelken.

Thomas Rellmann

Letztmals waren Ende Oktober gegen den SC Wiedenbrück Zuschauer im Preußenstadion zugelassen. Eventuell dürfen einige Fans gegen RW Oberhausen wiederkommen. Foto: Jürgen Peperhowe

Den Wunsch, sobald es geht, wieder Zuschauer ins Stadion zu lassen, hegt jeder Proficlub in Deutschland. Konkret davon träumen dürfen aber die wenigsten, da in den ersten drei Ligen die Saison in zwei Wochen schon Geschichte ist und vielerorts die Inzidenzen noch nicht niedrig genug sind. Preußen Münster aber spielt in der Regionalliga noch 14 Tage länger, und da die Stadt eine NRW-Modellregion ist, haben die Verantwortlichen zumindest Pläne in der Schublade, mit denen sie im einzig verbliebenen Heimspiel gegen RW Oberhausen zumindest eine kleine Zahl an Besuchern ins Rund lassen könnten.

Forderungen möchte niemand aufstellen. „Aber es wäre schon ein ganz, ganz tolles Zeichen, gerade auch in Richtung unserer Fans“, betont Sportdirektor Peter Niemeyer. „Gleichzeitig sind wir uns unserer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst.“ Münster nähert sich dem Schwellenwert von 50, war immer schon weniger betroffen als andere Landesteile. Daher ist eine Teilrückkehr nicht auszuschließen. Die Partie gegen RWO ist für den 29. Mai angesetzt, würde aber im Falle einer Qualifikation der Preußen für das Westfalenpokal-Finale an diesem Termin auf den 26. Mai oder 2. Juni verlegt.

Auf Augenhöhe mit der Stadt

„Eine Entscheidung ist natürlich nicht gefallen. Aber wir stehen in einem sehr guten und regelmäßigen Austausch mit der Stadt. Das passiert auf Augenhöhe und macht Spaß“, sagt Ticketingchefin Bianca Segelken, die als Hygienebeauftragte des Vereins die Vorbereitungen auf den Tag X steuert. Ob die Pläne aufgehen, wird allerdings in der Staatskanzlei in Düsseldorf entschieden. Daher möchte der SCP auch noch nicht zu sehr ins Detail gehen. „Wir haben eine abgespeckte Version ins Spiel gebracht“, so Segelken.

Diese Fassungsgrenze läge wohl unter 1000 Fans. Das Konzept hierfür ist längst eingereicht. Noch in dieser Woche rechnen die Preußen mit einer Rückmeldung. Dass eine Zulassung an gewisse Vorgaben geknüpft wäre, liegt auf der Hand. Auch ein Testkonzept würde hierbei eine Rolle spielen. „Klar ist, dass wir auch die Wirtschaftlichkeit für uns im Auge behalten müssen“, sagt Segelken. Da der SCP nicht der einzige Verein im Bundesland ist, der einen Antrag gestellt hat, kann schon in Kürze ein Beschluss vorliegen.

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