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Fußball: B-Junioren-Bundesliga

Preußen nach Sieg über Schlusslicht Deutz erstmals raus aus der Abstiegszone

Münster

Gegen das punktlose Schlusslicht gelang Preußen Münster in der B-Junioren-Bundesliga der so elementare zweite Saisonsieg. Es war allerdings eine engere Angelegenheit als erhofft beim 3:1. Zwei Elfmeterszenen hatten entscheidenden Einfluss.

Von Thomas Austermann

Schöne Flugeinlage: Münsters Alec Nattefort wirft sich ins Duell mit Berhat Orhan (l.). Foto: Wilfried Hiegemann

Schwere Kost, ganz wichtiger Sieg: Dank zweier Elfmeterszenen besiegte die U 17 von Preußen Münster die weiterhin punktlosen Kölner des SV Deutz mit 3:1 (1:1). Die Adlerträger, die mit dem spielstarken Aufsteiger große Mühe hatten und dank kämpferischem Vermögen sowie entscheidenden Nadelstichen ihres Stürmers den zweiten Dreier eroberten, mit dem Ergebnis, verließen die Abstiegszone.

Vielleicht schleppten die Preußen die belastende Favoritenbürde in dieses Duell, in dem sie lange Zeit keinen griffigen Eindruck machten. Aber Trainer Moritz Glasbrenner wird nicht müde zu betonen, „dass es kein einziges einfaches Spiel für uns gibt“ in der undankbar kurzen Saison. „Uns fehlen die Erfolgserlebnisse, das merkt man deutlich. Wir haben uns zum Erfolg gekämpft.“

Deutz bleibt sich treu

Deutz wirkte keinesfalls wie ein verunsicherter Neuling. Die Elf fand sich in ihrem spielerisch geprägten Stil zurecht und blieb zu jeder Zeit sich selbst treu. Im 5-4-1-System wurde oft im Mittelfeld Überzahl erreicht, im Ballvortrag blieb die homogene Elf klug und ruhig. Auch nach dem ersten Nackenschlag, als ein Preußen-Konter über Justus Zimmermann zu Damian Truckenbrod kam, der gefoult wurde und den Elfmeter cool selbst verwandelte (13.). Sieben Minuten hielt das 1:0, denn einen feinen Steckpass nahm Redon Thaqi zum 1:1 auf. Solche Szenen kreierte Deutz mehrfach.

Mit Umstellungen auf einigen Positionen wollten die Preußen die Außenpositionen stärken und mehr Gefahr erzeugen. Es blieb zunächst bei Ansätzen – dass die Elf nicht vor Selbstvertrauen strotzt, war spürbar. Im Aufbau mangelte es an Präzision und Wucht, ruhende Bälle verpufften. Stürmer Amour Nnokoson wagte einmal ein Solo (68.) und ließ spüren, unbedingt auf den Abschluss gehen zu wollen.

Nnokoson im Doppelpack

Der schnelle und dribbelstarke Internatsbewohner wurde auch regelwidrig gestoppt, scheiterte mit dem Elfmeter an Torwart Dylan Kaye, nutzte aber den in die Mitte abgewehrten Ball zum 2:1 (72.). Deutz machte aus wenigen Szenen nichts mehr. Nnokoson entschied die Partie mit dem 3:1 (81.) per Konter, den er selbst einleitete und nach Doppelpass mit Tim Hilligloh veredelte.

SCP: Konradt – Nattefort, Bartsch, Töws, Goerler, Metze (73. Hilligloh) – Sahin – Truckenbrod (81. Scharlau), Zimmermann (63. Krimphoff), Makkar – Nnokoson

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