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Fußball: Regionalliga West

Preußen-Neuling Wooten setzt große Hoffnungen ins Trainingslager

Münster

Für Andrew Wooten ist Preußen Münster eine Art Neuanfang. Der Stürmer hat seine Torjäger-Qualitäten hinlänglich bewiesen, hatte zuletzt auf drei Stationen aber immer sehr viel Konkurrenz und wenig Glück. Auch beim SCP gibt es allerdings Angreifer mit hohen Ansprüchen.

Von Thomas Rellmann

 Andrew Wooten (r.) im Zweikampf mit dem Duisburger Marvin Bakalorz. Foto: www.imago-images.de

Die eine oder andere Ausrede oder Erklärung läge schon parat. Aber da möchte Andrew Wooten nicht zugreifen. „Ich hatte schon meine Situationen, habe sie aber nicht genutzt“, sagt der Neuzugang von Preußen Münster. Beim Regionalliga-Vize ist er jetzt ein Hoffnungsträger, die vergangenen drei Jahre verliefen für ihn jedoch eher glücklos.

Bei Philadelphia Union in der heimischen MLS kam der US-Boy nur dosiert zum Zug und blieb ohne Treffer. Nach einer Station bei Admira/Wacker Mödling mit immerhin drei Toren in 19 Spielen hatte er in 17 Einsätzen für Drittligist VfL Osnabrück, verteilt auf nur 265 Minuten, kein einziges Erfolgserlebnis. Trotzdem war Wooten auf dem Transfermarkt für den SCP ein Hauptgewinn.

„Ich finde, dass er sich gut bewegt. Andrew schlängelt da vorne rum, das gefällt mir sehr. Er wird auf jeden Fall eine Verstärkung“, sagte Trainer Sascha Hildmann. Am Dienstag in Dortmund zeigte er schon Ansätze, am Freitag in Duisburg war der Angreifer einer der Besten. „Jede Minute tut mir gut, um meinen Rhythmus zu finden“, sagt er.

Qualitäten hat Wooten bereits belegt

Große Hoffnungen setzt der Profi selbst ins Trainingslager ab Montag. „Das wird mir helfen. Ich freue mich total, eine Woche mit den Jungs zusammen zu sein und intensiv zu arbeiten. Es ist gut, dass ich sie jetzt alle näher kennenlernen kann. Und es hilft, die passenden Mechanismen zu finden.“

Daube fährt mit

Natürlich hat die schwierige Zeit beim lila-weißen Erzrivalen an Wooten genagt. Doch seine Qualitäten hat er mit über 50 Zweitliga-Treffern (die meisten für den SV Sandhausen) zweifellos und hinlänglich hinterlegt. „Natürlich hatte ich auch ein paar Verletzungen, aber es war insgesamt nicht so meine Zeit.“ In allen drei Vereinen waren Stürmer gesetzt, also war es kompliziert Fuß zu fassen, wie der 32-Jährige betont. Preußen ist für ihn eine Art Neuanfang.

Wooten hat nominell die besten Karten

Natürlich ist der Konkurrenzkampf auch an der Hammer Straße nicht gering. Mit Gerrit Wegkamp gibt es im Grunde schon einen Platzhirsch. Deniz Bindemann ist ein Eigengewächs, das sich gerade durch Kaltschnäuzigkeit auszeichnet und das im ersten richtigen Seniorenjahr auf den Durchbruch hofft. Diesen hat zudem auch Jan Dahlke geplant. Wooten paart allerdings einen Torriecher mit Erfahrung, weshalb er aus diesem Quartett nominell die besten Chancen hat. Ein weiteres Plus ist seine Offenheit, die Bereitschaft sich voll und ganz der neuen Aufgabe zu widmen. „Ich war schon häufiger in Münster, die Stadt mag ich wirklich sehr“, sagt er.

Beinahe hätte der Deal sogar im Winter schon geklappt. „Aber da wollte ich mich in Osnabrück durchsetzen. Das hat leider nicht funktioniert, deshalb versuche ich es jetzt“, sagt Wooten. In der Hoffnung, dass er zu alter Cleverness vor dem Kasten zurückfindet.

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