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Fußball: Regionalliga West

Preußen stehen in der Pflicht - aber es ist noch nicht vorbei

Münster

Klar, Enttäuschung und Frust sind groß nach der Nullnummer gegen Wiedenbrück. Aber:
Es ist eben nicht vorbei, bis es vorbei ist. Ein Kommentar.

Von Alexander Heflik

Manuel Farrona Pulido und die Preußen waren nach Spielschluss natürlich enttäuscht. Noch aber ist im Aufstiegsrennen alles drin. Foto: Jürgen Peperhowe

Natürlich kam gleich der ganz große Blues. Aus, vorbei, nichts geht mehr, Münsters Nullnummer und der Essener Dreier. Selbst wenn Münster in Wiedenbrück gewonnen hätte, wäre der Aufstieg dem SCP nicht am letzten Spieltag wie gebratene Tauben in den Mund geflogen.

Es steht ja noch dieses Spiel gegen die Zweite des 1. FC Köln an. Und zunächst einmal muss der SC Preußen dieses Spiel gewinnen, und er sollte dieses Spiel dann möglichst deutlich gewinnen – auch wenn sich die Mannschaft in dieser Saison schwer getan hat mit Kantersiegen und dem konsequenten Ausnutzen von Torchancen. Das, und nur das ist die erste Aufgabe des aktuellen Tabellenzweiten der Regionalliga West. Preußen Münster muss, allen Unkenrufen zum Trotz, gegen die Kölner Jungspunde alles und noch ein bisschen mehr zeigen. 14 300 Menschen im Preußenstadion erwarten das, und viele Tausende mehr, die kein Ticket für das Herzschlagfinale erhalten haben.

Vieles ist lobenswert

Denn, und das ist die einzige Gewissheit vor dem „Grande Finale“: Münster und Essen sind punktgleich, getrennt durch zwei Treffer in der Tordifferenz. Alles andere muss in den letzten 90 Minuten geklärt werden. Klar, der Vorteil liegt jetzt bei RW Essen. Natürlich haben die Fans und Anhänger jedes Recht, nach den Tücken und Fehlern zu suchen, warum in Wiedenbrück nicht gewonnen wurde. Oder gegen Homberg (2:2). Oder bei Fortuna Köln (2:3). Oder in Lippstadt (3:3). Oder nach 2:0-Führung gegen RWE mit 2:3 verloren wurde. Da gibt es einiges zu debattieren. Keine Frage.

Wobei: Eine Menge und viel mehr ist lobenswert und herausragend. Preußen Münster hat sich das Recht auf dieses Fernduell um die Meisterschaft erarbeitet. Es könnte dramatisch werden, RW Ahlen wird wohl kaum eine Niederlage in Essen so mal eben über sich ergehen lassen wie Rödinghausen am Samstag in Lotte. Ahlen bezwang den Tabellenführer im Hinspiel überraschend mit 2:0. Gelingt wieder eine Überraschung, sollte der SCP zur Stelle sein. Alte Weisheit des Fußballs, von der Schalker Vier-Minuten-Meisterschaft von 2001 bis zum Gladbacher 12:0-Kantersieg über Dortmund am letzten Spieltag der Saison 1978: Es ist nicht vorbei, bis es vorbei ist. „It ain’t over, til it’s over“. Schöne Grüße von Pop-Superstar Lenny Kravitz im Übrigen ...

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