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Fußball: Regionalliga West

Preußen-Stürmer Dahlke ist der Spezialist für den Pokal

Münster

Die Konkurrenz ist groß, die Quote stimmt aber noch immer. Jan Dahlke tat am Samstag gegen Bonn etwas für sein persönliches Selbstbewusstsein und freut sich nun auf den Westfalenpokal. In diesem Wettbewerb hat der Angreifer von Preußen Münster schon neun Tore angesammelt.

Von Thomas Rellmann

Jan Dahlkes Tor am Samstag: Im Nachsetzen drückt er gegen Bonns Keeper Kevin Birk die Kugel rein. Foto: Jürgen Peperhowe

Am Mittwoch ist wieder Westfalenpokal. Jan Dahlke freut das besonders. „Ja, das ist mein Wettbewerb“, sagt der Stürmer von Preußen Münster lachend. Recht hat er, neun Tore in vier Begegnungen sind schon eine Hausnummer, auch wenn die Gegner lediglich SV Werl-Aspe, TuS Tengern, SV Lippstadt und SpVgg Erkenschwick hießen.

In jeder Partie traf der 24-Jährige mindestens doppelt. Ob das auch im Heimspiel gegen Drittligist SC Verl (Anstoß 19.30 Uhr) gelingt?

Aus der Oberliga gekommen

Die Quote täuscht ein bisschen darüber hinweg, dass es um Dahlke zuletzt etwas ruhiger geworden war. Der Torjäger, der im Sommer aus der Oberliga kam und dessen Club Wormatia Worms zuvor fast ein Jahr coronabedingt pausiert hatte, verbucht bisher 20 Einsätze in der Liga, davon fünf von Anfang an, und vier Treffer. Das ist soweit ordentlich für den Sprung, den er mit seinem Wechsel gemacht hat. Doch in der Spitze hat er in der Rückrunde mit Gerrit Wegkamp, Alexander Langlitz und Deniz Bindemann gleich drei Konkurrenten vor sich. Umso hilfreicher war sein Tor zum 3:0-Endstand am Samstag gegen den Bonner SC, als er den Ball im zweiten Versuch in der Nachspielzeit über die Linie drückte. „Fünf Minuten drin, etwas Praxis gesammelt, sogar getroffen – ist doch super“, sagte Dahlke.

Jan Dahlke

Doch natürlich schätzt er seine Lage realistisch ein. Ein ausgekugelter Zeh im Januar, dann ein paar Wochen Kniebeschwerden und auch noch ein Infekt verhinderten große Taten. Als er in Lotte in der Startelf stand, war der Leistung eher unglücklich, als Joker konnte er bis Samstag auch nicht viel ausrichten. Doch Dahlke bleibt immer positiv. „Ich hoffe mal, dass ich in den nächsten Wochen wieder mehr Spielzeit kriege. Solche Situationen können immer kommen. Wichtig ist, im Kopf dann klar zu sein, dranzubleiben, an sich zu glauben. Irgendwann kommt die Chance, dann muss ich da sein.“ Der Frust hält sich also in Grenzen, die Motivation aber nicht. „Jeder möchte so viel spielen wie möglich. Kein Fußballer ist mit zwei, drei Minuten zufrieden. Es kommen auch wieder bessere Zeiten. Vielleicht kann ich meinen Lauf ja im Pokal schon fortschreiben.“

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