1. www.muensterschezeitung.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. Preussen-muenster
  6. >
  7. Preußen-Trainer Hildmann sammelt auch in Gladbach Erkenntnisse

  8. >

Fußball: Regionalliga West

Preußen-Trainer Hildmann sammelt auch in Gladbach Erkenntnisse

Münster

Nach dem 1:1 bei Borussia Mönchengladbach II warten noch zwei interessante Aufgabe auf den SC Preußen Münster in dieser Woche. Am Mittwoch spielt der Regionalligist erstmals wieder vor Zuschauern, 500 Menschen werden gegen RW Oberhausen im Stadion sein. Am Samstag folgt dann das Westfalenpokal-Finale gegen SF Lotte. Der erste Neue ist auch da.

Alexander Heflik

Auf dem Weg zum 1:0: Benedikt Zahn umkurvt Tormann Jonas Kersken. Foto: Jürgen Peperhowe

Der dritte Rang der Preußen ist für die Saison 2020/21 in Stein gemeißelt, obwohl noch zwei Punktpartien ausstehen. Mindestens Zweiter wird der SCP in der Rückrundentabelle sein, nur der designierte Meister Borussia Dortmund II hält da noch mit.

Ein Spiel gegen die SF Lotte könnte den Adlerträgern am Samstag in Verl sogar noch einen Titel einbringen, den des Westfalenpokal-Siegers.

Und dann wurden Trainer Sascha Hildmann zwei weitere Wahrheiten am Pfingst-Wochenende bewusst: Zum einen steht mit Thorben Deters vom VfB Lübeck ein zweiter Neuzugang fest, zum anderen setzte sich die zweite Reihe seines Kaders beim 1:1 bei Borussia Mönchengladbach II brauchbar in Szene. Eigentlich läuft es gerade richtig rund bei den Preußen, das nahende Saisonende kann mit einer rundum positiven Stimmung begrüßt werden.

Chemie im Team stimmt

Es spricht tatsächlich für die Chemie innerhalb der Mannschaft, dass das Auswärtsspiel im Grenzlandstadion sehr seriös und ordentlich mit einem 1:1 (1:1) ablief. Schließlich hatte Hildmann einige Reservisten mit wenig Praxis gebracht, einige auch, die in der nächsten Saison nicht mehr für Münster auflaufen. Er schonte eine Reihe von Stammkräften. Doch es ging gut gegen einen Gegner, dem man eigentlich gehobene Mittelklasse in der Liga attestiert.

Nur 20 Mannschaften in der Liga

Die Regionalliga West spielt in der kommenden Saison nur noch mit 20 Teams. Durch den Klassenerhalt des KFC Uerdingen in der 3. Liga erhält die Staffel keinen Zuwachs. Weil aus den Oberligen diesmal keine Aufsteiger kommen, steigt nur noch ein Team ab. Gefährdet sind der SV Bergisch Gladbach, RW Ahlen, der Bonner SC und der VfB Homberg. Für die Planung bedeutet das, dass insgesamt vier Spieltage weniger unter der Woche stattfinden, da nun kein gerades 22er-Raster nötig ist.

„Ich habe in der ersten Halbzeit ein echt gutes Spiel von uns gesehen. Nach der Pause haben wir nachgelassen“, befand Hildmann. Benedikt Zahn traf nach 15 Minuten auf Zuspiel von Justin Möbius. Beide haben gelinde gesagt äußerst geringe Perspektiven beim SCP, das wissen sie auch, dennoch war ihre Vorstellung engagiert und bissig.

Torschütze Zahn glücklich

„Ich war echt glücklich, wieder spielen zu dürfen“, erklärte Zahn nach seinem dritten Saisontor. Eine Handverletzung und eine veränderte Statik im Team zu seinen Ungunsten sorgten dafür, dass der Angreifer erst außen vor war in der letzten Zeit. Nun wird er wohl nicht beim SCP bleiben.

Zumal mit Deters vom Drittliga-Absteiger VfB Lübeck und dem zuvor verpflichteten Jan Dahlke (Wormatia Worms) die Offensive bereits aufgepäppelt wurde. Zahn erklärte im ruhigen Ton mit bestem Fußballer-Latein: „Alles ist noch offen.“ Die nächsten Wochen werden Klarheit bringen. Mit Möbius, Zahn, Naod Mekonnen sowie den später eingewechselten Ginaluca Przondziono (Teutonia Ottensen) und William Møller standen fünf so genannte Wackel- oder Wechselkandidaten auf dem Feld. Dafür lief es in der Hildmann-Elf erstaunlich gut.

Peckvogel Klann

Beim 1:1 durch einen verwandelten Foulelfmeter von Marcel Benger hatte Dominik Klann zunächst toll geklärt, dann aber mit einem übereifrigen zweiten Einsatz den Strafstoß herbeigeführt. Klann spielte zuletzt weniger, entpuppte sich aber als neuer Abwehrchef für diesen Tag nichtsdestotrotz als gute Besetzung. Er ist, im Gegensatz zu einigen anderen, ein sicherer Kantonist für die neue Saison.

Am Mittwoch nun geht es gegen RW Oberhausen vorgezogen im eigenen Stadion zum vorletzten Mal um Punkte. Die 500 Sitzplätze, die erstmals wieder vergeben werden durften, sind vergriffen. Das virtuelle Briefing für die glücklichen Kartenbesitzer folgt noch.

Startseite
ANZEIGE