Fußball: Regionalliga West

Preußens Superserie endet in Wegberg-Beeck – 1:2-Niederlage mit Schlusspfiff

Wegberg-Beeck

Die 19. Partie ohne Niederlage blieb dem SC Preußen Münster nicht vergönnt. Das Team von Sascha Hildmann verlor mit 1:2 in Wegberg-Beeck und zeigte vor allem nach der Pause eine ratlose Vorstellung. Das Ausgleichstor von Gerrit Wegkamp half dem SCP nicht wirklich auf die Sprünge.

Alexander Heflik

Foto: Sebastian Sanders

Die Superserie des SC Preußen Münster endete im Waldstadion des FC Wegberg-Beeck. Der Fußball-Regionalligist unterlag mit 1:2 (0:0) gegen die abstiegsgefährdeten Gastgeber. Nach einer ordentlichen ersten Hälfte, allerdings ohne Tore, baute der SCP ab. Zwar traf Gerrit Wegkamp (84.) durch einen verwandelten Handelfmeter zum 1:1, doch Yannik Leersmacher (90.) nutzte eine der wenigen Chancen zum Sieg für die Gastgeber, die durch Andre Mandt (54.) in Führung gegangen waren.

„Ich hätte die Serie natürlich gerne gehalten“, sagte Trainer Sascha Hildmann nach der Partie. Nach 18 Begegnungen ohne Niederlage hat es die Preußen erstmals in diesem Jahr erwischt. Und, so Hildmann weiter: „Die erste Halbzeit war okay, da mussten wir ein Tor erzielen. Nach dem Wechsel spürte man auch die englischen Wochen.“ Drei Tage nach dem 4:2-Sieg bei Fortuna Düsseldorf II hatte der SCP keine Antworten mehr im Köcher. Am Mittwoch steht das Westfalenpokal-Halbfinale beim Drittligisten SC Verl an. Der SCP hat hier tatsächlich noch eine Titelchance. 2014 gewann der SCP letztmals den Verbands-Wettbewerb.

Münsters Trainer baute seine Mannschaft auf zwei Positionen um. Für Verteidiger Jannik Borgmann kam Roshon van Eijma zum Einsatz. Zudem spielte im zentralen Mittelfeld Joshua Holtby von Beginn an, dafür erhielt Dennis Daube eine schöpferische Pause. Der SCP startete mit einem 3-4-3-System.

Es war eine hektische Partie, in der die Hausherren dem Favoriten richtig zusetzten. Es gab keine einfachen Bälle für Münster, wann immer ein Preuße am Ball war, ärgerte ihn gleich ein Wegberger. Ruhe gab es keine. So wurde viel im Mittelfeld abgeräumt und aufgeräumt. Münsters beste Chance hatte Alexander Langlitz nach einer Ecke, er bekam den Ball aber nicht aufs Tor gezogen.

Scherder vergibt das 1:0

Die Gastgeber konterten häufig, kamen aber nicht wirklich in Strafraumnähe. Glück hatte ein wenig Simon Scherder, als er Brooklyn Merl zu Fall brachte vor dem Strafraum, glücklicherweise war Mitspieler Julian Schauerte nahe dran, Schiedsrichter Cedric Gottschalk zeigte deshalb „nur“ die Gelbe Karte. Scherder hatte kurz zuvor mit einem Kopfball Pech, den der FC-Torwart Stefan Zabel glänzend hielt. Der Freistoß kam von Joshua Holtby. Münster hatte viele Halbchancen, auch Vorteile im Spiel, doch das 0:0 ging zur Pause auch irgendwie in Ordnung

SCP ohne Plan

Nach dem Wechsel ging Wegberg-Beeck durch Mandt in Führung. Abwehrchef Simon Scherder war in der Kabine geblieben, er war gelb-rot gefährdet. In diesem Moment stimmten Zuordnung und Abläufe beim SCP nicht. Was folgte, war ein zähes Ringen, die Hausherren verteidigten mit allem, was sie hatten. Münster bekam kaum mal eine Chance, das war nicht gut vom Tabellendritten. Erst in der 84. Minute dann der Ausgleich, weil Wegkamp einen Handelfmeter sicher verwandelte. „Da habe ich an unseren Sieg geglaubt“, sagte Hildmann später. Und wurde in der Schlussminute eines Besseren belehrt. Denn nach einer Ecke klärte zunächst Justin Möbius auf der Linie, ehe Yannik Leersmacher den Überraschungscoup der Gastgeber perfekt machte. Die längste Heimfahrt in der Regionalliga dürfte für die Preußen auch eine der ruhigsten und stillsten der Saison geworden sein.

Wegberg: Zabel – Hühne, Wilms, Leersmacher, Fehr – Kühnel, Mandt (84. Braunweiler)= – Hoffmanns, Hasani (72. Lekesiz), Merl (65. Geerkens) – Bach (81. Post). – Trainer: Zeh

Münster: Dedovic – Hoffmeier, Scherder (46. Borgmann), van Eijma – Holtby (54. Klann), Schauerte – Langlitz (54. Möbius), Remberg, Heidemann (75. Frenkert) – Bindemann, Wegkamp. – Trainer: Hildmann

Tore: 1.0 Mandt (54.), 1:1 Wegkamp (84., Handelfmeter), 2:1 Leersmacher (90.). – Schiedsrichter: Gottschalk. – Gelbe Karten: Merl, Geerkens, Hühne – Scherder.

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