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Fußball: Regionalliga West

„Bedauern Entscheidung“: Preußen-Partie in Bocholt offiziell abgesetzt

Münster

Wie erwartet wird das Auswärtsspiel von Preußen Münster beim Aufsteiger 1. FC Bocholt verschoben. Das Stadion „Hünting“ ist nicht freigegeben für ein Hochrisikospiel. Die Adlerträger um Sportchef Peter Niemeyer sind verwundert.

Mehr Zeit im Advent mit den Kindern: Marc Lorenz nach dem Sieg über Wiedenbrück, hier im Gespräch mit Nicolai Remberg Foto: Jürgen Peperhowe

Das war dann zu erwarten gewesen: Das Auswärtsspiel des SC Preußen Münster beim 1. FC Bocholt fällt am kommenden Samstag aus, das Münsterlandderby am „Hünting“ zwischen dem Ligaprimus und dem Aufsteiger wird vermutlich erst Ende Januar gespielt.

Staffelleiter Patrick Zielezny setzte die Partie ab, weil weder das Stadion in Bocholt noch das Ausweichstadion in Oberhausen spielbereit wären. In Bocholt am „Hünting“ gibt es Umbauarbeiten, die allerdings bis zum 17. Dezember gestoppt oder abgeschlossen sind. Dann kann Bocholt die Heimpartie gegen Fortuna Köln austragen. In Oberhausen sperrte die Stadt nach dem 1:0-Sieg von RWO gegen Borussia Mönchengladbach II das Rasenfeld, welches gerade erst eingerollt worden war. Zum Schutz des neuen Grüns darf dort nun bis zum Jahresende nicht gespielt werden.

Münster in Bocholt dürfte somit, soweit es die Zentrale Informationsstelle für Sporteinsätze (ZIS) zulässt, am 28. (Samstag) oder 29. Januar (Sonntag) ausgetragen werden, abhängig vom Fan-Fluss bei Partien von der Bundesliga zur 3. Liga.

Niemeyer: „Wir wollten unbedingt spielen“

„Wir bedauern diese Entscheidung und wollten unbedingt das letzte Spiel, wie im Spielplan vorgesehen, bestreiten, um mit einer geraden Tabelle in die Pause zu gehen“, erklärte Sportchef Peter Niemeyer. Münster hatte die letzten vier Partien gewonnen, in Bocholt sollte der fünfte Streich folgen.

Kommentar von Alexander Heflik:
Kein Desaster

Niemeyer sagte aber auch auf Anfrage unserer Zeitung: „Wir möchten diese Absage verstehen, ich möchte das erklärt haben, wir prüfen die Absage.“ Einen Protest wird es nicht geben, der SC Preußen akzeptierte die Verlegung. Trainer Sascha Hildmann wird seine Mannschaft nun bis zum Wochenende in Übungseinheiten haben, mit der Weihnachtsfeier schickt er seine Schützlinge dann in eine Pause bis zum 4. Januar.

Was vereinbarte Bocholt mit Oberhausen?

Ungeklärt bleibt dabei, inwieweit die Absprachen zwischen dem 1. FC Bocholt und der Stadt Oberhausen als Eigentümer des Niederrheinstadions gediehen waren. Gab es eine schriftliche Absprache? Oder nur eine mündliche? Hätte es noch eine andere Alternative gegeben, um ein Spiel der „Profiliga“ Regionalliga ordnungsgemäß auszutragen?

In Bocholt bot der „Hünting“ einst 18 000 Menschen Platz, nach dem Aufstieg in die Regionalliga waren noch 2776 Plätze vorhanden. Der Verein hatte schon mit den Arbeiten im Gäste-Stehplatzbereich für 600 „Steher“ begonnen, ehe die Stadt Bocholt die Baumaßnahmen stoppte. Stadt und Verein näherten sich Freitag wohl an, für die Partie gegen Köln soll die Arena in einem nutzbaren Zustand für eine Regionalliga-Partie mit niedrigem Risiko, das heißt ein „gelbes Spiel“, sein. Für die Begegnung gegen Münster, ein sogenanntes Risikospiel roter Farbe, reicht das nicht mehr.

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