1. www.muensterschezeitung.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. Preussen-muenster
  6. >
  7. Spitzenreiter! Preußen Münster macht Hildmann happy

  8. >

Fußball: Regionalliga West

Spitzenreiter! Preußen Münster macht Hildmann happy

Münster

Sechster Sieg in Serie für den SC Preußen Münster: Am Freitagabend sicherten sich die Adlerträger einen 1:0-Erfolg gegen den SC Wiedenbrück und damit vorübergehend den Status als Tabellenführer. Das Tor des Tages erzielte ein Wiedenbrücker.

Von Alexander Heflik

Auch der SC Wiedenbrück konnte die Erfolgsserie von Preußen Münster nicht beenden. Der SCP landete erneut einen Heimsieg.  Foto: Jürgen Peperhowe

Nein, nein, für diesen Sieg muss sich der SC Preußen Münster nun wirklich nicht entschuldigen. Dieses 1:0 (1:0) vor 4793 Zuschauern ging voll in Ordnung, obwohl dafür ein Eigentor von Bjarne Pudel nötig war. Der Wiedenbrücker bugsierte die scharfe Hereingabe von Henok Teklab ins eigene Tor.

Aber, und das waren die wichtigesten Erkenntnisse des Abends: Münster gewann die sechste Partie in Serie, Münster hat im November alles gewonnen, was zu gewinnen war – und Münster ist Tabellenführer. Vielleicht nur für 19 Stunden, aber egal, für die Psyche ist das Gold wert. Die Preußen sind im Spätherbst voll da. Keine Frage.

Wiedenbrücks begossener Pudel freut SCP

„Glückwunsch zum Sieg, sechs Mal ungeschlagen und Tabellenspitze – mal sehen, wie lange das hält“, zog Wiedenbrücks Trainer Daniel Brinkmann den Hut. Ein richtig gutes Spiel hatte er gesehen, am Ende mit der Chance zum Ausgleich, wie er sagte: „Über das 1:1 hätte sich keiner beschweren können.“

Der Einspruch folgte direkt, nachdem sich SCP-Coach Sascha Hildmann für die Glückwünsche bedankt hatte: „Ich hätte mich beschwert. Wir hatten uns viel vorgenommen, vor der Pause richtig gut gespielt. Okay, Wiedenbrück war immer gefährlich, aber das 1:0 geht in Ordnung“, resümierte Hildmann. Und, mit Blick auf die Tabelle: „Natürlich finde ich Platz eins gut. Würde ich das nicht tun, wäre das auch Käsekuchen.“ Münster auf Platz eins wollte Hildmann nicht überbewerten.

Und der SC Preußen legte los wie die Feuerwehr, nach 24 Sekunden hatte Marvin Thiel mit einer Direktabnahme die große Chance zur Führung. Die ließ nicht so lange auf sich warten. Nach dem Ballgewinn von Nicolai Remberg passte Henok Teklab scharf nach innen und ein Wiedenbrücker verlängerte ins eigene Tor. Pudel war es, der nicht bissig klären konnte und wie ein begossener daherkam in dieser Szene. Als Bjarne Pudel allerdings nach 33 Minuten auf der Linie einen Schuss von Thiel klärte, war der Wiedenbrücker wieder mit seinem Team im Reinen.

Preußen lassen wieder viele Chancen aus

Aber die Hausherren dominierten die Partie, bis zur Pause hatte das Hildmann-Team ein halbes Dutzend Chancen. Teklab, Remberg, später, nach einem kurzen Durchhänger, dann Thiel, Schauertes Lattentreffer und noch Wegkamp hatten die nächsten großen Dinger auf das nächste Tor. Aber der SCP ließ wieder vieles liegen.

Wobei zu sagen war, dass Wiedenbrück schon eine sehr ordentliche Spielanlage präsentierte, aber erst in der 43. Minute zu einer großen Chance kam. Dominik Klann verlor den Ball im Mittelfeld, dann ging es schnell bei den Gästen über den Ex-Preußen Ousman Touray, der aber vom noch schnelleren Robin Ziegele im letzten Moment abgefangen wurde. Münster hatte fast alles im Griff, nur das beruhigende zweite Tor fehlte – mal wieder.

Wiedenbrück muckte auf, als David Hüsing direkt nach Wiederanpfiff Max Schulze Niehues prüfte. War vielleicht ganz clever vom Routinier gewesen, ein paar Trainingsschüsse nach der Pause von Ersatzmann Steffen Westphal zu nehmen. „Der Max“ war voll da.

Schulze Niehues hält den Dreier fest

Dann war wieder der SCP an der Reihe. Pulido und Deters ließen weitere Möglichkeiten links liegen. Die Gäste ihrerseits schöpften Mut und hielten dagegen, Jan Lukas Liehr hätte durchaus das 1:1 markieren können, wurde aber gerade noch geblockt. Die Partie stand auf des Messers Schneide Mitte der zweiten Hälfte. Geschenkt bekamen die Preußen nichts, schon gar nicht den Sieg und die damit verbundene Tabellenführung.

In der 80. Minute stand Schulze Niehues wieder mal im Fokus, den Schuss von Hendrik Lohmar faustete er entschieden zur Seite. Münsters Dominanz war vorbei, Wiedenbrück witterte die Chance zumindest auf einen Punkt. Glücklich wäre der gewesen bei einem Chancenplus der Hausherren. Wieder einmal viele Möglichkeiten und zu wenig Tore – so lautet das Resümee. Am Ende war das einerlei, Münster hatte einen der unangenehmsten Gegner der Regionalliga bezwungen.

Münster: Schulze Niehues – Schauerte, Ziegele, Hoffmeier (89. Scherder), Thiel – Remberg, Klann, Deters (68. Hemmerich) – Pulido (57. Langlitz) Wegkamp, Teklab (86. Holtby). – Trainer: Hildmann.
Wiedenbrück: Hölscher – Hüsing (57. Szeleschuss), , Böhmer, Pudel, Özer – Liehr, Demming (69. Zech), Kaptan (80. Lohmar) – Touray (57. Tia), Zahn, Harouz. - Trainer: Brinkmann.
Tor: 1:0 Eigentor Pudel (12., Hereingabe Teklab).
Schiedsrichter: Erk (Herne).
Zuschauer: 4793
Gelbe Karten: Ziegele, Schulze Niehues / Kaptan.

Startseite
ANZEIGE