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Fußball: Regionalliga West

Tragischer Held Roshon van Eijma - Preußen verlieren 0:2 bei RW Oberhausen

Oberhausen

Preußen Münster kann nicht mehr gewinnen. Der Fußball-Regionalligist unterlag bei RW Oberhausen mit 0:2 und verlor zudem noch „Debütant“ Roshon van Eijma durch die Rote Karte. Ein Punkt aus den letzten vier Spielen – der SCP sehnt die kurze Spielpause förmlich herbei. 

Alexander Heflik

Hier springt van Eijma höher als Oberhausens Sven Kreyer. Der Niederländer flog später vom Platz. Foto: Jürgen Peperhowe

Preußen Münster verfestigt die Krise. Der Fußball-Regionalligist unterlag mit 0:2 (0:0) bei RW Oberhausen – und war damit am Ende noch gut bedient. Denn nach dem Platzverweis für Roshon van Eijma (54.), zu diesem Zeitpunkt stand es noch 0:0 mit Vorteilen für Münster, hätte es noch deutlicher gegen die Mannschaft von Trainer Sascha Hildmann ausgehen können.  Oberhausen nutzte die zahlenmäßige Überlegenheit durch Treffer von Rafael Steinmetz (68.) und Tanju Öztürk (73.) zu Treffern. Es war die vierte Partie ohne Sieg für die Preußen, nur ein Punkt wurde in dieer Phase geholt.

„Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, aber wir nutzen unsere Chancen nicht“, sagte Trainer Sascha Hildmann nach der Partie. Die Rote Karte sah er als klare Fehlentscheidung von Schiedsrichter Martin Tietze an, auch beim 2:0 hätte dieser eine Handspiel vor der Ecke übersehen „Rotsünder“ van Eijma machte er keinen Vorwurf. „Er nimmt die Schuld auf sich, was Quatsch ist. Er hat ein Superspiel bis dahin gemacht.“ Am Mittwoch, falls gespielt werden darf, geht es im Heimspiel gegen Alemannia Aachen.

Debüt für van Eijma  

Der SCP hatte einige Umstellungen zu vermelden. Für Okan Erdogan, dem Trainer Hildmann wohl auch einen sportlichen Denkzettel mit der Nicht-Nominierung für das Spieltags-Aufgebot verpasste, wurde durch Roshon van Eijma ersetzt. Es war das Debüt mit langem Anlauf für den niederländischen Innenverteidiger, der von Zweitligist Roda Kerkrade gekommen war. Aber auch Marcel Hoffmeier war erste Wahl in der defensiven Mittelfeldzentrale für Gianluca Przondziono. Außerdem mussten Jules Schwadorf und Joel Grodowski mehr oder weniger kurzfristig verletzungsbedingt passen. Nicolai Remberg und Ousman Touray waren deshalb in der Startformation.

Eine Viertelstunde benötigte der SCP Anlauf, in dieser frühen Phase der Partie machten die Hausherren jede Menge Rabatz. Doch die erste Chance der Partie gehörte den anfangs zaghaften Preußen, und eigentlich hätte Nicolai Remberg aus kurzer Distanz das 1:0 machen müssen. Osman Touray und Benedikt Zahn hatten gemeinsam und wuchtig die Vorarbeit geleistet. Es hatte gedauert, bis der SCP im Niederrhein-Stadion auf der für Regionalliga notwendigen Betriebstemperatur war. Als Münster Tempo in seine Aktion bekam, geriet Oberhausen sofort unter Druck. So einfach war das.

RWO praktisch ohne Chance 

Die Gastgeber hatten durch einen abgefälschten Schuss von Shun Terada (31.) ihre erste Chance. Die Preußen übernahmen dennoch das Kommando. Zumindest ließen sie sich nicht mehr von den Rot-Weißen auf der Nase rumtanzen wie zu Beginn. Ein Kopfball von Bastian Müller war ein offensives Lebenszeichen von Oberhausen, Max Schulze Niehues fing den Ball aber problemlos. Auf der Gegenseite traf Zahn (42.) eine gute Hereingabe von Heidemann nicht richtig. Mal wieder war es ein intensives Regionalliga-Spiel, allerdings ohne einen großen Schwung an Chancen. Keine Tore zur Halbzeit, das passte dann wie die Faust aufs Auge.

Tragisches Debüt 

Der SCP wechselte zur Pause, weil Ousman Touray arge Probleme auf der linken Seite hatte und zudem gelb-rot-gefährdet war. Osman Atilgan sollte es nun richten in Kooperation mit Niklas Heidemann. Dann hätte es fast zu perfekten Debüt von van Eijma gereicht, 52 Minuten waren gespielt. Fast der Held, dann die tragische Figur. Drei Minuten nach seiner Riesenchance sah der Niederländer die Rote Karte, weil er als letzter Mann Shaibou Oubeyapwa von den Beinen geholt hatte. So sah es der Referee, Schiedsrichter Martin Tietze kannte keine Gnade. Rot. Dabei war Simon Scherder so postiert, dass der rote Karton nicht zum Einsatz hätte kommen dürfen.

SCP-Coach Hildmann stellte auf eine 4-4-1-System um, Zahn musste raus, Remberg war jetzt alleinige Spitze. Und Alexander Langliktz (61.) hatte die nächste Chance für den SCP, er setzte sich stark durch auf der rechten Seite, doch sein Schuss aus spitzem Winkel ging weit über das Tor. Doch RWO drückte und drängelte nun, einen Schuss von Kreyer (65.) klärte Scherder vor der Linie.

Steinmetz trifft zum 1:0 

Wenig später war es um den SCP geschehen, der im Übrigen Handspiel monierte. Die Vorarbeit von Nils Winter verarbeitete der eingewechselte Raphael Steinmetz zum 1:0. Steinmetz war erst vier Minuten vorher eingewechselt worden. Das 2:0 für die Hausherren ließ nicht lange auf sich warten, nach einer Ecke traf der aufgerückte Öztürk per Kopf, die Flanke kam von Müller. Oberhausen machte jetzt Nägel mit Köpfen.

Der Rest war Schaulaufen für Oberhausen bei einer 2:0-Führung und einem Mann mehr auf dem Platz. Münsters sechste Niederlage war beschlossene Sache, der SCP befindet sich auf direktem Weg ins Mittelfeld der Liga.

Oberhausen: Benz – Winter, Öztürk, Stappmann, Fassnacht (53. Obst) – Oubeyapwa, Propheter, Müller (79. Wellers), Terada (57. Odenthal)  – Erat (64. Steinmetz),  Kreyer. – Trainer: Terranova.

Ersatzbank: Heekeren (Tor), Goralski, Mengers

Münster: Schulze Niehues – Schauerte, Scherder, van Eijma, Heidemann – Klann (73. Moeller), Hoffmeier (85. Frenkert) – Langlitz, Remberg, Touray (46. Atilgan) – Zahn (58. Holtby). – Trainer: Hildmann.

Ersatzbank: Dedovic (Tor), Mekonnen, Przondziono

Tore: 1:0 Steinmetz (68., Flanke Winter), 2:0 Öztürk (73., Flanke Müller). – Schiedsrichter: Tietze (Roisdorf). – Rote Karte: van Eijma (54., Notbremse an Oubeyapwa). - Gelbe Karten: Stappmann / Touray. – Bes. Vorkommnis: Münster Trainer Hildmann verwarnt für unsportliches Verhalten.

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