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Fußball: Regionalliga West

Trainingsauftakt der Preußen mit ablösefreiem Frenkert und einzelnen Sorgenkindern

Münster

Sie sind zurück auf dem Rasen. Die Kicker des SC Preußen absolvierten am Montag ihren Trainingsauftakt. Andere fliegen in die Sonne, die Münsteraner bleiben daheim. Vorab hatten sich alle getestet. Im Mittelpunkt stand Comebacker Lukas Frenkert. Er wird kaum Eingewöhnungszeit gebrauchen.

Von Thomas Rellmann

Zurück an alter Wirkungsstätte: Lukas Frenkert hat es nur ein halbes Jahr ohne die Preußen ausgehalten. S04 ließ ihn alsbald wieder ziehen. Foto: Jürgen Peperhowe

Selbst den Aufsichtsräten juckten offenbar ein bisschen die Füße. Jedenfalls ließen sich der Vorsitzende Frank Westermann und Christoph Mangelmans beim ersten Training von Preußen Münster nach zwei­wöchiger Pause blicken.

Sie sahen ein gut gelauntes Team, das offenbar große Lust auf den Rest der Serie (immerhin noch 17 Partien) hat. 23 Profis machten die volle Einheit mit, drei drehten individuell ihre Runden. Manuel Farrona Pulido kommt bald zurück, ihn quälte die Nachwirkung seines Boosters. Gerrit Wegkamp kämpft hingegen weiter mit den Schmerzen eines gebrochenen Zehs.

„Ich hoffe, dass die Zeit für uns spielt“, sagte Coach Sascha Hildmann, für den Jules Schwadorf – der Dritte im Bund des joggenden Trios – „das größte Sorgenkind“ ist. „Konditionell sieht es sehr gut aus, fußballerisch muss er sich aber noch heranarbeiten“, so der Trainer, dessen Schützling seit Oktober mit einem Sehnenanriss pausierte.

Frenkert: "Klima hat nicht ganz gepasst"

Im Zentrum des Auftakts stand aber natürlich Lukas Frenkert. Seine Rückkehr nach nur einem halben Jahr beim FC Schalke 04 II machte der Club punktgenau öffentlich. Der 21-Jährige war ablösefrei, die Knappen legten ihm keine Steine in den Weg.

„Ich bin dankbar, dass sie einen unzufriedenen Spieler nicht mit aller Macht halten wollten. Sportlich lief es gut, aber für mich zählt auch, was abseits des Platzes ist. Und da habe ich mich nie so ganz eingewöhnt. Das Klima vor Ort hat nicht so ganz gepasst. Daher habe ich die Anfrage aus Münster gern wahrgenommen.“

Nun geht die Wohnungssuche mit der Freundin los. „Einfach wird es nicht.“ Hätte er die alte Bude nur nie gekündigt ... Den Versuch, es in Gelsenkirchen zu packen, nimmt ihm keiner übel. „Er hat sich nichts zu Schulden kommen lassen“, sagt Sportchef Peter Niemeyer, der einen langfristigen Vertrag abzeichnete. „Es ist kein Geheimnis, dass wir ihn ungern ziehen lassen haben“, sagte er und stellt die Entwicklung des Eigengewächses in den vergangenen Jahren heraus. „Er hat eine sehr gute Physis und Einstellung, charakterlich passt er top in die Mannschaft.“

Auftakt ohne Corona-Befund

Das Wiedersehen mit den alten Kollegen machte ihm jedenfalls sichtbar Freude. „Hier fühle ich mich wohl, hier passe ich ins Gefüge. Mit den Jungs bin ich immer super klargekommen.“ Sein großes Plus ist die Vielseitigkeit. Alle Positionen in der Kette sind denkbar, selbst vor der Abwehr kann der gebürtige Ochtruper im Notfall spielen. Die körperliche Robustheit ist eine weitere Stärke. „Ich komme eben über den Kampf“, sagt er.

Sieben Jahre spielte Frenkert im SCP-Nachwuchs, über die U 19 und U 23 kam er zu den Profis und absolvierte dort eine sehr ordent­liche erste Regionalliga-Saison, ehe Königsblau lockte. Dort kam er auf 15 Begegnungen, richtig glücklich wurde der beidfüßige Kicker bei den oft defensiv ausgerichteten Schalkern aber nicht, zuletzt war auch der Stammplatz futsch.

Hildmann galt immer als bekennender Fan des Blondschopfs. Dass der Pfälzer ebenfalls voller Zuversicht über den Rasen schritt, hatte aber noch andere Gründe. „Erst mal hat die Pause sehr gutgetan, dann bin ich happy, dass wir keinen Corona-Befund hatten.“ Alle Spieler hatten sich am Morgen selbst getestet.

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