Fußball: Regionalliga West

Vier Preußen-Fans und ihr „kalter Entzug“ im Lockdown

Münster

Seit Monaten sind Fans außen vor beim Fußball. Bitter ist das vor allem für die, die ihr Leben einem Verein verschrieben haben und sonst kein Spiel ihrer Mannschaft verpasst haben. Die Preußen-Anhänger Gerrit Haar, Raimund Plieth, Peter Kemper und Rafael Fernandes schildern ihre Erfahrungen und ihren Kummer in der Zeit des Verzichts.

Thomas Rellmann

Gerrit Haar (l.) mit Sabine und Raimund Plieth Foto: privat

Morgens eine Runde joggen. Adler-Kluft inklusive Preußen-Socken und Preußen-Uhr angelegt. Dann mit Freunden aus Senden Richtung Hammer Straße, dort geht es (meist auf die letzte Minute) zu Kumpels aus Münster in den Block L. Dort eine Bratwurst, ein Glas Cola – so ist das Ritual von Rafael Fernandes. In normalen Zeiten. Der Stadionbesuch, egal ob daheim oder auswärts, ist für den Preußen-Fan das Highlight der Woche. Doch jetzt? Zuschauer sind seit elf Monaten schon nicht mehr zugelassen. „Es tut schon weh“, sagt Fernandes. Er ist mit diesem Kummer in bester und größter Gesellschaft.

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