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Fußball: Regionalliga West

Wuppertal muss zusehen: Ziehen die Preußen in Wattenscheid weiter davon?

Münster

Wattenscheid 09 erwartet am Samstag um 14 Uhr Preußen Münster. Kellerkind gegen Ligaprimus, Vorletzter gegen Topteam. Der Vorsprung an der Tabellenspitze könnte noch weiter anwachsen, weil Verfolger Wuppertaler SV zum Zusehen gezwungen ist.

Von Alexander Heflik

Der Mann des Augenblicks: Gerrit Wegkamp trifft zur Zeit nach Belieben und jubelt hier mit Marc Lorenz beim 3:1-Auswärtssieg in Schalke. Foto: Jürgen Peperhowe

Komfortabel beschreibt die Lage des SC Preußen Münster zum Auftakt der Rückrunde der Regionalliga West nur unzureichend. Exzellent ist da schon eher passend. Sieben Punkte beträgt der Vorsprung des Spitzenreiters auf den ersten Verfolger Wuppertaler SV, um 15 Treffer besser ist die Tordifferenz, zumal der WSV noch weiter ins Hintertreffen geraten könnte – das Auswärtsspiel bei RW Ahlen wurde wegen Unbespielbarkeit des Platzes verschoben.

Nun also Wattenscheid, vermutlich werden die Hausherren auf Nummer sicher gehen. Wie im Hinspiel, als der Aufsteiger aus einen massiven Defensivblock und den pfeilschnellen Kim Sané setzte. Das ging anfangs auf, Sané traf, Münster gewann am Ende mit 4:1. „Wir wollen weiter einen fußballerischen Ansatz wählen“, erklärte Münsters Trainer Sascha Hildmann. Und fügte in einer Prognose an: „Wattenscheid wird gut stehen, gut organisiert sein und abwarten. Wie immer sagt die Konkurrenz, sie habe nichts gegen uns zu verlieren.“

Preußen-Reservisten brauchen Geduld

Was natürlich ein bisschen das Pfeifen im Walde ist, weil natürlich auch für Wattenscheid drei Punkte auf dem Tablett liegen. Wobei der Ligaprimus aus Münster bislang in solchen Partien, David gegen Goliath, immer die Oberhand behielt. Im Gegensatz zur Konkurrenz im Aufstiegsrennen von Wuppertal bis Aachen, von Mönchengladbach bis Rödinghausen, patzte der SCP aus einer solch eindeutigen Favoritenrolle nicht einmal.

Personell gibt es dabei das eine oder andere „Problemchen“. Andrew Wooten hat nach einem Beckenschiefstand seine muskulären Probleme behoben. Henok Teklab bekam beim 3:1-Sieg im Nachholspiel gegen Schalke 04 II einen Pferdekuss verpasst, hofft aber dennoch auf einen Einsatz.

Münsters Reservisten müssen sich derweil in Geduld üben. Das sei schwierig für sie, aber alle Spieler, die nicht erste Wahl sind, müssen sich bereithalten, sich vorbereiten, als würden sie spielen. Fokus ist das Stichwort, so Hildmann.

Hildmann erklärt: Darum läuft es bei Wegkamp

Einer, der nicht zwingend erste Wahl war, hat es vorgemacht. Geritt Wegkamp ist aktuell fast schon unersetzlich. Seitdem er sich mit Andrew Wooten als Doppelspitze versucht, trifft der 29 Jahre alte Angreifer nach Belieben. Hildmann sagt: „Er hat tatsächlich einen guten Lauf. Nun hat er die Portion Selbstvertrauen, die er benötigt. Ihm tut es gut, neben einem zweiten Stürmer zu spielen.“

Schon jetzt hat er mit zehn Treffern so viele Tore geschossen, wie nach 36 Einsätzen in der Vorsaison 2021/22. Nur Viktor Maier (SV Lippstadt) hat mit elf Treffern häufiger zugelangt. Aber Wegkamps Mantra lautet: „Mir ist egal, wie viele Tore ich schieße, Hauptsache wir gewinnen.“

Gegner-Check:
SG Wattenscheid 09

So könnte Preußen Münster spielen: Schulze Niehues - Koulis, Kok, Hahn - Teklab, Grote, Remberg, Lorenz - Bouchama - Wegkamp, Wooten.

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