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Fußball: Westfalenpokal

Neue Chance für Preußen-Reservisten: Vorbild Deters, Aufsteiger Di Pierro

Münster

Der Sprung ins Westfalenpokal-Viertelfinale ist fest eingeplant. Doch die Aufgabe bei der SpVgg Erkenschwick, Spitzenreiter der Westfalenliga, wird nicht leicht für Preußen Münster. Der zweiten Reihe samt U-23-Talenten gehört dennoch das Vertrauen.

Darius Ghindovean (r.) bekommt in Erkenschwick auf jeden Fall eine Chance von Anfang an. Foto: Jürgen Peperhowe

Zur Tagesordnung ging Sascha Hildmann nach der ersten Liga-Niederlage seit Februar nicht einfach über. „Ich lobe viel, aber in diesem Fall muss ich auch kritisieren. Das Spiel hat mich schon beschäftigt“, sagte der Trainer von Preußen Münster drei Tage nach dem 2:4 von Aachen. Am Sonntag ging es direkt in die Videoanalyse. „Mir ist es zu einfach zu sagen, dass wir automatisch mal verlieren mussten. Warum ist das klar? Serien interessieren mich nicht. Wir waren einfach in vielen Dingen nicht gut.“

Allen voran bei den Standards. Obwohl es klare Aufteilungen und Regeln im Raum gibt, gelangen Alemannia zwei Tore nach ruhenden Bällen. „Da fehlte die Konzentration“, sagt der Coach. „Aber auch der Aufbau war schlecht, wir haben uns das Positionsspiel vom Gegner diktieren lassen.“

Nun gäbe es eine Chance, die Schlappe im Westfalenpokal-Achtelfinale an diesem Mittwoch (19.30 Uhr) bei der SpVgg Erkenschwick abzuhaken. Doch so leicht ist das nicht, denn die Mannschaft wird sich wie in der 2. Runde beim 4:0 gegen Wattenscheid gravierend von der Stammelf der Meisterschaft unterscheiden.

Sascha Hildmann

Die Vollrotation ist fest vorgesehen. Dabei geht es nicht nur darum, Körner zu sparen. Viel mehr sollen zweite Reihe und Talente der U 23 Praxis und Erfahrung sammeln. „Wir brauchen alle. Wie wichtig Rhythmus ist, hat das Beispiel Thorben Deters gezeigt.“ Der war bis dato Reservist, mischte gegen Wattenscheid voll mit, kehrte in die Startformation zurück und traf zuletzt in zwei Partien.

Deniz Bindemann, Niko Koulis, Thomas Kok oder Darius Ghindovean sollen diesmal die Chance nutzen. Aus der Zweiten kommen Jano ter Horst, Marius Mause und der formstarke Francesco Di Pierro, der aktuell sogar fest mit den Profis trainiert, zum Zug. „Die Jungs sind Dritter in der Oberliga, da steckt Qualität drin. Sie haben unser Vertrauen. Es ist schön, dass wir diese Möglichkeiten haben. Und ihnen tun solche Auftritte gut“, so der Pfälzer.

Erkenschwick wartet mit ewigem Torjäger auf

Allerdings ist dieser Gegner nicht ohne, gerade am heimischen Stimberg. Sechs Siege in sechs Partien bedeuten Platz eins der Westfalenliga. Bange ist Hildmann aber nicht. Na klar, er kennt den ewigen Torjäger Stefan Oerterer, er erwartet einen überaus motivierten Gastgeber mit Selbstvertrauen, und ja – auswärts sei das schon etwas anderes als in der vergangenen Saison. Im Dezember 2021 schlugen die Preußen Erkenschwick, damals im Viertelfinale, an der Hammer Straße 5:0. „So nah bin ich da nicht dran, aber ist doch klar, dass wir weiterkommen müssen“, sagt er.

Wiedergutmachung für Aachen und den ersten harten Dämpfer der Saison wird dann allerdings erst drei Tage später in der Liga beim FC Schalke 04 II erfolgen können. Wäre aber schon hilfreich, wenn Teil zwei des Auswärts-Dreierpacks keine weitere Enttäuschung ergibt.

SCP: Müller – Mause, Koulis, Kloth, Schacht – Kok – Di Pierro, Ghindovean – Bindemann, Wegkamp, Teklab

Den Liveticker zum Preußen-Spiel gegen Erkenschwick finden Sie hier.

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