1. www.muensterschezeitung.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. Preussen-muenster
  6. >
  7. Mobiles Flutlicht am Stimberg: Preußen vor Achtelfinale gegen Erkenschwick

  8. >

Fußball: Westfalenpokal

Mobiles Flutlicht am Stimberg: Preußen vor Achtelfinale gegen Erkenschwick

Münster

Flutlicht an, Westfalenliga-Spitzenreiter SpVgg. Erkenschwick erwartet im Achtelfinale des Westfalenpokals am Mittwoch Regionalliga-Primus Preußen Münster. Am Stimberg wird dabei mit einer mobilen Flutlichtanlage das Geschehen ausgeleuchtet.

Siegten 2007 zum Saisonauftakt 2:0 gegen Erkenschwick: Torschütze Marco Antwerpen (links) und Trainer Roger Schmidt. Foto: Jürgen Peperhowe / Imago, Rene Traut

Am Mittwochvormittag wird die Lichtanlage im Stimbergstadion aufgebaut, abends muss alles fluppen – besser gesagt ausgeleuchtet sein. Um 19.30 Uhr beginnt das Westfalenpokal-Achtelfinale zwischen der Spielvereinigung aus Erkenschwick und Preußen Münster.

Ohne Flutlicht wird das nicht gehen, aber der Westfalenliga-Tabellenführer will nicht nur eine stimmungsvolle Heimpartie haben, sondern auch ein wenig die Zukunft planen. Erkenschwick will weiter nach oben, sportlich wieder an bessere Zeiten anknüpfen, die Regionalliga sollte das Ziel sein. Und da dürfte die feste Installation einer Flutlichtanlage spätestens Pflicht sein.

Ausverkauft gegen Schalke und Bayern

93 Jahre ist das Stadion alt, es hat große Spiele erlebt. Die Topkulissen liegen dabei schon weit zurück. Gegen Schalke 04 kamen mal 22 000 Zuschauer – das war 1950 in der legendären Oberliga West. 17 Jahre später waren ebenfalls 22 000 Menschen im Stimbergstadion, als Bayern München im DFB-Pokal gastierte. So viele kommen am Mittwoch mit Sicherheit nicht. Ein Zehntel dieser Zahl, also über 2000 Zuschauer, wäre für den Westfalenligisten eine herausragende Resonanz.

Erkenschwick verlustpunktfrei Erster

Die Spielvereinigung, die gerade erst den glänzenden Saisonstart mit sechs Erfolgen in Reihe mit einem 3:1-Heimsieg über den SC Verl II perfekt gemacht hat, hatte da 202 Zuschauer vor Ort. An die 500 Besucher kommen in der Regel zu den Heimspielen. Der SCP dürfte mehr hinter dem Ofen hervorlocken. Zumal Münster vermutlich auch mindestens 500 Fans mitbringen wird. Selbst beim 13:0 gegen Landesligist RW Hünsborn waren einige hundert mitgefahren – eine Anreise in der Wochenmitte ins tiefste Sauerland. Da liegt Erkenschwick vielen näher, da könnte was gehen.

Bei der Spielvereinigung sorgt Coach Magnus Niemöller für einen Aufschwung in dieser Saison. Foto: Imago

Rachuba wählt den SCP aus

Ein Blick weit zurück: Erkenschwick verlor seinen vielleicht besten Spieler der Vereinsgeschichte an Preußen Münster. Siegfried Rachuba wechselte 1949 nach Münster, beim SCP wurde der Angreifer zu einer der prägendsten Figuren der Oberliga-Zeit in den 1950er Jahren. Ganz genau überliefert sind seine Zahlen nicht, aber 230 Oberliga-Partie mit 97 Toren sind sicher. Als Münster die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft 1951 spielte, schoss er vier Tore in sieben Partien. Im Finale von Berlin unterlag der SCP damals mit 1:2 gegen den 1. FC Kaiserslautern. 1953 wäre er fast Torschützenkönig mit 20 Saisontreffern geworden – Hans Schäfer vom 1. FC Köln traf damals 26-fach.

Rachuba in Münster – das war ein Ding, als er gemeinsam unter anderem mit Felix „Fiffi“ Gerritzen die Gegner verwirrte. Zehn Jahre spielte er für Münster bis 1959, dann wurde er hier sesshaft. Im Jahr 2002 starb Rachuba. Sein Juniorentrainer Ernst Kuzorra, der mit Schalke zigfach Deutscher Meister geworden war, hatte den Erkenschwickern geraten, Rachuba mit aller Macht zu halten. Aber Münster erhielt den Vorzug. Als der SCP mal mit 7:0 gegen die Spielvereinigung gewann, traf Rachuba doppelt – genau wie Edelbert Rey. Das war 1953.

Münster gewann zuletzt immer

Münster gegen Erkenschwick ist eine Partie, die in der damals erstklassigen Oberliga West, der 2. Bundesliga, der Regionalliga oder auch der Oberliga ausgetragen wurde. Und natürlich zuletzt im Westfalenpokal. Die Preußen behielten im Verbandspokal zuletzt dreimal (2007, 2016 und 2021) die Oberhand. In der Oberliga Westfalen bedeutete ein Sieg über die Gäste aus Erkenschwick am 1. Spieltag der Saison 2007/08 eine Menge. Am Ende der Saison war Münster Meister und hatte sich für die neue Regionalliga qualifiziert. Roger Schmidt war damals der Trainer, Marco Antwerpen traf zum 2:0-Endstand – wie die Zeit vergeht.

Startseite
ANZEIGE