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Fußball: Westfalenpokal

Preußens zweite Reihe fährt die Krallen aus – Wer startet gegen Gladbach?

Hünsborn

Erst die Kirmes im Ort, einen Tag später das Schützenfest im eigenen Stadion – wobei Preußen  Münster beim 13:0 alle Vögel auf der Anlage von RW Hünsborn abschoss. Trainer Sascha Hildmann durfte einige Rückschlüsse ziehen.

Von Alexander Heflik

Thorben Deters  (links), der bei Preußen Münster zuletzt aufgrund einer Corona-Infektion leicht ins Hintertreffen geraten war, betrieb beim 13:0 gegen RW Hünsborn Werbung in eigener Sache. Foto: Moritz Schwegmann

Nach dem Schützenfest von Hünsborn wusste Sascha Hildmann dieses: Nicht nur der erste Anzug sitzt, auch die zweite Kombination passt. Und wenn es sein muss, kann auch die dritte Kollektion aus dem Schrank geholt werden, was der SCP auch machte, es saß faltenfrei. Drei Siege in der Regionalliga nach drei Spieltagen, nun der Auftakterfolg im Westfalenpokal im Sauerland.

Dieses 13:0 (7:0) vor 662 Zuschauern beim Landesligisten war nicht nur deshalb bemerkenswert, weil es der höchste Sieg seit 1982 in dieser Konkurrenz war, sondern weil die Adlerträger eine wuchtige, spielfreudige Nummer ablieferten. Im Vorjahr gelang zum Auftakt des Wettbewerbs ein 12:0 über den A-Ligisten SW Werl-Aspe, vielleicht eine Handvoll Siege des SCP dürften über die Dekaden zweistellig gewesen sein. Gegen den FC San Diego wusste preussenfieber.de via Twitter zu berichten, dass das 14:0 im Kreispokal der höchste Pflichtspiel aller Zeiten gewesen sein sollte. Das war 2006, und der Trainer hieß Georg Kreß.

Praxis für die Bankdrücker der letzten Wochen

Zurück in die Gegenwart: Hildmann hatte Spielern Praxisanteile zugestanden, die zuletzt nicht zwingend erste Wahl waren, die ihre Krallen nichtsdestotrotz in Richtung Stammelf ausgefahren haben. Beispiel Gerrit Wegkamp oder Beispiel Thorben Deters. Sie sollten in Hünsborn zeigen, was sie können und einen Klassenunterschied darstellen.

Das gelang, weil Wegkamp in einer guten Stunde Spielzeit drei Treffer erzielte und zwei weitere vorbereitete. Seine Situation ist schwierig, weil Neuzugang Andrew Wooten in der Angriffsmitte voll eingeschlagen hat. Wegkamp interpretiert diese Rolle anders. Und in Hünsborn machte er das bemerkenswert gut.

Hildmann lobt vor allem ein Trio

Während Platzhalter wie Marc Lorenz, Andrew Wooten oder Tormann Max Schulze Niehues eine Kunstpause erhielten, hoben Wegkamp oder Deters die Hände und lieferten. Klar, auf der einen Seite ist ein Sieg für den Regionalliga-Topfavoriten eine Pflichtaufgabe. Aber natürlich, auf der anderen Seite kommt es auf die Ausführung an. Die war stark.

„Ich würde nicht nur Gerrit Wegkamp hervorheben“, erklärte Trainer Sascha Hildmann nach Abpfiff. Er fand auch Deters oder Darius Ghindovean überzeugend, eigentlich auch alle anderen. Hildmann entwickelte eine große Freude an der Partie auf dem Kunstrasenplatz. Die Pflicht erfüllten die Preußen mit viel Verve. Das, was Hildmann als „bessere Übungseinheit“ umschrieb, soll der passende Beschleuniger in der Vorbereitung für die Partie am Samstag sein.

Dann gastiert Borussia Mönchengladbach II im Preußenstadion. Eine dieser unausrechenbaren und unangenehm zu bespielenden Zweitvertretungen. Sieg Nummer vier im vierten Versuch in das Ziel, nicht mehr, nicht weniger. Der Abend von Hünsborn war „nur“ der Appetitanreger. Mit mindestens 6000 Zuschauern wird gerechnet am Samstag.

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