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Fußball: Oberliga

Zwei Standard-Gegentore, zwei Riesenböcke - Preußen II zahlt Lehrgeld in Gütersloh

Münster

Der SC Preußen Münster II hat beim FC Gütersloh eine 1:4-Niederlage hinnehmen müssen. Die Ostwestfalen waren vor allem in der Luft überlegen, der SCP fängt sich zwei Treffer innerhalb einer Minute.

Von Jonas Austermann

Offensivmann Francesco Di Pierro und der SC Preußen II kassierten beim 1:4 gegen den FC Gütersloh die zweite Saisonniederlage.   Foto: Wilfried Hiegemann

Auch Erfahrungen wie diese gehören wohl oder übel zum Lernprozess, den die blutjunge Truppe von Preußen Münster II in der Oberliga durchmachen muss. Beim FC Gütersloh kassierten die Jungadler am Sonntag ein 1:4 (1:3). „Natürlich haben wir auf solche Erlebnisse keinen Bock, aber sie gehören wohl zur Entwicklung“, meinte Kieran Schulze-Marmeling. Trotz des letztlich klaren Resultats beschlich den Preußen-Coach das Gefühl, dass eben doch etwas mehr drin war vor 640 Zuschauern   im Heidewaldstadion.

Die Gäste aus Münster wurden ohne den erkrankten Marvin Benjamins, der ohnehin für die Regionalliga-Erste vorgesehen gewesen wäre, schnell Zeugen der Gütersloher Standard-Stärke. Der Drittliga-erprobte Kapitän Tim Manstein zirkelte einen Freistoß vors Tor, Lars Beuckmann wuchtete sein Gardemaß von gut 1,95 Meter in den Ball und köpfte ins linke Eck ein – 0:1 (9.).

Zwischen Anstoß und Gegentor liegen 25 Sekunden

Gütersloh spielte einfach, wählte gegen Preußens Pressing, das nicht immer griffig wirkte, oft den langen Ball. In den Halbräumen aber war etwas möglich für den SCP – so wie beim Ausgleich. Tobias Heering bediente Kevin Schacht, der vor dem Kasten cool blieb (17.).

Schulze-Marmelings Elf aber schenkte zu viele Standards her. Manstein trat die Ecke, Beuckmann köpfte zum 2:1 für Gütersloh ein (34.). „In der Luft waren wir unterlegen, das wussten wir vorher. Wir haben aber zu viele solcher Szenen verschuldet“, so der SCP-Coach.

Und dann leisteten sich die Gäste noch zwei folgenschwere Böcke. Genau 25 Sekunden nach dem 1:2 fiel das 1:3. Pascal Koopmann hatte nach Wiederanpfiff einen bösen Fehlpass am Mittelkreis gespielt. Das 1:4 in Hälfte zwei legte der eingewechselte Luis Frieling mit einem haarsträubenden Rückpass vor (61.). „Danach war das Spiel tot“, meinte Schulze-Marmeling.

SC  Preußen II: Westphal – Mause, Ter-Horst, Klauke – Demir­arslan, Koopmann (46. Ayyildiz), Rüschenschmidt, Sengün – Heering (85. Kourouma) – Schacht (74. Sinev), Di Pierro (46. Frieling)

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