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Fußball: Westfalenliga

Beim TuS Hiltrup folgt gegen Tengern Reaktion auf Enttäuschung

Münster

Das war knapp! Beinahe hätte es für den TuS Hiltrup trotz einer 2:0-Führung nicht zum Sieg gereicht, doch dann kam Joker Montasar Hammami und machte doch noch den Treffer zum 3:2. Damit schoben sich die Münsteraner auf Platz acht vor.

Von Verena Hagedorn

Freude nach dem 2:0 durch Daniel Mladenovic (l.). Es gratulieren Akil Cömcü (2.v.l.) und Alexander Gockel. Foto: Wilfried Hiegemann

Alles andere als ein Sieg wäre eine Enttäuschung gewesen für den TuS Hiltrup, der bislang teilweise hinter den Erwartungen zurückgeblieben war. Lediglich sieben Punkte standen nach sechs Spielen auf der Habenseite. Das sollte sich gegen den Tabellenletzten TuS Tengern aus dem Kreis Minden-Lübbecke ändern. Nach 90 Minuten gingen die Hausherren tatsächlich auch als Sieger vom Platz – wenn auch glücklich mit 3:2 (2:0).

Tengern gleicht 0:2 Rückstand aus

Die Gastgeber kamen gut rein und gingen nach 19 Minuten durch Nils Johannknecht in Front, obwohl Tengern ein Abwehrbollwerk formierte, das es den Münsteranern nicht leicht machen sollte. Die Gäste selbst waren spielerisch im Nachteil. Bis auf einen Lattentreffer nach gut einer halben Stunde hatten sie wenig im Angebot (31.). Die TuSler waren da deutlich forscher, die verdiente 2:0-Führung in der 33. Minute markierte Daniel Mladenovic.
Nach dem Seitenwechsel taten sich die Hausherren deutlich schwerer, sie kamen nicht so gut ins Spiel und mussten zusehen, wie der zwei Minuten zuvor eingewechselte Tom-Frederic Borchard zum Anschluss traf (71.). Tengerns Trainer Viktor Neugebauer witterte Morgenluft und hatte nach zwei Doppelwechseln frische Akteure auf dem Platz. Er feuerte sein Team unerbittlich an. Der sich anbahnende Tiefschlag für den TuS nahm in der 77. Minute in Person von Kevin Hübert Gestalt an, dessen Schuss unhaltbar für Keeper Romain Böcker abgefälscht wurde.

Hammami erlöst teils glücklose Hiltruper

Erinnerungen an das glückliche 2:2 in der vergangenen Woche bei Westfalia Kinderhaus wurden wach, als es allerdings Hiltrup gelang, einen 0:2-Rückstand in letzter Minute auszugleichen. Die von vielen enttäuschten Hiltruper Zuschauern beklagte mangelnde Einstellung des jungen Kaders galt es in der Schlussphase zu widerlegen – und die Kicker lieferten. Joker Montasar Hammami traf doch noch zum 3:2 (82.), das bis zum Schlusspfiff Bestand hatte. Alexander Gockel wie auch Luca de Angelis hätten für die Entscheidung sorgen können, doch sie wurden sich im Luftkampf nicht einig, wer den Freistoß von Hammami freistehend verwerten sollte (88.). Dass beide mit den Köpfen zusammenstießen und kein Tor fiel, war bezeichnend für zuweilen glücklose Hiltruper.

Freude über den Sieg überwiegt

„Wir sind happy über die drei Punkte“, sagte Co-Trainer Marcel Stöppel. „Nach einer guten ersten Halbzeit hätten wir genauso weitermachen müssen, haben aber im zweiten Spielabschnitt nachgelassen, nicht performt und sind selbst dafür verantwortlich, dass Tengern ausgeglichen hat. Anders als gegen Kinderhaus fielen hier Zufallstore. Das erste hätte nach einem Foul nicht gegeben werden dürfen, beim zweiten waren wir machtlos. Wir sind eine junge Truppe, da gehört es dazu, dass wir noch nicht 90 Minuten überzeugen können. Das ist zwar unser Anspruch, dem werden wir momentan aber noch nicht gerecht. Momentan zählen für uns die Ergebnisse und nicht die Leistung, auch wenn so ein Sieg glanzlos ist.“ Für den Sprung auf Platz acht aber reichte er.

TuS: Böcker – Stegt, Kisker, Sammerl, Schulte (69. Krieger) – Mladenovic (85. Golparvari), Gockel, Bezhaev (77. Kilinc), Cömcü, Johannknecht (78. Hammami) – de Angelis

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