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Basketball: 2. Bundesliga Pro B

100:91 – auch Köln kann die WWU Baskets Münster nicht stoppen

Münster

Die WWU Baskets Münster haben sich einen schönen Jahresabschluss beschert und gehen ungeschlagen in die Weihnachtspause. Mit 100:91 (44:48) gewann die Mannschaft von Trainer Björn Harmsen bei den RheinStars Köln, die dem Spitzenreiter das Leben aber gehörig schwer machte.

Von Henner Henning

Jasper Günther war mit 23 Zählern der Topscorer beim Sieg der Baskets in Köln. Insgesamt kamen sechs Münsteraner auf eine zweistellige Punkte-Ausbeute. Foto: Jürgen Peperhowe

Es bleibt dabei: Die WWU Baskets Münster sind in der Saison 2021/22 bislang einfach nicht zu knacken. Auch den Auftakt der Rückrunde und damit das letzte Spiel des Jahres gewann der Pro-B-Ligist, der sich mit 100:91 (44:48) bei den lange wehrhaften RheinStars Köln durchsetzte und so mit zwölf Siegen in die dreiwöchige Pause geht. Besser geht es nicht.

Leicht von der Hand aber ging der abschließende Erfolg den Baskets nicht, vielmehr mühte sich der Spitzenreiter beim Tabellenvorletzten, der überraschend so weit unten angesiedelt ist und zuletzt gar eine herbe Schlappe beim bis dahin noch punktlosen ETV Hamburg einstecken musste. Von einer Kölner Krise aber war am Samstagabend in der ASV-Sporthalle lange nichts zu sehen, die Rheinländer setzten den Westfalen ordentlich zu. „Köln hat in der Verteidigung ein bisschen umgestellt, das hatten wir anders vorbereitet. Dazu haben sie sehr physisch gespielt, kamen mit viel Willen raus. Das muss man annehmen, das haben wir aber zunächst nicht gemacht“, sagte Coach Björn Harmsen, dessen Schützlinge nach dem Dreier des Kölners Andrej Mangold nach sieben Minuten 10:18 zurücklagen.

Harmsen: „Haben Rhythmus nicht gefunden“

Zwar gelang Münster bis zur Viertelpause der Ausgleich, die ganz große Sicherheit und Lockerheit kehrten aber auch dann nicht ein. „Wir haben unseren Rhythmus nicht gefunden“, monierte Harmsen, der direkt zu Beginn der zweiten zehn Minuten ein technisches Foul bekam – wie auch Ryan Richmond, der zuvor bei Offensivaktionen zweimal hart verteidigt wurde, aber keinen Pfiff bekam. Der Gastgeber nutzte diese Gelegenheiten, setzte sich mit einem 7:0-Lauf wieder ab. Die Baskets taten sich weiter schwer, auch wenn Stefan Weß aus der Distanz mit dem 29:28 für die zweite Führung nach dem 3:0 aus Minute eins sorgte (15.). Die folgende 0:10-Serie setzte Münster aber wieder zu, da war es nur gut, dass Jasper Günther mit der Halbzeitsirene auf 44:48 verkürzte.

Jasper Günther mit starker Partie

Der Spielmacher, der eine ganz starke Partie absolvierte und auf 23 Punkte kam, war es auch, der nach dem Wechsel seine Farben wieder in Front brachte (53:52) und damit eine unterhaltsame Phase mit wechselnden Führungen einleitete. Den Dreier von Rijad Avdic zum 58:52 beantworteten Mangold und John Joseph Saigge trocken aus der Distanz, Ay-Keen Richardson ließ gar den dritten Kölner Dreier in Serie folgen. Die Visiere waren scharf gestellt, auch die Münsteraner waren nun richtig in der Partie und machten kurzerhand aus dem 63:65 durch Andrew Onwuegbuzie, Helge Wezorke und Adam Touray ein 70:65.

Der Spitzenreiter war auf Kurs, aber noch lange nicht durch. Noch einmal rappelten sich die RheinStars auf und rissen den Baskets nach den drei Zählern von Yannick Kneesch zum 73:72 gar noch einmal die Führung aus der Hand. Münster aber ließ sich nicht foppen, blieb wie bislang in dieser Saison ruhig und spielte seinen Streifen herunter. Spätestens nach dem Günther-Dreier zum 90:79 2:22 Minuten vor dem Ende war die Entscheidung gefallen, die letzten 60 Sekunden zogen sich zäh dahin. Münster blieb stabil von der Linie und durfte einmal mehr feiern. „Es war nicht einfach, das hatten wir aber auch so erwartet. Chapeau, wie es die Jungs durchgezogen haben“, lobte Harmsen seine Unbesiegbaren.

Punkte: Günther (23/2 Dreier), Weß (17/3), Wezorke (15/3), Richmond (13), Avdic (12/1), Onwuegbuzie (11/1), Touray (6), Reuter (3/1)

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