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Basketball: 2. Bundesliga Pro B

74:66 in Bernau – die WWU Baskets gehen mit einem Sieg aus der Hauptrunde

Münster

Die WWU Baskets Münster haben die Generalprobe für das anstehende Playoff-Achtelfinale erfolgreich absolviert. Mit 74:66 gewann der Nordstaffel-Meister der Pro B das letzte Hauptrunden-Spiel bei Lok Bernau, ließ dabei allerdings Luft für Steigerungen. Für den 21. Sieg im 22. Spiel aber langte es in Brandenburg, auch weil die Münsteraner in den wichtigen Momenten einmal mehr die richtigen Antworten gaben.

Von Henner Henning

Ryan Richmond war mit 18 Punkten der Topscorer der WWU Baskets, die mit dem 74:66-Erfolg in Bernau auch ihr letztes Hauptrunden-Spiel gewannen. Foto: Jürgen Peperhowe

Die WWU Baskets Münster können mit gutem Gewissen in die Playoffs gehen. Auch ohne zu glänzen gewann der Nordmeister der 2. Bundesliga Pro B sein letztes Hauptgruppen-Spiel bei Lok Bernau mit 74:66 (30:22), bekam in Brandenburg aber auch ins Klassenbuch geschrieben, im Achtelfinale ab dem kommenden Samstag eine Steigerung liefern zu müssen.

Es war ein mitunter zähes Treiben, das sich da in der Erich-Wünsche-Halle abspielte. Münster, seit Wochen feststehend als Staffel-Primus, mühte sich gegen den Tabellenneunten, der gerade mit seiner 2-3-Zone den Baskets Probleme bereitete. Zwar erwischte Münster den besseren Start (5:0), lag aber nach dem Dreier mit Brett von Maximilian Rockmann sowie dem Korb von Lok-Routinier Dan Oppland mit 9:12 im Hintertreffen. Den einzigen Rückstand der Partie konterte bis zum Viertelende Andrew Onwuegbuzie per Dreier und von der Freiwurflinie. Das 14:12 bedeutete auch das Resultat nach nach dem zerfahrenen ersten Viertel, in dem sich Bernaus Jonathon Mines nach einer unglücklichen Aktion von Jasper Günther verletzt hatte und früh ausgeschieden war (3.).

Weß fast mit der Sirene

Die Partie blieb defensivgeprägt, beide Seiten trafen nicht unbedingt hochprozentig (Bernau 34 Prozent aus dem Feld, Münster 37). So blieb es bis zum 22:22 durch Rockmann ausgeglichen (18.), ehe die Baskets von Coach Björn Harmsen zum Schlussspurt in Halbzeit eins ansetzten. Rijad Avdic, der am Ende mit 13 Zählern und zehn Rebounds erneut auf ein Double-Double kam, streute fünf Punkte am Stück ein, und Stefan Weß traf fast mit der Sirene aus der Distanz zum 30:22. Es war einer seiner vier Dreier bei insgesamt 16 Zählern.

Münster hatte sich ein kleines Polster erspielt, das nach dem Seitenwechsel mal ein paar Punkte größer und mal ein paar Punkte kleiner wurde. So richtig nahe an sich heran aber ließ der Spitzenreiter den Gastgeber vor 450 Zuschauern nicht kommen, verpasste es aber auf der anderen Seite auch, sich frühzeitig entscheidend abzusetzen. Dafür war die Quote in der Offensive nicht gut genug, dafür packte sich Lok unter Münsters Korb immer mal wieder einen Offensivrebound zu viel und blieb so dank der zweiten Chance in Schlagdistanz. Wie etwa nach dem Dreier von Mauricio Marin – es war der einzige Korberfolg des Hinspiel-Topscorers – zum 46:50.

Grühn und Onwuegbuzie aus der Distanz

Münster aber hat die Qualität, in solchen Phasen ruhig zu bleiben und Antworten zu geben. Ryan Richmond mit fünf wichtigen Punkten sowie Avdic ließen den Vorsprung schnell mal wieder auf zehn Punkte anwachsen (59:49, 33.), wenig später waren Cosmo Grühn und Onwuegbuzie aus der Ferne treffsicher (65:53, 37.) – zuvor war jeweils Günther in die Zone gezogen und hatte den richtigen Pass herausgespielt.

Es war die Vorentscheidung, auch wenn es die Münsteraner in der Schlussminute durch Nachlässigkeiten im Aufbau noch einmal unnötig spannend machten. Avdic, Weß und Richmond aber behielten von der Freiwurflinie kühlen Kopf und brachten damit den 21, Sieg im 22. und letzten Hauptrunden-Spiel nach Hause. Eine beeindruckende Bilanz.

Achtelfinale gegen Hanau

Nun geht es für die Baskets ins Playoff-Achtelfinale, in dem am 2. April (19.30 Uhr) die White Wings Hanau der Gegner sein werden. Sie setzten sich am Samstagabend gegen den direkten Mitbewerber Depant Gießen 46ers Rackelos mit 76:74 durch und buchten damit ihr Ticket für die Reise an den Berg Fidel.

Punkte: Richmond (18/1 Dreier), Weß (16/4), Avdic (13/1), Grühn (10/1), Onwuegbuzie (8/2), Günther (5/1), Pahnke, Wezorke (je 2)

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