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Basketball: 2. Bundesliga Pro A

96:67 gegen Düsseldorf – die WWU Baskets Münster dominieren das NRW-Duell

Münster

Das war ein ganz starker Auftritt der WWU Baskets Münster. Im Duell der beiden Pro-A-Neulinge dominierte die Mannschaft von Trainer Björn Harmsen die ART Giants Düsseldorf und gewann mit 96:67 (54:35). Nun geht es mit viel Selbstvertrauen am Sonntag nach Quakenbrück.

Von Henner Henning

Hilmar Petursson und die WWU Baskets ließen vor 2650 Zuschauern, darunter Jasper Günthers Bruder Per (kl. Foto) den Düsseldorfern um Booker Coplin und Travion Hollowell beim 96:67 keine Chance und feierten den vierten Saisonsieg. Foto: Jürgen Peperhowe

Die WWU Baskets Münster reifen in der 2. Bundesliga Pro A immer weiter. Am Freitagabend gewann der Neuling das NRW-Duell gegen den Mitaufsteiger ART Giants Düsseldorf mit 96:67 (54:35) und überzeugte dabei auf ganzer Linie. „Ich bin super zufrieden mit dem Spiel. Wir haben viel Energie reingebracht und sehr kontrolliert gespielt“, sagte Coach Björn Harmsen.

2650 Zuschauer hatten sich aufgemacht zum Berg Fidel – und die sahen eine in einer 3-2-Zone verteidigende Baskets, die so Düsseldorfs gefährliche Schützen aus dem Spiel nehmen wollte. Das gelang den Münsteranern, die in Halbzeit eins nur einen Dreier kassierten. Es war die Grundlage für die leichte Dominanz der Gastgeber, die sich nach vier Punkten von Jasper Günther – er spielte vor den Augen seines Bruders und Ex-Nationalspieler Per und der ganzen Familie – sowie dem Dreier-Buzzer von Connor Harding zur Viertelpause einen Sieben-Punkte-Vorsprung (23:16) erspielt hatten.

Jones macht es zweistellig

Münster spielte offensiv kontrolliert, reduzierte in der ersten Halbzeit die zuletzt so zahlreich vorgekommenen Turnover auf fünf. Ein starker Wert, der natürlich die Möglichkeit zum Punkten gab. Und diese nutzten die Baskets, Jordan Jones machte es gegen die früh mit Foulproblemen belasteten Giants mit dem 30:20 erstmals zweistellig. Die Düsseldorfer dagegen fanden kaum ihren Rhythmus, waren zudem beim Rebound unterlegen. Einzig auf Ryan Richmond, in der vergangenen Saison noch auf münsterischer Seite am Ball, war Verlass. Der Amerikaner hielt den Gast mit seinen 16 Punkten lange in Schlagdistanz. Doch seine letzten beiden Zähler in Halbzeit eins zum 31:39 (16.) läuteten Münsters heiße Phase ein. Ein 13:2-Lauf, gespickt mit einem krachenden Dunking von Darien Jackson, schob die Baskets so richtig nach vorne, in der Schlusssekunde netzte noch Thomas Reuter nach Assist von Andreas Seiferth ein – 54:35, das waren starke 20 Minuten.

Zwei Reuter-Dreier

Aus der Pause kam die Harmsen-Truppe mit genau dem gleichen Drive und Elan, knöpfte an den Team-Basketball aus Halbzeit eins an. Connor Harding sowie die beiden Reuter-Dreier ließen Münster auf 67:42 enteilen (26.). Damit war vor dem Duell der beiden Pro-A-Neulinge nicht unbedingt zu rechnen, zumal die Düsseldorfer Offensive mit zuvor 90,2 Punkten im Schnitt zu den besten der Klasse gehört – was direkt danach aufblitzte. Binnen 56 Sekunden starteten die Giants eine 7:0-Serie, meldeten sich zaghaft an, Denn es war nur ein kurzes Aufflackern, die nur wenige Momente wackelnden Baskets verteidigten bis zum Viertelende ihre komfortable Führung (69:53). „Wir haben es geschafft, das Spiel schnell wieder in den Griff zu bekommen“, lobte Harmsen.

Touray mit Dunking

Am Sieg der Münsteraner gab es nur noch wenige Zweifel, die 3:13 Minuten später endgültig ausgeräumt waren. Ein 8:0-Lauf mit sechs Seiferth-Punkten sorgte für Klarheit. Jetzt lief der Ball noch besser durch die Baskets-Reihen, Beispiel gefällig? Günther auf Cosmo Grühn, der zu Touray – Dunking zum 83:59. Herrlich.

Nun geht es mit reichlich Rückenwind am Sonntag (17 Uhr) zu den Artland Dragons nach Quakenbrück. Treten die Baskets dort genauso konstant gut auf, dann „können wir die Dragons vielleicht auch ein bisschen ärgern“, meinte Harmsen. Vielleicht ja auch ein bisschen mehr.

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