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Basketball: 2. Bundesliga Pro A

Am Ende bleibt für die WWU Baskets in Dresden nichts übrig

Münster

Tiefer Frust über diese Niederlage. In der Verlängerung verloren die WWU Baskets in der Pro mit 102:103 bei den Dresden Titans. Drei Freiwürfe machen am Ende den Unterschied, Trainer Björn Harmsen sah aber auch Positives.

Von Alexander Heflik

Wegbereiter für 14 Treffer: Japser Günther (links) war mit 14 Zuspielen bester Passgeber der Partie in Dresden. Foto: Steffen Karwinski

Am Ende wirkte Björn Harmsen, keine Stunde nach der durch und durch bitteren Auswärtsniederlage bei den Dresden Titans, überraschend gefasst. Seine Analyse war haargenau: „Wir gewinnen am Ende nicht, weil wir keinen der letzten Freiwürfe treffen.“ Plötzlich, als es um alles oder nichts ging, war der Korb für Adam Touray und den davor treffsicheren Dreierschützen Hilmur Petursson wie vernagelt. Drei mögliche Punkte – am Ende siegten die Dresden Titans mit einem sogenannten „Buzzerbeater“ von Chase Adams mit 103:102 nach Verlängerung. Münsters erhoffter Befreiungsschlag gelang nicht.

Baskets in vielen Bereichen verbessert

Das war Basketball, Münster legte im letzten Punktspiel der Pro A meist vor, Dresden ackerte sich immer wieder heran. Die Baskets waren dabei in vielen Dingen verbessert, hatten einen Plan in der Defensive und waren dieses Mal auch deutlich formverbessert bei den Würfen von der Dreipunktelinie. Da ging was.

Mehr noch, wie Harmsen sagte: „Im letzten Spielviertel haben wir uns super zurückgekämpft von einem Acht-Punkte-Rückstand.“ Aus einem 69:77 wurde kurz vor Spielende und 98 Sekunden vor Abpfiff eine 88:82-Führung für Münster. Es reichte nicht, weil Dresden ausglich und sich in die Verlängerung rettete. Und es reichte auch in der „Overtime“ nicht, weil die Gäste erneut einen 100:96-Vorsprung 40 Sekunden vor Abpfiff nicht konservieren konnten. Drama pur. „Wir sind alle leer nach einem solchen Spiel“, umriss Harmsen die Gefühlslage.

Andreas Seiferth stand vor einem für Pro-A-Verhältnisse seltenen Triple-Double. Ein Assist fehlte ihm, um in den drei individuellen Kategorien jeweils zweistellig zu sein. Neun Zuspiele, 16 Rebounds und 20 Punkte – was für eine ungekrönte Ausbeute. Aber auch Petursson mit seinen 21 Zählern, davon sechs Dreier, sowie Jasper Günther mit 14 Assists sorgten vor 2398 Zuschauern für Glanzpunkte.

Harmsen: „Wir sind alle leer“

Seiferth fast mit Triple Double

Dann war die Partie vorbei, für die Zuschauer ein Spektakel, für die Titans ein Fest, für die Baskets der schwerstmögliche mentale Ballast für eine Rückfahrt. Zumindest Coach Harmsen hatte es da etwas einfacher, er bog gleich ab zur Familie in Leipzig. Der Rest der Münsteraner tuckerte sieben Stunden im Bus zurück. „Die Mannschaft hat Charakter gezeigt. Einige Spieler haben diesmal konstanter agiert“, befand Harmsen. Darien Jackson hatte starke Szenen oben drauf, Jasper Günther eine Vielzahl guter Pässe.

Es war in der ganzen Trauer auch Positives zu finden. Am 2. Januar können die Baskets das Training wieder aufnehmen, freiwillig, einen Tag später beginnt die Vorbereitung auf das nächste Punktspiel. Science City Jena kommt dann nach Münster, Kragenweite der Dresden Titans, die Baskets wollen es dann mindestens ein, zwei Punkte besser machen ...

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